Wort davor: groscheln
Groschen
sprachliche Erläuterung:
aus lateinisch grossus, italienisch grosso, französisch gros, spätmittelhochdeutsch gros(se), niederdeutsch grot, friesisch grata, englisch groat, tschechisch gros«, sorbisch kros«, kros«ik Bielfeldt,OSorbisch 173. Nebenform grosch, gros, groisse, grosgen, kroschen, krossen, krosghen (Germania 35, 142), grozz, groske, krasgen, grass, groite, groussen, crosschen, grus.
Groschen (I)
Erklärung:
Münze, 1266 erstmals in Tours (grossus Turonensis), 1300 in Böhmen nach französischem und venezianischem Muster geprägt.
Sachhinweis:
"30 böhm. Gr. = 70 Kreuzer = 1 Taler" A. Salz, Geschichte der böhm. Industrie (1913) 509 ff.
Groschen (I 1)
Groschen (I 1 a)
Erklärung:
allgemein.
- Belegtext:
ein hof datz Soler: ... 1 mutte habern, 2 pfunt und 4 groze ...
Datierung: 1288
Fundstelle: UrbMeinh. 96
- Belegtext:
tres s. de denariis; qui dicuntur grus
Datierung: 1305
Fundstelle: SPantaleonUrb. 220
- Belegtext:
umb 33 march und 21 grozz und vir haller der egenanten muncz
Datierung: 1358
Fundstelle: FRAustr. 27 S. 129
- Belegtext:
sullen von einer marg pragischiz gewichtes 71 grosen in sulchir lote unde gute odir bezzir sroten, slahen und munczen, alz Hannus munczmeister hat geslagen
Datierung: 1364
Fundstelle: FreibergUB. II 22
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
seinem kapplan ... hab ich geben xxx grass
Datierung: 1432
Fundstelle: GöttweigUB. II 241
- Belegtext:
welich broit czu kleine ist [beim Wiegen], das sal man nemen und czwene groise davon
Datierung: 1444
Fundstelle: MainzKämmW. 38
- Belegtext:
uf die absolucion uber dz salve regina xxx grossen
Datierung: 1445
Fundstelle: BernStR. I 198
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
ist er den herren von den statsigel ainen grosen pflichtig in die puxen
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: MHungJurHist. IV 2 S. 21
Groschen (I 1 b)
Erklärung:
mit Wertverhältnis.
- Belegtext:
ein cleine müncze in pfennyngen und in hallern, der an pfennyngen 18 und in hallern 36 für eynen groschen gen mögen
Datierung: 1420
Fundstelle: EgerPriv. 22
- Belegtext:
der groschen oder schillinger gingen 74 uf ain geschickte mark, galten 20 ain gulden und ainer 6 (pfennig); heut zu tag gälte derselben schillinger ainer ain strazburgischen blapart, das ist trei etschkreuzer
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: ArchUFrk. 22 (1874) 49
- Belegtext:
"1 Reichstaler = 24 Groschen = 48 Schilling"
Fundstelle: Bosse,Stargard 90
Groschen (I 1 c)
- Belegtext:
für empfängniß des lehns muß der muther geben einen ... groschen, das wird dann genannt der muthgroschen
Datierung: 1594
Region/Autor/Textsorte:
Elbingerode BO.
Fundstelle: ZBergr. 12 (1871) 54
- Belegtext:
"unter einem Groschen verstand man in der Zips ehedem den halben Groschen oder Poltraken"
Fundstelle: Schröer,UngWB. I 266
Groschen (I 2)
Erklärung:
mit Adjektiv.
Groschen (I 3)
Erklärung:
nach dem Prägungsort.
- Belegtext:
triginta sex grossis turonensibus pro qualibet marca computatis
Datierung: 1310
Fundstelle: Böhmer-Ficker 428
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
daz sie ... schullen alle wochen zcwelf pregische kroschin odir schillinge pfenninge friberschir, die in unser muncze zu Friberg gen, nemin von unseme zcolle
Datierung: 1334
Fundstelle: FreibergUB. I 63
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
daz wir virkaufft ... unser stucke landes ... umme ... zwenzeg gulden ye zwelff grosser Gyeßer werunge
Datierung: 1379
Fundstelle: DOrdHessenUB. III nr. 1166
- Belegtext:
een olt flemesch grote, dat een kort grote gheheten is, sal ghelden 1 sc. ende x guede korte grote sal wesen een Groninger schilt
ende een loet silver sal wesen tien korte grote
Datierung: 1394
Fundstelle: GroningenUB. II 166
- Belegtext:
ein lamespuch ... do sibin Myssener kraszen wert sy
Datierung: 1406
Fundstelle: HennebUB. IV 108
- Belegtext:
es ist zu wizzen ..., daz Polanier grozz gent auff dy untz xxvi Polainer, ains minner oder mer
Datierung: 1409
Fundstelle: Brandis,Tirol 304
- Belegtext:
quod grossus alemanus valet quinque quaternos
Datierung: 1428
Fundstelle: DiplPortusn. 201
- Belegtext:
Stroszburger grossen, metzplanken, plopphart und Strossburger pfenninge
Datierung: 1437
Fundstelle: StraßbMünzg. 200
- Belegtext:
komen zcwene geste von Erffurd gein Friberg mit bemischen, rözelechten und alden Sangerhusen groschen
Datierung: 1447
Fundstelle: FreibergUB. II 106 Anm.
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
vivendertich rynsgulden, tstuck van 40 groten vlems
Datierung: 1481
Fundstelle: BredaRbr. 74
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- Belegtext:
90 Arnsegulden, teyn Emeder groten voer den gulden tho tellene
Datierung: 1488
Fundstelle: OstfriesUB. II 267
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
cum ... duobus grossis tridentinis
Datierung: 1493
Fundstelle: TirolInv. 317
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- digitalisiert im Rahmen von "austrian literature online (ALO)"
- Belegtext:
en sal hy nyet meer hebben dan en grooten brabantsch
Datierung: 1508
Fundstelle: BredaRbr. 79
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- Belegtext:
in magdeburgischen groschen, in märkischen groschen, in kleinen matten groschen
Datierung: 1516
Fundstelle: MagdebGBl. 48 (1913) 71
- Belegtext:
einen alten lutzemburgischen groschen, deren 32 einen goldgulden ... tun
Datierung: 1563
Fundstelle: TrierWQ. 503
- Belegtext:
1 schelling brabandsch is 12 grooten of penningen brabandsch, of 4 stuyvers
Datierung: 17. Jh.
Fundstelle: CoutBruxelles 445
Volltext
- digitalisiert im Rahmen von "Recht uit de Lage Landen"
- Belegtext:
achtundsta hal pund, thet is achtundsta hal Sneze grata [von Sneek]
Fundstelle: Richthofen,WB. 782
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- in Google Books
Groschen (I 4)
Erklärung:
nach dem Münzbild.
Groschen (I 5)
Erklärung:
mit Mengebezeichnung.
Groschen (II)
Erklärung:
Geld allgemein.
- Belegtext:
he ... sloz uf sinen kastin und wart daz gelt an tastin, daz he dar inne hette und schut iz uf daz bette; und do di groschin klungin, daz irsogin di jungin
Datierung: 1355
Fundstelle: SchachbHecht 341
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- digitalisiert im Rahmen von "DigiZeitschriften"
- Belegtext:
ich köndte viel schöner groschen ... erwehnen
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: Mathesius II 186
Wort danach: Groschenalberts
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten