Wort davor: gewillt
Gewinn
Gewinn (I)
Erklärung:
im Althochdeutschen.
Gewinn (I Spiegelstrich 1)
Erklärung:
Friede.
Gewinn (II)
Gewinn (II 1)
Erklärung:
Gewinn aus Handel und Gewerbe.
- Belegtext:
so war is en wedewere odere en wedewe, de kindere hebbet, volt se ghut an van erue, uan gaue oder uan ghewinne, dat scholen se schichten like mit eren kinderen
Datierung: 1294
Fundstelle: Hach,LübR. 264
Faksimile
- Belegtext:
swer der ist, der vor getraid icht chauffen wil ee er iz ze hant wider verchauffe, wil er iz wider verchauffen, so schol er won vier phenning nemen ze gewinne von dem pechen
Datierung: 1307
Fundstelle: BurghausenStR. 181
Faksimile
- Belegtext:
wir wellen geleich teilen allen den gewin, der von muenzwerch, von den smitten und von wechsel allen sachen wirt gewunnen
Datierung: 1316
Fundstelle: RegensbStat. 99
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
(die abessinne) soll werltlichiu chaufmanschaft und werltlichiu handelung, die nach gwinne zug, ... niht treiben
Datierung: 1324
Fundstelle: MBoica XVIII 109
Faksimile
- in Google Books
- Belegtext:
wer ... salz von hinnin furit vf gewin, der gibt von dem pferde cin halbis scoth
Datierung: 1327
Fundstelle: BreslUB. 113
Faksimile
- in Google Books
- Belegtext:
daz du ... allez daz guot, daz dir zu gesellschaft und ze gewin leit, nach der stat gesetzt versteurt habst
Datierung: 1346
Fundstelle: MünchenStR.(Auer) 179
Faksimile
- Belegtext:
die do wechssel tribent und hant offenlich oder uberlut in iren husern (uf gewin und merschetzen)
Datierung: 1374
Fundstelle: SchlettstStR. 273
Faksimile
- Belegtext:
die do wechssel tribent und hant offenlich oder uberlut in iren husern (uf gewin und merschetzen)
Datierung: 1374
Fundstelle: SchlettstStR. 273
Faksimile
- Belegtext:
wo ein mezger ... ein rind oder schwein kauft ... und ist ein bürger da, der dasselb ... gern hätte ... der soll dem, der es gekauft hat, zu gewinn geben sechs pfenning ... und soll man ihm es lassen
Datierung: 1388
Fundstelle: SchrBodensee 12 (1883) 108
- Belegtext:
der pos lewt auffhielt zu schaden andern durch seins posen gewins willen
Datierung: 1434
Fundstelle: Kaltenbaeck I nr. 18 § 46
- Belegtext:
item an der guss ainem hat der hausgenoss gewin und uberschuss 12 pfund pfennig
Datierung: 1450
Fundstelle: Tomaschek,Wien I nr. 148
- Belegtext:
der wiert mag an yeden stär drey kreitzer zu g ewin nemen aber nicht darüber
Datierung: 1493
Fundstelle: TirolHGO. 152
- Belegtext:
wer uff der tafern hofstatt ... sesshaft ist, der sol haben brot und win feil ... und sol an ieglichem kopff wines nit me gewinnes haben denn ein Züricher pfennig
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: ZürichOffn. I 121
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wieuil gewynn darbey [Salzverkauf] erhallten, khunen wir ... nicht gründtlichen antzaigen noch berichten
Datierung: 1541
Fundstelle: BeitrSteirG. 17 (1880) 85
- Belegtext:
das sie arbeiter und der gmain man mit dem kauf nit beschwert noch über den gesetzten gwin gestaigert werden
Datierung: 1568
Fundstelle: ÖW. X 24
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
waß der hock außmisset mit dem metzen, so sollen sie einen pfenning an einer metzen zu gewin nehmen
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: Wertheim 41
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
Gewinn (II 2)
Erklärung:
in adverbialen Wendungen.
- Belegtext:
von yedem sack mit rocken ... so sy zu irem hußhablichen gebruch und nit uff fürkouff, merschatz oder gewynn kouffen
Datierung: 1290
Fundstelle: RheinfeldenStR. 270
- Belegtext:
swer ze Shaphusen lantwîn uf gewin koufet
Datierung: 1291
Fundstelle: SchaffhRbf. 46
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
hat er 5 pfunt oder ir wert und wil er da mit chauffen oder verchauffen durch gewinnes willen, so sol er gewin und haubtgut verstiwren
Datierung: 1294
Fundstelle: MWittelsb. II 45
- Belegtext:
swer ouch inrent dem vorgeschriben ziln dekein blosses korn uf gewin kouffet hinnan ze dem vorgenanden zile, der git ouch die vorgeseiten buosse
Datierung: 1332
Fundstelle: ZürichStB. I 140
- Belegtext:
wer auf dem marckht khaufft, es sey weib oder man, das burger sind, die es durch gebins willent khauffent, ...
Datierung: 1353
Fundstelle: KitzbühelStR. 72
- Belegtext:
das kein burger keim gast ganz nützit kouffen sol ... vff gewün oder fürkouff ...
Datierung: Ende 15. Jh.
Fundstelle: LuzernStR. 37
- Belegtext:
es soll dasselbig niemant fürkoufen durch gewins willen, also daz es derselbig widerumb wolt verkaufen von teurung wegen
Datierung: 15. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 733
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
von einem jeden ziger, so vv gün koufft oder durch gfürtt wirtt 1 hlr
Datierung: 1603
Fundstelle: MellingenStR. 485
Gewinn (III)
Gewinn (III 1)
Erklärung:
Geldzins.
Gewinn (III 2)
Erklärung:
Ertrag aus sonstigem Gut.
- Belegtext:
ob ain gast ... ainem purger ain guot laet ... davon der nicht purger ist, gewin wil nemen und daz man im arbait als andrer purger guot, daz selb guot, daz dem, der nicht purger
ist, gewinn traet, so sol der purger, der ez arbaitt, verstewren
Datierung: um 1365
Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 408
Faksimile
- Belegtext:
wann jemand einem andern sein gut, kauffmanns-wahren oder geld ohn einigen vortheil oder gewinn zu treuer hand zuschicket
Datierung: 1586
Fundstelle: LübStR. III 3 § 2
Volltext (und Faksimile), Ausgabe von 1586
- in DRQEdit
Gewinn (IV)
Gewinn (IV 1)
Erklärung:
Pacht, Nutzung.
- Belegtext:
das kein burger odder mitwonner niemant aus seinem gewin oder mitjaer nit auswinnen oder auskaufen soll
Datierung: 1430
Fundstelle: Richter,Paderb. I Anh. 125
- Belegtext:
en sall nemant den andern huis, garden noch lant, dat hie in gewinne heft ... onderwinnen
Datierung: 1473
Fundstelle: BeitrEssen 20 (1900) 162
- Belegtext:
Ludolffs frauwe van Oer tho gewinne gehatt dusse ... hoven, und darvan tor pacht ... 2 molt gersten und 1 swyn
Datierung: 1487/98
Fundstelle: CTradWestf. I 167
- Belegtext:
alle ... die stadtzland in gewynne hebben, noch sollen und moigen datselvige underbeholden viff jar lanck
Datierung: 1538
Fundstelle: HammStR. 75
Faksimile
- Belegtext:
die von Minden ungestrafft hingehen lassen, dass ihre burgere, so vom thumb-capittul ... lenderei ... in schlechten gewin und meierstaedt haben ... dieselben ohne der hern willen ... verkauffen
Datierung: 1572
Fundstelle: Culemann,MindenLV. 118
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen von "miami" (Münster)
- Belegtext:
dass niemand unserer bürgere ... dem anderen an seinem gewinn, heur, zeiten oder jahrmalen ... einige eintrag ... zufügen solle
Datierung: 1592
Fundstelle: MünsterPolO. 26
- Belegtext:
Schulten Henrich beym Lechtenberg hat Dappershaus in gewin
Datierung: 1680
Fundstelle: CTradWestf. VI 56
- Belegtext:
guter, so si von dem erbherren nach eigendommes rechte in pfechtunk und gewin haben
Fundstelle: GrW. III 128
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
Gewinn (IV 2)
Erklärung:
Pachtabgabe, insbesondere bei Übertragung von Erbpachtgütern.
- Belegtext:
alios 30 solidos predicte monete de acquisitione vel receptione dicte curtis ratione iuris, quod teutonice dicitur gewin
Datierung: 1259
Fundstelle: Sloet,OorkB. II 804
- Belegtext:
voert vrachden onse vrouwe ... den laeten ... wat haer ... recht weer van der doder ant als van gewyn? dest antworden sy ... wanneer eyn erfthyns of erfpacht des guetz van Bymmen
verstorven iss, soe sullent dye naeste erfgenaemen weder wynnen myt vollen pachtthynss end myt vollen erfpacht
Datierung: 1368
Fundstelle: GrafenthalUB. 171
- Belegtext:
soe wie een verwijnn op ennijch goet verkregen off gedaen hefft ende dieselve dan tselve den tijnsheren biedet, dat men alzdan den tijnsheren gheen gewijn dairaff schuldich sijn sall
Datierung: 1531
Fundstelle: NijmegenStR. 248
Faksimile
- Belegtext:
dass ... etliche behandsgutere sich befinden, daran altem brauch nach schuldig, den erben das gewinn zu gestatten ... jedoch dahe die behandung an denen guteren gar ausgestorben,
als dan nach getrage des guts ... wird der gewinnspfennig gesetzt
Datierung: 1602
Fundstelle: Rive,Bauerng. 424
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
was obgemelte gütere ... an gewinn, versterf, auf- und niederfall, dienste, schweine, hüner, gensen und dergleichen mehr zu thun schuldig
Datierung: 1605
Fundstelle: Steinen,WestfGesch. III 592
- Belegtext:
damit ihro hochfürstlichen gnaden die fructus servitutis, ihre pfachte, versterb, gewein und freikäufe ... besser geniessen mögen
Datierung: 1666
Fundstelle: Behnes,BeitrMünster 736
- Belegtext:
sollen alle hofhörigen ihr gebüerliches gewinn thun und ohne belieben des hofherrn auf ihre erben oder kott ... nicht heiraten
Datierung: 1724
Fundstelle: Sommer,Handb. I 2 S. 247
Gewinn (V)
Erklärung:
Errungenschaft.
- Belegtext:
sij (man ende wijff) en sellen geen ... aenval off samende gewijn aen malc anders hant mogen verbinden ... sij en sellen dairoff betalen alle sculden
Datierung: 1456
Fundstelle: UtrechtRBr. II 256
Faksimile
- Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Gierke,BadStR. 134
Faksimile
Gewinn (VI)
Erklärung:
durch Gewalt erlangter oder erstrebter Besitz.
Gewinn (VI 1)
Erklärung:
Raub.
- Belegtext:
welcher einen auff freyer strassen oder anderwärts ... vorwartet oder unter dem schein der freundtschafft denselben gewinß halber angreifft, beraubt und ... umb das leben bringt,
soll mit schärpferer straff als ein gemainer todtschläger belegt werden
Fundstelle: NÖLGO. 1656(CAustr.) II 71
- Belegtext:
welcher einen auff freyer strassen ... gewinns halber angreifft, beraubt und zugleich um das leben bringt, ... der ist ein fuersaetzlicher moerder und strassenrauber
Datierung: 1707
Fundstelle: SudetenHGO. Art. 19 § 15
Faksimile
- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
Gewinn (VI 2)
Erklärung:
Kriegsbeute; Kriegsgewinn.
- Belegtext:
wanner wi ok de vurscreven unse borchmans bidden laten, na uns te ridene ... unse landt to beschuddene, worden se dan dar over nedergetogen eder perde unde harnsch verloeren, des willen wi ere hovetheren
wesen; wunnen se ok dar over, dat gewin salde unse sin sunder ere inseggen
Datierung: 1461
Fundstelle: Engelke,GogerichtDesum 46
Faksimile
- Belegtext:
offte dar wes gewunnen worde, so schal dat gewyn vortgan na geborlicheit
Datierung: 1473
Fundstelle: OstfriesUB. II 18
Faksimile
- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
Gewinn (VII)
Erklärung:
Macht, Gewalt über eine Sache.
