Wort davor: 2Heergesinde
Heergewäte
Erklärung:
kriegerische Ausrüstung, später zum männlichen Lebenskreis gehörige Sachen.
sprachliche Erläuterung:
herigewede, hargewede, hergvede, heyrgeweyde, herrengeweidt, hergewede, hergepete, hergewee, heergewette, heergewaarde, hergewatte, hergewet(e).
vgl.
Erbgewäte,
Heergeat,
Heergeräte,
Heergut,
Heerwäte,
Heerwäte,
Heriot.
Heergewäte (I)
Erklärung:
Umfang.
- Belegtext:
zu eime hergewete ... da horet zu
Datierung: 1304
Fundstelle: Tzschoppe-Stenzel 458
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- digitalisiert im Rahmen von "austrian literature online (ALO)"
- Datierung: nach 1358
Fundstelle: Rb.n.Dist. I 7 Dist. 7
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
so wehr sall gieven ein hergewatte, die gevet alle schapene kleider, die tho sienem lieve gehoiren, alle die wapene gevet men uth der wehr, mehr eins mans wapene, die besten blievet
bei der wehr, einen kasten dar he thogeit dechlix und ein schulder mathe kettel, ein bedde negst dem besten, und ein disch, ein laicken darauf, ein stoill und ein küssen darauf und ein handtwell
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: HammStR. 71
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- Belegtext:
die frowe sal geben zu hergewete ires mannes swert vnd sein ors oder seyn beste pfert gesattilt vnd seyn beste harnisch
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: MagdebBresl. 145
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- Belegtext:
waz zu deme hergewete gehoret in wichbilde
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: Weichb.(Dan.) 101
- Datierung: 1422
Fundstelle: Wigand,Beitr. 178
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- in Google Books
- Belegtext:
czu dem hergewete nach wichbilde gehoret des mannes beste pferd gesattelt, vnd sein beste harnisch czu eynes mannes leibe, schilt, pöckeler, swert, seine tegeliche cleider, eyn
herpfol, eyn bussen, zcwe laken, eyn tischlaken, czwe becken, eyne hantwele, eyn hantfass, eyn kessil, den man vff eynem czömer finden mag, vnd eyn kessilhake
Datierung: 1460
Fundstelle: Neumann,MagdebW. 49
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
hargewede
Datierung: 1477
Region/Autor/Textsorte:
Niedersachsen
Fundstelle: GrW. IV 702
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- Datierung: 1479
Fundstelle: Kosmann,StettinStatR. 90
- Datierung: 1483
Fundstelle: KahlaUB. 153
- Belegtext:
heyrgeweede ... heyrgeweyde
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: CTradWestf. I 191
- Datierung: vor 1531
Fundstelle: RügenLR. 168
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1551
Fundstelle: CAug. III 87
- Datierung: 1555
Fundstelle: MittOsterland 3 (1853) 89
- Datierung: 1564
Fundstelle: Wigand,Minden II 78
- Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: MagdebBrüx 150
- Datierung: 1607
Fundstelle: ChemnitzStat. 143
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- Fundstelle: Pufendorf II app. 131
Heergewäte (II)
Erklärung:
an den Leib-, Dienst- oder Lehnherrn gereicht.
vgl.
Heergewätekurmiete.
Heergewäte (II 1)
Erklärung:
allgemein.
- Belegtext:
firmatum est ..., ut si vir prior obisset, mulier daret ad cameram ea que vulgo dicuntur herigewede
Datierung: 1118
Fundstelle: WestfUB. Additamenta nr. 30
- Belegtext:
predicti ... fratres ... 17 marcas et dimidiam domino G. persoluerunt ut puer ex hac iusticia, que dicitur hergvede, omnino liber remaneret
Datierung: 1137
Fundstelle: MWirzib. IX 9
- Belegtext:
si aliquis comministerialis vester decedens dextrarium reliquerit, qui domine abbatisse cedere debeat ratione iuris quod hergewede dicitur
Datierung: 1237
Fundstelle: Erhard I UB. 168
- Belegtext:
feodalia bona ... concessimus domui Theutonice ... cum omni iure quo Th. ... ea bona ... a nobis tenebat et ab eo recepimus nomine iuris quod vulgo hergewede dicitur, quod semper ad novi heredis institutionem nobis ... debetur
Datierung: 1254
Fundstelle: DOrdenUB. II 104
- Belegtext:
is nu unse [des Abtes von W.] begerde, dat uwe leyveden wyllen vervoegen ... assodane hergewede ind recht, uns ... anervallen ys
Datierung: 1467
Fundstelle: OstfriesUB. I 742
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
belieuen [wy], datt onse leenmannen ende mansmannen int versoeck van hairen leenen heergewaede gheuen ... sullen
Datierung: 1478
Region/Autor/Textsorte:
Overijssel
Fundstelle: Pufendorf IV app. 340
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- in Google Books
- Belegtext:
vom hergepete, das der erbherre von rechtes wegen anlangt
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: LeipzigSchSpr. 294
- Belegtext:
nyemandt en mach recht heysschen ... tot eenighe leengoeden, ten sy dat hy ierst den heere van zijnen hergewee voldaen heeft
Datierung: 1535
Fundstelle: CoutMalines 68
Volltext
- digitalisiert im Rahmen von "Recht uit de Lage Landen"
- Belegtext:
so dar eyn man iss, die der prouestie tho sanct J. eigen ist vnd sterued, gebort dem praueste dar hergewede. iss ehr frig, so kumpt dem negsten bloide tho
Datierung: 1570
Region/Autor/Textsorte:
Westfalen
Fundstelle: GrW. III 202
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
dat nu henferner in der herlichkeit L. gyn hergewade und gerade gefordert ... dal werden
Datierung: 1639
Fundstelle: Schlüter,WestfProvR. II 77
- Belegtext:
dass altem kriegsgebrauch nach, wenn ein oberster leutenant, oberster wachtmeister oder rittmeister stirbt, ... fället dem obersten ... das hergeweide, als bestes pferd, und was
zum hergeweide gehört, heim
Datierung: 1657
Fundstelle: Wigand,Denkw. 268
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- Belegtext:
die gewohnliche lehnjura undt herrengeweidt ... entrichtet
Datierung: 1688
Fundstelle: SGereonUB. 595
- Datierung: 1714
Fundstelle: ActaBoruss.BehO. I 742
- Belegtext:
es ist auch kein freymann schuldig heergewette, baubelebung, frauengeräth ... zu geben, sondern freyet sich allein mit dem freyen zins
Region/Autor/Textsorte:
Niedersachsen
Fundstelle: GrW. IV 664
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Heergewäte (II 2)
Erklärung:
in Geld ablösbar oder abgelöst.
- Belegtext:
R. ... 90 iornales ... ab eadem abbatissa tenendos suscepit eo pacto, ut ad redimendum perpetuo servitium, quod vulgo appellatur hergvede, 5 solidos ecclesie ... persolvat
Datierung: 1198
Fundstelle: NrhAnn. 65 (1898) 226
- Belegtext:
moiste dat hergewe betaelt sijn ... nae gewonlicheit, als nemlick sijn beste pert und sijn harrnasch, dat mach myt gelde betaelt werden
Datierung: 1482
Fundstelle: OstfriesUB. II 181
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
voor heergewaarde van een groot leen, komt den leenheere vyfen twintig gold guldens
Datierung: 1595
Fundstelle: CoutLooz II 459
- Belegtext:
is der onfangher desselven leens gevallen in vijffthien goudtgulden voor het hergewedde aen den prins
Datierung: 1612
Fundstelle: CoutLimb. 254
- Belegtext:
das die herren zu Suest sollen zahlen 50 thlr. pro caducitate und vor die herrengeweidt 100 imp.
Datierung: 1670
Fundstelle: SPantaleonUrb. 566
Heergewäte (III)
Erklärung:
beim Grundstück (Hof) verbleibend.
- Belegtext:
dese wyllekorn sin geschen hy zu Gorlicz mit der eldisten rate: czum ersten stirbet eyn man, zo sal der frauwen dy gerade volgen, stirbit abir dy frauwe, zo sal se ith in dhenewiz geraden, sundir iz sal
allez dem manne volgen und blyben. stirbet eyn man, zo sal daz hergewete blyben by dem hoffe. vorweissen ouch kynder, stirbet der keys, dez guter gevallen der mutir in dy schos
czu erem lybe, nach der muter tode gevallen ze, wo se von rechte gevallen sollen
Fundstelle: GörlitzStB. 1305 S. 7
- Belegtext:
een burger off burgersche ... erven oir guet opt neeste lit ... beheltelic der stat alsulken heergeweede op die weer toe bliven, dair die doode op gesat was off schuldich was toe halden
Datierung: 1417
Fundstelle: CleveStR./ZRG. 9 (1870) 434
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
Heergewäte (IV)
Erklärung:
als besondere Masse vererbt.
- Belegtext:
wi ilch man stervet die eyn buir to L. is, ... syn hergeweide sall nemen syn neiste lyff
Datierung: 1287
Fundstelle: WestfUB. VII 968
- Belegtext:
sin zwene man zu eime hergewete geboren, daz sie an ersturben ist, der eldeste sol teilen unde der jungeste kyesen
Datierung: 1304
Region/Autor/Textsorte:
Görlitz
Fundstelle: Tzschoppe-Stenzel 458
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- digitalisiert im Rahmen von "austrian literature online (ALO)"
- Belegtext:
dat nieman vorgheven mach in sime sukebedde hergewede noch radeleve
Datierung: 1335
Fundstelle: StendalUrt. 84
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- Belegtext:
in dissem wichbilde, wo man den fruwen dritten teyl gibt, do gibt man nymande hergewete, wen den sonen
Datierung: nach 1358
Fundstelle: Rb.n.Dist. I 11 Dist. 3
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Datierung: 1399
Fundstelle: Zerbst2.SchB. 557
- Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: BlumeMagdeb. 33
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- Belegtext:
ab eyn man eyn wip neme mit blossir hant ... stirbit der man und hat der frouwen nicht beschrebin, die frauwe behelt daz dritte teil in allem gute, und yre gerade ân hergewete
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 282
- Belegtext:
eischet men eenen achter sillen un een peerd nechst dem besten un een wagen, und werden de nagel utgenommen und dar peerd vorgespannt, folget dan de wage all ut dem huise, so horet bey int heergeweide
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: HammStR. 72
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- Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: MagdebBresl. 146
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- Belegtext:
ßo ein biderman vorstirbt, alles hergewette was zcum streytten und kempffen dynet und daß von eyssen unnd stale gemacht ist, doran hoth dye tochter keynen teyl
Datierung: um 1491
Fundstelle: KamenzUB. 129
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Datierung: 1551
Fundstelle: CAug. III 88
- Datierung: 1567
Fundstelle: ZittauStR. 118
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- Belegtext:
de V. vnnd K. syndt hirmede berechtiget, so se so groten sonne hebben, de stigen kan vp eynen drigstaleden stoill, vnd striden kan vp dat perdt, vnd so sie so grote dochter hebben, ... die beiden sint
berechtiget mit den hergeweide off gerade ihrer olderen
Datierung: 1570
Region/Autor/Textsorte:
Westfalen
Fundstelle: GrW. III 203
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Datierung: 1586
Fundstelle: LübStR. II 2 § 15
Volltext (und Faksimile), Ausgabe von 1586
- in DRQEdit
- Datierung: 1717
Fundstelle: Sommer,Handb. I 2 S. 70
Heergewäte (IV Spiegelstrich 1)
Erklärung:
lebendiges Heergewäte im Gegensatz zu tote Gerade.
- Belegtext:
die mütterliche erbschaft, wenn ... die stieftoechter ihren behandelten vatertheil und die todte gerade, sowohl der stiefvater sein lebendiges heergewette ... vorausgenommen, gehet in zween haupttheile
Fundstelle: Kosmann,StettinStatR. 120
Heergewäte (V)
Erklärung:
erblos heimfallend.
- Belegtext:
ob ein mann verstuerbe und weder soehne noch schwerdt magen nach sich ließe, so soll dem rath in gemeinen beutel fuer heergeweihte folgen ...
Fundstelle: Zeitz 1562 S. 286
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- Belegtext:
in dem stift H. ist es der brauch, dass eine ... frau äbtissin, defecta linea, des mannes heergewede und der frauen gerahde in ihren drei dorfschafften einziehe
Datierung: 1685
Fundstelle: Wigand,Beitr. 175
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- in Google Books
Wort danach: Heergewätekurmiete
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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