Wort davor: gnadhaft
gnädig
Erklärung:
freundlich, milde.
gnädig (I)
gnädig (I 1)
Erklärung:
meist als Eigenschaft eines Höhergestellten, teilweise titelähnlich.
gnädig (I 1 Spiegelstrich 1)
Erklärung:
besonderer Sprachgebrauch.
- Belegtext:
kan er in den tween dagen sik entschuldigen oder eenen gnedigen heeren maken, so gaet der gevangen daraff vry
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: Steinen,WestfGesch. I 1567
gnädig (I 2)
gnädig (I 3)
Erklärung:
gering; gütlich.
- Belegtext:
hie sal daraff nemen eenen gnedigen penning na uitwysinge der laten
Datierung: 1410
Fundstelle: NrhAnn. 92 (1912) 115
- Belegtext:
wer der ist der ainen stain aufzukt und will sich seines leibs notturft redten, dem ist es gnädig; zukt er aber ain stain in fräfl, so ist er zu wandel 72 (pfennig)
Datierung: 15. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. XI 60
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
dat in der ackenfart B.B. vnd J.Q. etliche schape geslachtet; hebben sulichs aff dregen moten mit einem gnedigenn brocke, als mit namen ein jeder mit dren marcken
Datierung: 1500
Fundstelle: Fahne,Dortm. III 226
- Belegtext:
das einem jeden prelaten das klein oder genedig wandel volgen und zuesteen mög
Datierung: 1530
Fundstelle: HohenburgMarktR. 30
gnädig (I 4)
vgl.
genötig (I).
- Belegtext:
wo ain gross genetigs [außerordentliches?] recht ist und so darumb ain process aufgemacht ist, dan das gericht soll denselben process ainen waisen man in rechten geben zu beschauen
Datierung: um 1500
Fundstelle: GörzSt. 96
gnädig (II)
gnädig (II 1)
Erklärung:
gnädiger sein günstiger sein.
- Belegtext:
ab er [der Richter] eynem teyle genediger were, denne dem andern
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 260
- Belegtext:
wenne das recht ist gnediger dem antwerter zu siner antwert unde zu losen, denne dem clegere
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 345
- Belegtext:
ob der vogt synem theil nit milt syn wolt, so soll doch ein herr der thumprobst umb syne zween theil gnediger syn
Datierung: 1403
Fundstelle: Schauberg,Z. 2 (1847) 70
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
ist, daß ein genosser der gütter koufft, so soll ein herr desto gnediger sin an dem dritten pfening
Region/Autor/Textsorte:
Zürich
Fundstelle: GrW. I 25
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
gnädig (II 2)
Erklärung:
gnädigst.
- Belegtext:
zu des gottshaus nutz und dienst und ihrer maj. zu gnedigsten gefallen
Datierung: 1555
Region/Autor/Textsorte:
Offenburg
Fundstelle: FreibDiözArch. 16 (1883) 209
- Belegtext:
ward die Reychow uff der kay. und kn. mt. gnedigister vergunstungen dem bistumb Costanz incorporiert
Datierung: vor 1575
Fundstelle: FreibDiözArch. 8 (1874) 89
- Belegtext:
auff meines gnedigsten fürsten schreiben
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: EndingerJudensp. 72
gnädig (III)
Erklärung:
adv.
- Belegtext:
heft em de keiser gnedighen ghegheven
Datierung: 1500
Fundstelle: Mensing
- Belegtext:
ine deß rechten genedigist zu erlassen und dise stugkh aus gnaden zu verleihen
Datierung: 1561
Fundstelle: EderRel. I 183
- Belegtext:
obgeruret lehen gnedigst verlyhen
Datierung: 1566
Fundstelle: FreibDiözArch. 25 (1896) 312
- Belegtext:
gnädigst conferirt
Datierung: 1682
Fundstelle: Engelke,GogerichtDesum 83
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- Belegtext:
J.H. Brüning als unser gnädigst angeordneten richter und gograf
Datierung: 1682
Fundstelle: Engelke,GogerichtDesum 83
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Wort danach: Gnädiger
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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