- Belegtext:
der helle wuohs der ir gewin manchunne al daz vuor dar in
Datierung: 1064
Fundstelle: MSD. 82
- Belegtext:
dat hi met orloghe ende mit sinne Rome brachte te hoghen ghewinne
Datierung: 1308
Fundstelle: MnlWB. II 1912
- Belegtext:
ein polensch rittir hatte e ... im gelobt an sine hant er wolde die stat gewisse im mit vorretnisse antwortin zu gewinne
Datierung: um 1340
Fundstelle: Nikol. v. Jeroschin v. 14919
- Belegtext:
weet so vaste kiste, weet icker enich goet in, in brinct wel in mijn ghewin
Fundstelle: MnlWB. II 1912
- Belegtext:
dus quam die stat in onse ghewin
Fundstelle: MnlWB. II 1913
Gewinn (VIII)
sprachliche Erläuterung:
Sieg im Prozeß.
- Belegtext:
wanne dat ordel zo Gulghe gehoilt sal werden, sal ieder pairtie innelegen drie goltgulden maicht 6 goltgulden, ind we des ordels baeven lit ... aeder gewin erlancgt, deme sal dat wiedderdeil sin bygelaicht gelt wiedder geven
Datierung: 1516
Region/Autor/Textsorte:
Montjoie
Fundstelle: NrhAnn. 6 (1859) 28
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
Gewinn (VIII Spiegelstrich 1)
- Belegtext:
oft dat kindt den vader met getuigen sal gewin draghen? het is gewesen, dat geen kindt synen vader ofte moeder en sal mogen gewin dragen in gereede goeden noch in eeniger erftalen in geender manieren
Fundstelle: Stallaert I 515
Gewinn (IX)
Erklärung:
zu Gewinn und Verlust.
vgl.
Gewinn (XI 1).
Gewinn (IX 1)
Erklärung:
auf das Risiko von Gewinn und Verlust von Besitztümern.
vgl.
Gewinn (II),
Gewinn (III).
- Belegtext:
wer do sad uf dem velde kouft, der sal si koifin uf gewin und vorlust
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: EisenachRb. 741
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
hette er [der Vormund] des mundelin guter mit sines selbist geldis uff ebenteuer unde uff gewyn unde uff vorlust gebuet
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 304
- Belegtext:
drei man habin geselschaft mit enandir gehabt in koufmanschaz uf gewin und vorlust
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: Loersch-Schröder 187
- Belegtext:
ob ain gebaur seze auf ainem gut, daz in ain ampt gehört, daz ain burger in hat ze gewinne und ze verlüste
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: NürnbPolO. 19
Faksimile
- Belegtext:
was aber iemand hie zuo Ulme frömder lute guot innhät ... das hie zuo gewinn und verlust gät, der sol das den stueren uff den aide, den er an der stuere schweren wirt, offen
Datierung: 1413
Fundstelle: WürtVjh.2 7 (1898) 23
- Belegtext:
wir sullen Brux und Resenborg mit eynander innehabin und bestellen zcu gewynne und verlust
Datierung: 1435
Fundstelle: BrüxStB. 108
- Belegtext:
daz ich ... enpfangen hab von dem W.R. zu Nurnberg 200 reynisch gulden, die sol ich ihm anlegen zu gwin und verlust auf sein wagnus
Datierung: 1444
Fundstelle: Ruland,Handlungsb. 16
- Belegtext:
wie sie ouch solich gut verseczt ... mit recht oder ane recht, ze gewynne und ze verluste
Datierung: 1452
Fundstelle: FreiburgHlGeistUrk. II 193
- Belegtext:
die vader des samenden guets in notte ind gebruke to gewin ind to verlies sonder enich onderscheit gesteten hed
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Loersch-Schröder 234
- Belegtext:
dargegen aber die kremer und gewerbsleut anzeigent, ir händel werent freye gewerb, die man nit mit der hand sonder in frambden landen zu gewin und verlust trib
Datierung: 1541
Fundstelle: FreiburgZftO. 42
- Belegtext:
welcher dan in acht tage zu ihme kombt und legt sein geldt zu ihme auf gewin oder verlust zue wagen
Datierung: 1544
Fundstelle: FreiburgBallierer 107
- Belegtext:
da ihrer zwey oder mehr sich vereinbahren ... ihr gut, gelt, wahren oder auch ihre müh und arbeit zusammenzuschiessen auff gemienen ghwinn und verlust
Datierung: 1709
Fundstelle: Mutach 105
Faksimile
- Belegtext:
soll sich keiner unterstehen überschickte ... waaren in seinem nahmen abzuschiffen ... er habe sie dann ehrlicher ... weise auf sein ebentheuer gewinn und verlust an sich gebracht
Datierung: 1715
Fundstelle: CCPrut. II 332
Gewinn (IX 1 Spiegelstrich 1)
- Belegtext:
alle aenval, dat man ende wijf anvalt, diewile dat sy beide in levenden live sijn ende in meenen boedel zitten te ghewinne ende te verliese
Datierung: 1405
Fundstelle: UtrechtRBr. II 117
Faksimile
- Belegtext:
wan sich ein kind schied von vater und muotter und demnach widerumb zusammen kommend in ein haushab und unverschiedenlich zu gewin und verlust mit einander haushand
Datierung: 1579
Fundstelle: GraubdnRQ. III 310
Gewinn (IX 2)
Erklärung:
im Prozeß.
vgl.
Gewinn (VIII).
Gewinn (IX 2 a)
Erklärung:
zur Entscheidung.
- Belegtext:
mugent sie aber nit verslichtet werden also, so geben wir in den herzogen Conraden von Tecke zi eimi obmanne und swas der denne nah ir beider rede sprihhet uf sinen eit, ietwederm zuo gewinne
oder zuo verluste, das sol si begnuogen
Datierung: 1288
Fundstelle: WirtUB. IX 204
- Belegtext:
das her Peter ... die sache umbe ... Senftlins ... guot ... vor dem rate von der minren Basil ze gewinne un ze verluste gesetzet hatte
Datierung: 1298
Fundstelle: BaselUB. III nr. 405
- Datierung: 1298
Fundstelle: Urkundio I 41
Faksimile
- Belegtext:
daz si ... vor dem probst ... bei den stiftärn und bi den havsgnozzen das reht nemmen ... solten gen an ander ze gewinne vnd ze fl'uste
Datierung: 1306
Fundstelle: Indersdorf I 50 (nr. 105)
Faksimile
- Belegtext:
wer ain vrtail gedingt, all die weil sich dy vrtail nicht vergangen hat zu verlust oder zu gewin
Datierung: 1350
Fundstelle: SteirLl. Art. 30
- Belegtext:
do beschyt man yn peyderseyt eynen tag auf der munche gut in ir gerichte czu gewyn vnd czu vorlust
Datierung: vor 1368
Fundstelle: IglauOberhof 145
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
ist ez aber umb erbe oder umb aigen, dem selben sol man richten, alz sich die richter danne erkennen zuo gewin und ze verlust
Datierung: 1404
Fundstelle: Wimpfen 89
Faksimile
- Belegtext:
darumb ist der gast uf gewyne und verluste gegen dem antworter in recht nach den hawptsachen zu suchen dem vom gastrechten schuldig
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: BayreuthStB.1 337
- Belegtext:
wo eyn bergmeister ader bergrychter luten bescheydit uff eynen endehafften tag zcu gewynne unde zcu vorlust unde sy komen beydersyt dahin
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: FreibergUB. II 286
Faksimile
- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
khain handlung des gerichts ist den partheien höher dann die weisung, dieweil die ganz sach zu gwin und verlust daran hanget
Datierung: 1528
Fundstelle: ZeigerLRb. 175
- Belegtext:
chumpt aber der antwurter für des selben tags und geit dem richter sein wandel oder chumpt sunst zu seinen hulden, so muez der chlager sein antwurt nemen und hören des tages auf fluest oder auf gwin
Fundstelle: WienStRb. Art. 4 (S. 48)
Faksimile
Gewinn (IX 2 b)
Erklärung:
als Bevollmächtigungsformel.
