Wort davor: Hirsezinstag
Hirt
sprachliche Erläuterung:
indogermanisch *kerdh(o) zu germanisch herðo zu gotisch hairdeis; altnordisch hirðir; angelsächsisch hierde; altsächsisch hirdis; althochdeutsch hirti zu mittelniederdeutsch, mittelniederländisch herde, haerde, harde, harre; mittelhochdeutsch hirt(e), hërte.
vgl.
1Herder (I).
Hirt (I)
Erklärung:
Viehhirte.
Hirt (I 1)
Erklärung:
allgemein.
- Belegtext:
nemant ne mût ouch sunderleke hirden haben, daz her deme gemêneme hërde sîn lôn wede geminnere
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.)LR. II 54 § 2
Textarchiv: SspLR. II 54
- Belegtext:
wi daz brengin sie, wan su beidi geisti sien, daz suldi hoiri: daz sal he selbi si undi sien heimburgi edir sien scultheizi undi sin kirchineri undi sin herti undi dazu eraphtir luiti nuini
Datierung: um 1230
Fundstelle: MühlhsnRb. 8, 3
- Belegtext:
nû kam ein hirte zehant
Datierung: um 1285
Fundstelle: Ulr.v.Etzenbach,Alex. V. 2893
- Belegtext:
daz nieman keinen sundern hirte sal han an keinerleige fehe dan ein gemeinen hirte
Datierung: 1323
Fundstelle: FrankfUB.(Lau) II 184
- Belegtext:
das eyn ygleich hirte sein lon mit eyde behalt auff seynem stabe
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: IglauOberhof 369
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- Belegtext:
weist man einem gesessenen pastor einen eigenen hirten zu haben
Datierung: 1461
Region/Autor/Textsorte:
Wetterau
Fundstelle: GrW. III 418
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
kumpt des anderen qvick unwarynghes in dat korne dor vorsumenisse des herden, so schal des dat qvik is deme anderen synen schaden ghelden
Datierung: 1486
Fundstelle: Kolderup-Rosenv. III 379
- Belegtext:
soll ein jeder beerbter, hintersasse, hirt und schäfer ... für sich selbst zu erscheinen verpflichtet sein
Datierung: 1525
Fundstelle: JbMittelfrk. 56 (1909) 77
- Belegtext:
wo ... ein perdt dath ander bith ... schudt idt in dem gemeinen wege edder vnder einem herde, so gehet de schade vorhalf
Datierung: 1572
Fundstelle: Mensing
- Belegtext:
solle niemand an keinem ort ohne hirt außschlagen
Datierung: 1737
Fundstelle: SaanenLschStat. 392
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
hirten, sind frey von der kopfsteuer
Datierung: 1748
Fundstelle: CAug. III 2 Sp. 521
- Belegtext:
wenn ein schade zu befürchten ist, muß er [Weideberechtigter] sein vieh von einem hirten hüten lassen
Datierung: 1811
Fundstelle: ÖstABGB. § 502
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
ein ietlicher ingesessener soll bei dem jarspruch sein ... ohne wittwe, weisen und hirten, den soll man gebieten wie zu andern gerichtstagen
Region/Autor/Textsorte:
Unterelsaß
Fundstelle: GrW. V 528
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
das nieman in der marg keinen sundern hirten haben sol, one alleine ein abbet
Fundstelle: Hanauer,Constd'Alsace 81
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- in Google Books
- Belegtext:
de dar hefft stothorsen de hebben se in syneme sloten velde in syneme eghene lande unde hebbe enen herde tho en
Fundstelle: Kolderup-Rosenv. III 379
Hirt (I 2)
Erklärung:
insbesondere der Gemeindehirt, beziehungsweise Hirt der Markgenossenschaft.
vgl.
Hirtenmeister.
Hirt (I 2 a)
Erklärung:
überhaupt.
- Belegtext:
þara hyrda ælc þolige þære hyde
Datierung: 10. Jh.
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 212
- Belegtext:
es suln ... dî purger hirten eschhayen selb setzen und entsetzen
Datierung: 1312
Region/Autor/Textsorte:
IngolstadtStR.
Fundstelle: MWittelsb. II 209
- Belegtext:
so ain keller ainer gemaind ainen hirtten han ze mitten mertzen, vnd wen er den hirtten für ain gemaind bringt, so sol ain gemaind den hirtten dingen
Datierung: 14. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Thurgau
Fundstelle: GrW. I 239
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
das die gemeinde zu K. hat zu setzen heimburger, kirchner, thorwarten, schuetzen, hirten
Datierung: 1422
Region/Autor/Textsorte:
Franken
Fundstelle: GrW. VI 18
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
des herdes hus ghift 44 hunre
Datierung: 1444
Fundstelle: ZSchleswHolst. 20 (1890) 60
- Datierung: 1459
Fundstelle: WürzbZ. I 1 S. 572
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- Belegtext:
das der hirte die hirtpfrunde hab geholet auf dem felde
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: LeipzigSchSpr. 215
- Belegtext:
das die stat und der rat ... alle ... furster, schutzen des flurs, ... hirten und winruffer ... zu setzen und entsetzen hat
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Miltenberg 346
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- Belegtext:
so ... man kein hirten hat, söllend sy ordnen ein köhre von hus zu hus ze hüeten
Datierung: 1530
Fundstelle: ArchBern 25 (1920) 237
- Belegtext:
hyrt. sol schweeren ... dasselb [vych] zum thrüwlichesten zuo weyden
Datierung: 1537
Fundstelle: BremgartenStR. 113
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
daß Nederkeldenich und Oberkeldenich sein sal ein nachparschaft, ein gemein, ein herligkeit, ein hirtschaft, ein hundschaft und ein hirt
Datierung: 1574
Fundstelle: RhW. II 2 S. 143
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
dem hierten
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: SchwerinStR. 101
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
der borgermeister schall sick mit den heerden fredsahm upföhren
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: SchwerinStR. 283
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
was für schwein von s. Georgen tag zwölf wochen alt seind, die gangen ... den hirten an die wintergarb
Datierung: 17. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Schwaben
Fundstelle: GrW. VI 245
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- Belegtext:
ez sol der rat von der stat alle wege ... torwarten und hirten ... setzen
Fundstelle: NürnbPolO. 10
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Hirt (I 2 b)
Erklärung:
gemeiner Hirt.
- Belegtext:
wo gebuer zu samne zitzen, die en pflegen nicht gemeine hirten zu miten, zundir zu hüten zelben eres vies bi zeche
Datierung: 13. Jh.
Fundstelle: ÄltpolnRdm. 20
- Belegtext:
of een buerschap hadde een gemene heerde, die schade dede ende den schade niet verleggen konde, daer sullen die buren voer staen
Datierung: 1470
Fundstelle: Richth. 271
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- Belegtext:
das sie die inhaber derselben vier freier hoefe ir vyhe vor den gemeynen hirten zu treiben nicht irren
Datierung: 1536
Fundstelle: MansfeldKlUB. 379
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- Belegtext:
soll ein jeglicher sein viehe vnter die gemeinen hirten treiben
Datierung: 1593
Fundstelle: NMittThürSächs. 4, 4 (1839) 76
Hirt (II)
Erklärung:
übertragen Amtsträger einer menschlichen Gemeinschaft.
Hirt (II 1)
Erklärung:
kirchlich.
Hirt (II 1 a)
Erklärung:
Geistlicher, Pfarrer.
Hirt (II 1 b)
Erklärung:
Bischof.
- Belegtext:
er richtet ... ein new bistumb auff ... zu Aichstet vnd ordnet allda Wilibalden ... zu ainem huerten
Datierung: 1606
Fundstelle: Lazius,Ung. H.a
Hirt (II 2)
Erklärung:
weltlich.
Wort danach: hirtbar
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten