Wort davor: Graben
graben
vgl.
greften.
graben (I)
Erklärung:
wie neuhochdeutsch.
graben (I 1)
Erklärung:
Naturschätze gewinnen.
graben (I 2)
Erklärung:
beim Ackerbau.
- Belegtext:
der eynen hoerling zu nahe irret [pflügt] oder griebt, vermacht auch ein halben gulden zur boeßen
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: LuxembW. 443
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graben (I 3)
Erklärung:
am Stadtgraben und ähnlichem arbeiten als Bürgerpflicht oder Ablösung dafür zahlen.
- Belegtext:
das die vicarier noch pfaffheit ... keinen unpfefflichen dinst der statt ... nicht thon sollent, es sei mit graben, wachen, reißen
Datierung: 1335
Fundstelle: MosbachStR. 545
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- Belegtext:
dat wy van der städ weghene willen ... bekosteghen unde holen myt slachten, myt graven, mit borgherwerken unde mit anderen stucken
Datierung: 1399
Fundstelle: BremUB. IV 302
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- digitalisiert von der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen
- Belegtext:
dat sy vry soilen syn van sanden, dycken, dammen, graven en waken
Datierung: 1444
Fundstelle: NrhAnn. 75 (1903) 55
- Belegtext:
schal de sulve sitten frye wachte, knickendes, gravendes
Datierung: 1459
Fundstelle: DuderstadtUB. 251
- Belegtext:
wer ain hus hie miet und bestellt, da sont von dem selben hus der stat ir dienst mit wachint und grabint von gevallen alz von andren hüsern
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: IsnyStR. 148
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- Belegtext:
lave ick ... dusse ... gudere to bewarende, to gravende, dammende, to schattinge unde to allen noden
Datierung: 1518
Fundstelle: NeuenwaldeUB. 249
graben (II)
Erklärung:
begraben, das Grab (I) graben.
- Belegtext:
die jüngsten sollen [das Gewinnbier] auftragen, die zechkerzen zünden, den verstorbenen aus der zeche graben
Datierung: 1531
Region/Autor/Textsorte:
Leobschütz
Fundstelle: ZKulturgÖSchles. 2 (1906/7) 31
graben (III)
Erklärung:
lebendig begraben (I 1).
- Belegtext:
stelen frouwen, di gravet man
Datierung: 1350
Fundstelle: BerlinStB. 152
- Belegtext:
da woerden die zwene jueden gehancgen ind die juedinne solde man da graven
Datierung: 1377
Fundstelle: KölnChr. II 27
graben (IV)
Erklärung:
übertragen: forschen.
- Belegtext:
ob der richter merckte, das ein gezeuge stammelnde seine aussage angebe, sol er ... fleissig darauf mercken vnd darnach graben, ob der gezeuge falsch oder gerecht sey
Datierung: 1561
Fundstelle: Rotschitz 49
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Wort danach: Grabenamt
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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