- Belegtext:
so mag de gast sein recht wol einem andern enphelhen vor gericht in allem dem recht, sam ob er selb da waer ze gewinn und ze flust
Datierung: 1328
Fundstelle: Ruprecht(Kn.) 105
- Belegtext:
ist die vrtail ienem gevallen, der ir gedingt hat, oder ist sy verlorn, des ist er vnentgolten, der dy vrtail enem für hat getragen, wiewol der prüef sagt, er ste zu uerlust vnd zu gewin
Datierung: 1350
Fundstelle: SteirLl. Art. 10
- Belegtext:
chlagt mit vorsprechen an derselben seiner herren stat, die imchlag heten aufgeben ze vlust und ze gewin
Datierung: 1362
Fundstelle: Loersch-Schröder 160
- Belegtext:
wer jemans schaffener wil sin, also daz er lute bi uns gesessen von siner herschaft wegen vor unserem geriht beclagen wil ... der sol schaffener sin zuo gewinne und zuo verlust.
und ist, daz in jeman von siner herschaft wegen beclaget, dem sol er antwirten und sol nut die schaffenye ufgeben, so er mit gerihte begriffen wird und was im an wirt gewunnen, daz sol er ufrihten, so
verre siner herschaft guot gereichen mag gelegen in unserm gerihte
Datierung: 1374
Fundstelle: SchlettstStR. 295
Faksimile
- Belegtext:
[daß Johann Billung die Bürger und Hintersassen gegen Klagen vor dem Rottweiler Gericht] verantwurten und versprechen sol ze gewin und ze verlust
Datierung: 1385
Fundstelle: EßlingenUB. II 251
- Belegtext:
und sal vor dy gemeynde der buger antwortten, uff gewyn unde uff vorlust, der sachen, do man sy umb beschuldiget
Datierung: um 1400
Fundstelle: MagdebFr. I 1, 22
Faksimile
- Belegtext:
wer ouch furgeladt wirt, wil der sich selb nit verantwurten, der mag sinen vollen gewalt mit sinem offenn besigelten brief geben zu gewin vnd zu verlust ainem der in verantwurte
Datierung: um 1430
Fundstelle: RottweilHGO.(Irtenkauf) II 12
- Datierung: 1453
Fundstelle: AktStPr. IV 66
DjVu-Faksimile
- digitalisiert von "Kujawsko-Pomorska Digitale Bibliothek"
- Belegtext:
darzu dasselb closter ... in unserm und desselben closters costen getruwlich in und ußwendig rechtens vergon, verston, verdretten und in der gutte oder rechtlich nit verlossen, zu gewin, zu verlust und allen rechten
Datierung: 1535
Fundstelle: SchlettstStR. 206
Faksimile
- Belegtext:
jeder, der jemans schulde vogt ... werden wil, der sol ... scheffner sein zu gewyn und zu verlust
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: SchlettstStR. 669
Faksimile
- Belegtext:
kan auch der ... beklagte ... einen anwalt, es sey mit der land-tafel oder einem vollmachts-brieff unter seinem oder eines andern insigel, doch auff baiderseits gewin und verlust verordnen
Datierung: 1627
Fundstelle: BöhmLO. F. 36
- Fundstelle: FreibergUB. III 365
Faksimile
- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
Gewinn (IX 2 c)
Erklärung:
im Krieg.
- Belegtext:
oirloefde min heer die hertoge ... te oirlogen ... up tie Oistvriesen ... op sins selfs gewinne ende verlies
Datierung: 1400
Fundstelle: Schwartzenberg I 304
Faksimile
- digitalisiert von der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
want onse ritterschaft uns lant alweige gewoenlich geweist sint, iren heren zu helfen ... desglichs si ons ouch vort doen sullen up onse cost, gewin ind verluist
Datierung: 1423
Fundstelle: JülichLTA. I 158
Gewinn (X)
Erklärung:
Gewinn und Schaden.
- Belegtext:
des todin erbin und ouch sin weip, ab des mannes gut uf se kompt, sullen gleich teil leiden an schadin und an gewin fromen nemen under der geselschaft als der tode salde, ab her lebite
Datierung: 14. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Magdeburg
Fundstelle: Loersch-Schröder 187
- Belegtext:
wer einen kauff thuet ummb farund hab ... mit einem gotes pfennig, der selbig kauff musz stetig seynn zu gewyn unnd zu schaden
Datierung: 1413
Fundstelle: OfenStR. c. 375
- Belegtext:
die ehefrauw soll auch sine liegende und farende gütter ... ausnehmen und haben und von schaden und gewünn den dritten teil haben
Datierung: 1614
Fundstelle: GraubdnRQ. V 252
Gewinn (XI)
Erklärung:
Gewinn und Gewerbe.
Gewinn (XI 1)
Erklärung:
wie Gewinn (IX) und Verlust.
- Belegtext:
wo geschwüster ... mit einandern theilen, welche dann zusamen nemen ihren theil ... desgleichen gewün und gwerb, so haben die, so von denen also getheilt haben, nichts zu schaffen mit denen, so zusammen genommen haben
Datierung: 1602
Fundstelle: Wasserschleben,Erbenf. 289
- Belegtext:
jemand der obgedachten castlaneien hinder einer andern derselben gantze bergen und weiden ... oder von und an denselben einiche gnoßsame auf gwinn und gwerb ... hat
Datierung: 1623
Fundstelle: Sanen 124
Gewinn (XI 2)
Erklärung:
Erwerbsberuf.
- Belegtext:
wo ein frow mit irem eman zuo gwyn und gwerb statt, daz sy soelle gelten, sy widerrueffe dann das
Datierung: 1488
Fundstelle: ZürichStB. III 236
- Belegtext:
diße nachvolgende ordnung der mülleren halb, so zuo Ahrburg sitzend vnd daselbs gwihn vnd gwern habind
Datierung: 1534
Fundstelle: ArgauLsch. I 82
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
sollte ein meister, so das handtwerk alhie zunftig gelehrnet, da selb handtwerk verlassen, ander gewinn und gewerb anfangen ... so soll demselben hinfürter nit mehr gestattet werden, dasselbig handtwerk zu gebrauchen
Datierung: 1706
Fundstelle: NrhAnn. 25 (1873) 127
- Belegtext:
sollen auch alle auss der statt auf ... gwinn und gwerb führende oder tragende waaren ... verzeichnet ... werden
Datierung: 1713
Fundstelle: BernMand. XII 18
- Belegtext:
wein und früchten ... und nicht zum verkauff oder gewinn und werb erkaufft
Datierung: 1713
Fundstelle: TrierLR. VII § 2
Faksimile
Gewinn (XII)
Erklärung:
Gewinn und Gwerf.
vgl.
Gewerf (II 2).
- Belegtext:
proles aut proximior heres ...a dominis nostris ... ille bona ... acceptabit sive acceptabunt in feudum salvis gratia et iuribus ipsorum dominorum adipiscendi et nanciscendi, quod vulgariter nuncupatur
gewin und gewerf de ipsis bonis hereditariis dandis et solvendi
Datierung: 1388
Fundstelle: GrW. V 334
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
heef ons landshere gewyst voir recht, dat men die vrouwenpersoen in den gewyn ende gewerff van den lande vurscreven halden sall
Datierung: nach 1424
Fundstelle: CleveLibSent. 11
- Belegtext:
dat uns syns gotzhuysses verwantten zubehörige luyde, de genant syn de angehörige Werdensche ... van yre selfs gewyn und gewerff ... etlige stuyre und bedege't gegeven haven
Datierung: 1515
Fundstelle: Sommer,Handb. I 2 S. 235
- Belegtext:
das ein jegliches lehen furschreven bezalt obg. kirchen gewin und gewerb also vil, wie sich die jarlige pachte des lehens zudraget und solches durch den nachfolgenden erben
Fundstelle: RhW. II 1 S. 90
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
Wort danach: Gewinnbier
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten