Wort davor: Handgesellschaft
Handgetat
Handgetat (I)
Erklärung:
handhafte, frische Tat.
Handgetat (I 1)
- Belegtext:
swer so vber den andern tag seine devbe oder seinen raube bei einem manne vindet, der daz offenbaer geravbet hat, den enmag man dheiner hantgetat schuldigen
Datierung: 1275/76
Fundstelle: Dsp. 145
- Belegtext:
soll des trostungsbrechers zunge, wo einer mit der handgethat wider rechtgebot misshandelt, niemanden mehr schaden noch nutzen sein
Datierung: 1604
Fundstelle: SolothurnStR. 210
Handgetat (I 2)
Erklärung:
insbesondere ergreifen, begreifen auf, mit der Handgetat.
- Belegtext:
ob ein man begriffen wirt an der hant getat den schirmet der heilig tage niht
Datierung: 1275/76
Fundstelle: Dsp. 105
- Belegtext:
swen man mit der hant getat begriffet, den soll man fúr gerihte bringen
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(L.)LR. Art. 100 c
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- Belegtext:
div hant getat daz ist daz swa man einen man mit der hant getat begriffet, oder in der fluht der getat, oder divpheit in siner gewalt begriffen wirt, da in selbe div schulde zvo treit, daz ist daz er selbe verstolen hat
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(L.)LR. Art. 316
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- Belegtext:
swa man einen seckelsnider begrifet an der hantgetat da er phenninge abegesnieten hat
Datierung: 1276
Fundstelle: AugsbStR. Art. 55
Textarchiv: AugsbStR. Art. 55
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
daz in derselbe richter an der hantgetat avf der stat vienge
Datierung: 1304
Fundstelle: LandauIsarStR. 227
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- Belegtext:
ob er in dem werich der hand getat oder daz er mit der hant volpracht hat, wegriffen wiert
Datierung: 1397
Fundstelle: OÖUB. II 542
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
sogetan laeut werdent oft gevangen, daz man si an der hantgetat niht begreiffet und daz man uf si niht ze schieben hat
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 283
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- Belegtext:
wolt man den dieb mit der hantgethatt begreifen, so sollen zween hausgesessen die hanthaft schätzen mit ihren trewn
Datierung: 17. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 309
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
das ainer ainen ze frischer getät und an der hantgetät ergriffi
Fundstelle: SGallenRatsSatzg. 103
Handgetat (I 2 Spiegelstrich 1)
- Belegtext:
vindet man dieberei oder raubiges gut in eines mannes gewalt, den man ee mit kainer handgetat gezigen hat
Datierung: 14. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Schwsp. Var.
Fundstelle: WSB. 75 (1873) 117
Handgetat (II)
Erklärung:
Mitwirkung, Hilfe.
- Belegtext:
ein guot verkoufen mit gunst und hantgetat des herren
Datierung: 1304
Fundstelle: Lexer I 1174
- Belegtext:
dat, om dijer servituten ende dyes rechts te gebruycken, men niet en behoeft te hebben ennich werck oft hantgedade van iemenden
Fundstelle: Stallaert I 558
Wort danach: Handgetreue
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten