Wort davor: handschriftlich
Handschuh
sprachliche Erläuterung:
ahd. hantscuoh,hantiscuoh; afries. handschoch (hondskoch); mhd. handschuoch, hendsche; mnd. handsche, hansken; mnl. hant scoen (handschoen).
Handschuh (I)
Erklärung:
Kleidungsstück wie neuhochdeutsch.
- Belegtext:
swâ men dinget bî koninges banne, dâ ne sol noch schepen noch richtêre cappen haben ane, noch hût noch hûdelin, noch hüven noch hantschen
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.)LR. III 69 § 1
Textarchiv: SspLR. III 69
- Belegtext:
snêt ik [de schroder] wenne hoyken unt rocke, so stal ik hantzken unt socke
Datierung: 1464
Fundstelle: Schiller-Lübben II 200
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- Belegtext:
so behend er inn das grab kam, dem ertzbischoff den kostlichen ring ab der hand zoch ..., darnach ... die hendschuoch mit allem andern, das er umb und an hett
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: Montanus 162
- Belegtext:
da dann der bau-schreiber ein paar neue handschuch anzohe
Datierung: 1738
Fundstelle: Friedenberg,TractJurPract. I 1 S. 118
- Belegtext:
da leet di koningh Kaerl syn handschoech ontfalla
Fundstelle: Richth. 439
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Handschuh (II)
Erklärung:
Teil der Rüstung.
- Belegtext:
houbit vnde vuoze sin vore bloz [bei den Fechtern] vnde an den henden suolen sie nicht wan dunne hantschuon haben
Datierung: 1261
Fundstelle: BreslUB. 25
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- in Google Books
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
ouch sal ein iclich bürger unde bürgerin dy da bruwen unde schenke ein panczer unde isenhud vnde hantschu habin
Datierung: 1386
Fundstelle: WeimarStB. 272
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- Belegtext:
er he vor sines herrin antwer kome, sol er von ime legin swert unde mezir unde sporn, hanschuwe uzzihen, unde allir hende isere anich si
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: GörlitzLehnR. 136
- Belegtext:
kumpt ok de men vor dem heren met ... wapene joch met eneme brotmesse edder med sporen edder med eneme hude ... edder med hantschen, so vrage he, eft he dar umme icht wedden scole
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: RichtstLehnr. 442
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
ein jeglicher scharwahter ... soll die naht stetes anhaben und tragen ein pantzer, ein kragen, ein iserin houbtgedeckte und zwen iserin hentschuo
Datierung: 1477
Fundstelle: StraßbZftO. 429
- Belegtext:
zum heergewäth gehört ... ein paar handschuhe
Datierung: 1780
Fundstelle: Kamptz,PreußProvR. I 391
Handschuh (III)
Erklärung:
Symbol.
vgl.
Handzeichen (III).
Handschuh (III 1)
Erklärung:
gegeben von seiten des Oberen.
Handschuh (III 1 a)
Erklärung:
vom König.
- Belegtext:
nêmant ne mût nicheynen markit noch munte irhaben âne des richtêres wille, binnen des gerichte iz legit; ouch sol der kuning durch recht sînen hantschû dâ zû senden zû bewîsene, daz iz sîn wille sî
Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.)LR. II 26 § 4
Textarchiv: SspLR. II 26
- Datierung: 1275/76
Fundstelle: Dsp. 132
- Belegtext:
daz man eyn cruze setze uff dem marckte unde do des koningis hantschuch anehenget; daz ist zu vornemen: daz man wichfrede habe, der bestetiget sy mit des koninges volbort
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 224
- Belegtext:
auch gab er den steten wichbilde recht vnd beste[ti]gite in daz mit ... syme rechtin hantschuch
Datierung: 14. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
SspGl.
Fundstelle: WSB. 98 (1881) 63
- Fundstelle: Schwerin,RArchäol. 32
- Fundstelle: Schwerin,RArchäol. 89
- Fundstelle: Schwsp.(R.)LR. Art. 181
Handschuh (III 1 b)
Erklärung:
vom Lehensherrn.
- Belegtext:
af ogh welyc man zynen del landes wolde verkopen, wey dat dan dat land copet unde vercopet, dey zolen beyde komen vor myc; zo wel ich dat lant opnymen van deme eynen unde lenent unde dont deme anderen
myt eyneme hansschen alzo men hoflant plyghet to done
Datierung: 1334
Fundstelle: ClarenbergUB. 7
- Belegtext:
auch wurden mehrere lehen per gantum, guantum, wantum oder wantonem, durch den handschuh ... verliehen
Datierung: 1811
Fundstelle: Weber,Lehnr. III 109
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
Handschuh (III 1 c)
Erklärung:
vom Auftraggeber (zugleich Botenzeichen).
- Belegtext:
nu nim ouch disen hantschuoh und stôz den an dîne hant [sagt der Bote Gottes zu Karl]
Datierung: um 1233?
Fundstelle: Stricker,Karl V. 382
- Belegtext:
den hentschuoch erm aber reichte ... er bôt im ouch sînen stap
Datierung: um 1233?
Fundstelle: Stricker,Karl V. 2039
- Belegtext:
werbet mîne botschaft ... füeret im disen hantschuoch dar
Datierung: um 1233?
Fundstelle: Stricker,Karl V. 8681
- Belegtext:
ihm ward auch gesandt ein letzter hantschuch, dabei er wohl markt, dass die herren am Morgarten verloren hatten
Datierung: 1400
Fundstelle: Justinger 65
Handschuh (III 1 c Spiegelstrich 1)
Erklärung:
als Gabe an den vom Landrichter nicht übernommenen Beschuldigten [hierher?].
- Belegtext:
ob sich aber begab das ein landrichter vermaint, er hiet nicht davon und wolt den [angeblichen Übeltäter] nit annemen, so sol man dem armen man geben zwen hantschuech
und ain swert und in aus der herschaft schaffen, suech in darnach der lantrichter wie er wel
Datierung: 1523
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. IX 860
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Handschuh (III 2)
Erklärung:
gegeben von Untergebenen.
Handschuh (III 2 a)
Erklärung:
bei der Belehnung.
- Belegtext:
ez sulnt ouch sin erben diz selbe guot nach sime tode nuoont mit zwain wissen handschuohen enphahen unde niht anders
Datierung: 1300
Fundstelle: RottweilUB. 23
- Belegtext:
soll ihn pitten, dass er ihme das ampt leyhen und ihn bestätigen wolle, als von alters wegen gewohnheit und recht ist, und soll dem herrn geben zween weisse von schöpsenleder gemachte handschuhe
an einem weissen sommerladen hesseln stabe
Datierung: 1354
Region/Autor/Textsorte:
Wetterau
Fundstelle: GrW. III 411
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- Belegtext:
suellent denne der oder die, die solichiu gut enpfahent, in ze hantlon geben zwen wiss hantschuch oder ain schilling Haller dafür
Datierung: 1392
Fundstelle: EßlingenUB. II 336
- Belegtext:
so hand ... min herren sich bekennt, das der meyer die hentschen zuo der probstye uff den fronaltar legen soelle
Datierung: 1449
Fundstelle: ZürichStB. III 198
- Belegtext:
[der Zentgraf soll] bringen ihme zwey weisser handschuhe mit einem weissen stab, mit demselben stabe soll er ihme leihen das ampt
Datierung: 1461
Fundstelle: v.Amira,Stab 84
- Belegtext:
[bei Lehnserneuerungen in Meßkirch soll man dem Lehnsherrn] ain träger geben sampt zweien creuzkeesen oder ainem paar hendtschuch ohne alles jurament; auch gibt man keine brief darumb
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: Franklin,Zimmern 141
- Belegtext:
dermassen haben die alten fürsten ainen pauern die salenmanisch aigen und lehen auf ein weissen pferd verliehen, dagegen hat im der paur zwen weiß handschuech ab einem weissen
stablein hinaufgereckht, nachmals het derselb paur die lehen edlen und unedlen verlichen, und hat der paur der sallmann geheissen
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: v.Amira,Stab 83
Handschuh (III 2 b)
Erklärung:
als Anerkennung einer Obrigkeit.
- Belegtext:
wär ... daß das jeman in unserm land gotzhusgutt koufti, ... der sölt es empfachn von des vorgenant gotzhus amman, und solt im darumb bieten und gäben zwen wiss hentschen oder achtzehn haller
Datierung: 1449
Fundstelle: Kothing,RQ. 22
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
ein meyer sol den bannwart besteten, wenn er geschwert, als er schweren sol, und sol der bannwart denne dem meyer schenken zween wisse hentschuch
Datierung: 1450
Fundstelle: Burckhardt,Hofr. 68
- Belegtext:
wann ain stifts- oder gotzhausmann auß disen dreizehendhalben gotsheüsern ... ain weibsperson geroubet, so hat er sollen dem herrn, so er si abgeroubet, für den roubschilling drei batzen, ouch ain par
hendschuoch ... darfür geben und zalen, und darmit das wieb hinweg geroubet haben
Datierung: 1560
Region/Autor/Textsorte:
Sankt Gallen
Fundstelle: GrW. V 735
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- Belegtext:
es ist der gebrauch, daß ein mädchen am tage der hochzeit dem gutsherrn von ihrer arbeit ein großes paar wollene, zottecht gefütterte handschuhe ohne finger überreicht
Datierung: 1777
Fundstelle: BaltStud. 7 (1840) [?] 88
- Belegtext:
der soll sein ein echt recht freyscheff ... und sol den glaubensbrief oder abheischung in das gericht bringen und gefeldeden henden, mit einem gronen [cruce], mit zween wessenn handschoen und mit einem kunigesgulden
Fundstelle: Wigand,Denkw. 113
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Handschuh (III 3)
Erklärung:
als Wette (vadia).
Handschuh (III 3 a)
Erklärung:
beim Ehegelöbnis.
- Belegtext:
dâ ein frî Swêbenne êwet ain Swab, der ist ain frî man, dâ mouz er im siben hantscuohe hân, mit ten git er siben wete nach dem swabeschen rehte
Datierung: 12. Jh.
Fundstelle: MSD. 319
- Belegtext:
diu vrowe sande ime twe hanzen unde en vingerin. do de keiser dat clenode in de hant genam, he starf tohant
Datierung: 1251
Fundstelle: SächsWChr. 166
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- digitalisiert im Rahmen des Projekts dMGH
- Fundstelle: Schwerin,RArchäol. 32
- Fundstelle: Schwerin,RArchäol. 175
- Fundstelle: Schwerin,RArchäol. 193
- Fundstelle: Schwineköper,Handschuh 94
Handschuh (III 3 b)
Erklärung:
bei Zweikampf und Fehde.
- Belegtext:
sinen hantschuoh zôch er abe, er bôt in Morolde dar
Datierung: 1210
Fundstelle: GottfrStraßb. V. 6458
- Belegtext:
ic salt u doen lien in een crijt op enen dach, lijf teghen lijf: ende dus coomt ten einde onse kijf. sieh hier, ic biede u den hantscoe! ic wil daer voor sterven of brenghen toe, die recht heeft
Datierung: 13. Jh.
Fundstelle: Reinaert II 6745
- Belegtext:
D.B. ... heeft ... in der camer eenen onsen poorter campwoerden angesproken, ende heeft hem met onstandelike woerden een hantscoe willen bieden
Datierung: 1450
Fundstelle: Fruin,Dordrecht I 294
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- Belegtext:
ist des streytes recht, daz man den veinten send ein knecht in einem rotenvarwen tuoch, mit swert und auch mit hantschuoch, gesprenget ... mit rotem pluot
Datierung: 1450
Fundstelle: Wittenweiler,Ring 201
- Belegtext:
die ghene, di to campe gheladen worde of dien, die hansche gheboeden were daer hi mede to campe gheëyschet worde
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: ZwolleStB. 175
- Belegtext:
dess zu wortzeichen, hab ich yme ainen meiner knecht lassen abgurten sein schwert, den gerechten sporen vnnd den gerechten hendtschuh selbs genomen
Datierung: 1537
Fundstelle: Schertlin(Schönhuth) 17
Handschuh (III 3 c)
Erklärung:
Prozeßpfand.
- Belegtext:
hefft Meves de Slueters und dat schware recht darumme den handschoe gelegget, und will P.T. in nähesten dinge to rechte staen
Datierung: 1502
Fundstelle: Dreyer,Neb. 227
- Belegtext:
es mag auch eines baurn sohn seines vätterlichen erbthail nicht verfechten. begreift ihm der richter, der mag ihm schwert und hantschuech nemmen für sein pfant umb sein wandl
Datierung: 1630
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 23
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
Handschuh (III 4)
Erklärung:
Übertragungssymbol.
- Belegtext:
in sîne genâthe wil ih ergeben, sô waz ih vone ime hân, want ih sîn niemen sô wole gan; then hantscuoh er [der totwunde Roland] abe zôh, ingegen theme himele
er in bôt, den nam der vrônebote von siner hant
Datierung: 1130
Fundstelle: PfaffeKonrad V. 6889
- Belegtext:
[die Überlassung Höriger an ein Gotteshaus geschah] in dem vorgenanden gotzhus vor fron alter, vf denselben altar ich dieselben Adelheit vnd ir kint opfert vnd vfgab mit zweien hentschuhen
Datierung: 1327
Fundstelle: Bluntschli,ZürichRG. I 187
- Belegtext:
vnd satzet vor vens die ... epptizzen vnd conuent in liplich vnd nutzlich gewere des selben winwahs ane geuerde; vnd gab in daz vf mit einem hentschuo, ledeklich vnd frilich mit allem rehte
Datierung: 1336
Fundstelle: MWirzib. IV 7
- Belegtext:
welche zcith ein man gewer abetred vor gerichte unde uflesset unde sich or vorczuhet mit finger unde mit munde, mit hentschu adder mit kogeln adder mit hute, so had her sich gelediget von der gewer des gutes
Datierung: nach 1358
Fundstelle: Rb.n.Dist. I 46 Dist. 5
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
soellent alle soelich koeffe umb bar gelt beschechen und nach der verkundung in acht tagen gelüchen werden oder geloeset; und die, die enpfachent, sol ain yechichs nit mer geben dann ainen schilling
heller oder zwen wyss hentschuoch
Datierung: 1414
Fundstelle: EßlingenUB. II 340 Anm. 7
- Belegtext:
ende dy verandersaetynghe sail oick gescheyn nae gewoenten, als men onse erve in der Dyckt te verandersaeten plege, dat ys te weten myt eynen paer hanssen
Datierung: 1472
Fundstelle: GrafenthalUB. 222
- Belegtext:
es soll auch ein vogt, der das jar vogt gesein est, uff sannct Johanns tag zu sunenwendi zu L. die vogtei einem abbt oder dem, der von seinetwegen da ist, mit zweien weissen handschuchen ufgeben
Datierung: 1560
Fundstelle: Reyscher,Stat. 58
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- Fundstelle: GrRA.4 I 210
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
Handschuh (III 5)
Erklärung:
symbolische Lossagungserklärung.
- Belegtext:
do wart chuenich Adolf erstochen, man en west niht wie, wan er sich selb dritten geleich gewappent het in sin wapenchlait; do wurden zwen weizze hantschuch uf in geworfen; daz
tet, der in hingab. also ward der chuenich verraten
Datierung: 1251
Fundstelle: SächsWChr. 331
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- digitalisiert im Rahmen des Projekts dMGH
- Fundstelle: Schwerin,RArchäol. 95
Handschuh (IV)
Erklärung:
Abgabe.
Handschuh (IV 1)
Erklärung:
Vogtrecht.
- Belegtext:
swenne ein nüwer herre wirt, der sol dem vogt geben ein pferit um 4 mark und einen roten hapch und einen vogelhund und zween wisse hentschuch, und damit sol alles des hofes gut verstüret sin
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: Burckhardt,Hofr. 193
Handschuh (IV 2)
Erklärung:
Zins.
Handschuh (IV 3)
Erklärung:
Anerkennungsgabe für.
Handschuh (IV 3 a)
Erklärung:
Zollfreiheit.
- Belegtext:
dieselben bürger ze Muenchen soellen in unser stat ze Nuerenberg zolfrei sein gelicher wize als unser burger ... daz ze ainen urkuende derselben gnade alleu jar der erste burger von M., der nach sant
Michels tage in unser stat ze N. koemet, ze ainer present geben soelle dem zolner ain pfunt pfeffers und zwen wizze hantschuche und ein wizzes stebelin
Datierung: 1323
Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 108
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- Belegtext:
sullen unser burger ze Awrbach zolfrey sein ze Nuremberg ..., daz si alle iare geben sullen einen weizzen becher mit pfeffer und ain weiz steblein und zween weizze hantschuh, alz die ander stet, die auch frey seint
Datierung: 1368
Fundstelle: Gengler,CIM. 68
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- in Google Books
- Belegtext:
hant die kaufflute, mit namen von Norenberg Babenberg und von Nuwenmarckt off das rathuß bracht, als sie dan jerlich plegen zu dun, mit namen dru phunt peffers und dru par schibbelinger hentsen
Datierung: 1445
Region/Autor/Textsorte:
Mainz
Fundstelle: ZRG.2 Germ. 22 (1901) 356
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
frei sein di von Mospach alles zols zu Nurmberg und solch freihait mussen sie alle jar zu N. lösen solcher gestalt: einer von M. tragt in die wag ein hulczen becher und dorin ein pfundt pfeffers, auch zwen wildt hantschuh
Datierung: 1526
Fundstelle: MosbachStR. 586
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Handschuh (IV 3 b)
Erklärung:
Zunfteintritt.
- Belegtext:
welcher kaltschmid in dieser bruderschafft nicht erblich einkommen ist und sich darein thun will ..., der soll sich ... mit zehen pfund heller darein kaufen, und so er also angenommen wird, soll er schuldig
seyn, dem schultheissen und jedem richter ein paar handschuh zu geben
Datierung: 1554
Fundstelle: Reyscher,Ges. XII 282
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
Handschuh (IV 3 c)
Erklärung:
Pfarrer.
- Belegtext:
dem pastor geben [die Brautleute] ... 1 ß vor eyn phar henschen
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: Koeniger,SendQ. 153
Handschuh (IV 3 d)
Erklärung:
Abdecker.
- Belegtext:
habe er alljährlich zu Michaelis aufs rathaus unentgeltlich 3 gute hundsfelle zu 3 paaren handschuhe zu liefern
Datierung: 18. Jh.
Fundstelle: MittChemnitz 13 (1905) 170
Handschuh (V)
Erklärung:
als Buße.
Handschuh (VI)
Erklärung:
bei Maß- und Wertbestimmung.
- Belegtext:
das kain leutgöb kainen dienunden knecht in seinem leutgöbhauß nicht mer verthain lassen soll, dann waß er ober der gurtel hat, als mantel gugl hauben huet und hentschuech
Datierung: 16. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 565
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
handran, dat is handtroff: de mach syn ein hoth effte hansche effte so vele werdt, alse twe hanschen gelden moegen
Datierung: 1717
Fundstelle: JütLow.3 II 44 § 1
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wir hain gekoren vnd setzen diesen man ... zu einem dingvogt vnsers hoefs ... vnd sullen alsdan mit ime brengen 6 marck in einem buedel oder henschen, vnd die geben des lehenherrn amptman
Region/Autor/Textsorte:
Untermosel
Fundstelle: GrW. II 374
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wie die lengede der straszen ..., wie breid dann dieselbe sein soll, drauf das haus Lauwenstein bot und verbot und auch die bruche von rechtswegen hat? soweit als ein reuter mit einem glevistacken lang
von 16 schuen an beide halbe zur link und rechte seiden, darauf ein gewafnete handschuhe henget, rings umb reichen und strecken kann
Region/Autor/Textsorte:
Niedersachsen
Fundstelle: GrW. IV 648
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Handschuh (VII)
Erklärung:
als Entlohnung.
- Belegtext:
sol man ... darüber brieff nemen vnd von dem mayer von gerichtswegen besigelt werden, vnd sol man im von yedem sigel geben ... zwen wisz hendschen, die man nempt schebling
Datierung: 1473
Region/Autor/Textsorte:
Zürich
Fundstelle: GrW. I 144
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
uff sanct Marcus tag ... uff die zwo process wirt dem schulthessen vom rathe zu jglicher process zwe stobichen weins vnd ein par hentzschen
Datierung: 1483
Fundstelle: ErfurtGO. 353
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- Belegtext:
wan zwey zusamenkomen, das eyn magt ist, die sint einem pherrer schuldig eyn halp punt wachs vor eyn kerz, und eyn phar hantschue oder 6 pennige davor
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Koeniger,SendQ. 162
- Belegtext:
von dem sacrament der hl. ee gebürt dem priester eyn omber, eyn kerze, 1 par hentschen u. das opper
Datierung: 1517
Fundstelle: Koeniger,SendQ. 156 Anm.g
Faksimile der Quellenseite
- Belegtext:
soll vnsers herren von Costanz vogt ... kommen und soll einem vnderuogt zu Baden zuo letzi schenkhen sechs paar sperber handschuoe und auf den pfingstmarkht ein segessen und ein wezstein
Datierung: 1683
Fundstelle: ArgauLsch. V 264
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- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
Handschuh (VIII)
Erklärung:
Amtstracht.
- Belegtext:
dem henker sinen lon gichten oder umb richten, sinen vnd der knechten costen vmb hentschuech, seile vnd vmb allen andren gezuige
Datierung: 1411
Fundstelle: BernStR. I 116
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
dem zuchtiger umb strange und hantschue als er einen geracht hat
Datierung: 1432
Fundstelle: Rau,BeitrFrkf. 32
- Belegtext:
2 (pfund) dem zuchtiger von zwein übeltedigen ... zu richten, desgl. 2 sh. fur zwei par hantschuhe
Datierung: 1432
Fundstelle: Rau,BeitrFrkf. 32
- Belegtext:
ain feldscherig ..., mocht aber so wol gezogen sein, man liess in chömen umb swert und hantschuech und umb ain guete joppen darzue
Datierung: 1455
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. XI 398
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
sin bischoffs stap das wer daz man ym in die recht hant gab für hentzoch und vor vingerlin
Datierung: 1464
Fundstelle: Passional(Büd.) 55
- Belegtext:
[bei den Vorstandswahlen der Rebleutezunft durften die] electoren [daß heißt die wählenden Sechser nur mit dem] handschuh an der hand
[das Auslosen der zu Wählenden vollziehen]
Datierung: 18. Jh.
Fundstelle: Koelner,BaselRebl. 70
- Belegtext:
[die Ratsherren sollen tragen an der Landsgemeinde] mantel, kragen, degen, weisse hentschen und stock
Datierung: 18. Jh.
Fundstelle: SchweizArchVk. 10 (1906) 177
- Fundstelle: Schwerin,RArchäol. 68
- Fundstelle: Schwerin,RArchäol. 174
Handschuh (IX)
Erklärung:
als Strafwerkzeug.
- Belegtext:
welche die leut ... mit gesottenem oehl, feuer ... grausamlich gequälet ..., vor obgemelter räderung die rechte hand mit einem verpichten handschuh ... 12 minuten lang in brand gelassen
Datierung: 1744
Fundstelle: Scotti,Jülich I 389
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- digitalisiert im Rahmen von "miami" (Münster)
Handschuh (X)
Erklärung:
aus Stein gehauen.
vgl.
Wappenhandschuh.
- Belegtext:
[bei Neuenburg war] ein geringer und gleichsam wie ein marckstein, uff wenig schritt vor dem untern thor, an der straßen ..., daran ein handschuh gehauen, [gesetzt]
Datierung: 1624
Fundstelle: ZWürtLG. 8 (1944/48) 360
Wort danach: Handschuhgebühr
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten