Wort davor: gewahr
Gewähr, Gewere
sprachliche Erläuterung:
gewer(e), geweir, gewar, gewähr(e), gewehr(e), g(e)wöhr, gewir und anderes; entlehnt in tschechisch gvar, gver, polnisch gwar. Verschiedene gleich und ähnlich lautende Wortstämme haben sich wechselseitig beeinflußt; ein Auseinanderhalten ist ohne Willkür und Gewalt nicht möglich. Vergleiche die Vorbemerkung in DWB. IV 1, 3 Sp. 4818; Schmeller2 II 971; Siebs, Zur sprachlichen Erklärung der Gewere/Gierke, U. 118 (1913) 100ff. Selbst die Bedeutung "Besitz" (gewere) und "Gewährschaft" kreuzen sich. Das gilt ebenso für die Zusammensetzungen.
Gewähr (I)
Erklärung:
Besitzeinweisung, Investitur in liegendes Gut.
- Belegtext:
investitura giuera
Fundstelle: AhdGl. III 647
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
qui curtem C. et familiam 5 libras solventem, quod fuit Ellonis beneficium, ad gewere tradidit
Datierung: 1051
Fundstelle: Lacomblet,UB. I 118
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- digitalisiert im Rahmen von "miami" (Münster)
- Belegtext:
mansum unum pro signo investiture, que vulgo gwere dicitur, possidendum in presenti et in proprietate omnimodo tenendum donavimus
Datierung: 1190
Fundstelle: SteirUB. I 709
- Belegtext:
für mich cham ... R. und vodert mit vorsprechen ein gewer eines hofs
Datierung: 1372
Region/Autor/Textsorte:
Wien
Fundstelle: LSchrP. 161
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- Belegtext:
gelobe wir dem ... apte ... eyne gewere
Datierung: 1388
Fundstelle: NeuzelleUB. 52
- Belegtext:
so die dritte gewhere geschiet, so antwort man dem cleger die guter
Datierung: 1483
Fundstelle: ErfurtGO. 349
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- Belegtext:
wan ein richter ein gewer sall thun, so sall er mit der personen gen vor das hus und sall sprechen: ich gewere dich hie inne das hüss und sall angrifen an den ring oder an das erbe vor die versessen gult
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: MainzGFormel 59
- Belegtext:
wann hinfurder einer dem andern teyl vorkaufft, alsdann sall derselbig uffs lengste in vier wochen darnach die gewehr von dem andern fordern. wu aber solichs in obberurter zceit
nicht beschiet, sall alsdann derselbige der gewehr nicht schuldig sein
Datierung: 1500
Fundstelle: FreibergUB. II 485
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
daz so oft sich mit dem possessore eine veränderung zeigen wurde sollte der neue possessor die investur, die aniezo die gewohr ist, zu nemen
Datierung: 1713
Fundstelle: Chorinsky,Mat. I 53
Gewähr (II)
Erklärung:
Besitz(recht), tatsächliche Innehabung.
Gewähr (II 1)
Erklärung:
an Fahrhabe.
Gewähr (II 2)
Erklärung:
an andern Vermögensstücken.
Gewähr (II 3)
Erklärung:
an Herrschaftsrechten.
- Belegtext:
keinen andern herren zu dez selben bistumes gewere lozzen kumen
Datierung: 1347
Fundstelle: MGConst. VIII 340
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- digitalisiert im Rahmen des Projekts dMGH
- Belegtext:
des reiches gewer
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: SBernhStiftungsb. 147
- Belegtext:
sich des regiments der marck zu Brandenburg mit der kur entladen, abgetan, vnd den besess, gewere vnd gerechtigkeyt vns vnd vnsern erben auffgetragen ubergeben
Datierung: 1470
Fundstelle: AlbrAchillesKaisB. Forts. 290
- Belegtext:
wir sein in gewere der grafschaft Tirol
Datierung: 1470
Fundstelle: FRAustr. II 161
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- digitalisiert im Rahmen von Czech Medieval Sources online
- Belegtext:
das die brieff zu erkennen geben die gewer, besitzung und übung der gericht und gewaltsamy mins vatters und siner vordern
Datierung: 1482
Fundstelle: FürstenbUB. VII 164
Gewähr (II 3 Spiegelstrich 1)
Erklärung:
an Wappenrecht.
- Belegtext:
wan ich den selben helm gefüret han und in gewer gehebt han
Datierung: 1317
Fundstelle: Hauptmann,Wappenr. 457
Gewähr (II 4)
Erklärung:
an Leuten; Gewalt des Herrn oder Vormunds.
- Belegtext:
swer die gewer hat an einem menschen, der hat bezzer reht da an danne der, der gewer darbet
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(R.)LR. Art. 269 § 4
- Belegtext:
wir haben auoch fuer vns vnd alle vnser erben den vorgnanten vnsern herren vnd sinen stifft jn der obgnanten eygener luete nueczliche vnd lypliche gewalt und gewere recht vnd redlichen geseczt
Datierung: 1376
Fundstelle: MWirzib. IX 325
- Belegtext:
welher auch unnser burger lüt hat in gewere und in gewalt, der sol die wal han, der in darumb anspricht, das er die lüt selber besetze
Datierung: um 1500
Fundstelle: RottweilStR. Art. 174
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wann ein mann ein weib nimbt, so nimbt er sie in sein gewähr und alles ihr gut zu rechter vormundschaft
Datierung: 1696
Fundstelle: Schambogen,Prael. 159
- Belegtext:
darnach ist des kindes muter komen vnde daz kint den vormunden mit gewalt nam aus seyner gewere vnde aus seyner vormundeschafft ane alle recht
Fundstelle: LeipzSchUrt. 367
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- Fundstelle: MnlWB. II 1894
Gewähr (III)
Erklärung:
Besitz(recht), tatsächliche Innehabung an liegenden Gütern. Sprachgebrauch.
- Planitz, Deutsches Grundpfandrecht 1936 S. 63ff.
Gewähr (III 1)
Erklärung:
Begründung, Dauer und Ende erhellen vor allem aus der Zeitwortverwendung.
- Belegtext:
qui possessionem wuorth alicuius sui concivis per sepem suam in aliquo decurtaverit, ille, qui in usucapione, hoc est an gewere habet, assumat duos concives suos ... er iuramento obtineat
Datierung: 1165
Fundstelle: GrW. III 75
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
tven mannen mach die herre en gut lien also dat en die gewere dar an hebbe unde die andere dat gedinge
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLehnr. Art. 5 § 1
Textarchiv: SspLehnr. Art. 5
- Belegtext:
sve dem anderen gut in siner were let, ir he't ime up late, he sal ine in der gewere vorstan
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. I 9 § 5
Textarchiv: SspLR. I 9
- Belegtext:
man ne sal niemanne wisen von sime gude dat he in geweren hevet, ime ne werde die gewere mit rechte afgewunnen
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. II 70
Textarchiv: SspLR. II 70
- Belegtext:
svie en gut enem anderen gift unde let it in sine gewere, dar he selve nene gewere an ne hadde, unde wert jene von gerichtes halven dar in gewiset; jene
die de gewere hevet mut die inwisunge wol wederspreken unde jenen utwisen
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. III 82 § 2
Textarchiv: SspLR. III 82
- Belegtext:
daz die eldirvater unde die eldirmutir haben in urri giweri, iz sie liginde edir varinde, daz erbit uffi uri kint
Datierung: um 1230
Fundstelle: MühlhsnRb. 138
- Belegtext:
mag aver der, der das gut in gwer hat, erzeugen selbe dritte, daz er seinen zins gegeben hat, ... so hat er enen gezeuch verleit und hat sein gut behabt, daz ist davon, daz er in der gwer ist
Datierung: 1275/76
Fundstelle: Dsp. 75
- Belegtext:
gaben dem gotzhuse die gewer mit allem rehte vnd mit aller ehafti, alse sitte vnd gewonliche ist
Datierung: 1293
Fundstelle: SchrBodensee 13 (1884) 90
- Belegtext:
suln die herren schaffen, daz in der rihter in sin gewer setze
Datierung: 1300
Fundstelle: Rockinger,Dm. 69
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- Belegtext:
haben das havs ze V. geantwurt in unser geber
Datierung: 1308
Fundstelle: OÖUB. V 6
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
daz der blibe in der gewer des gutes untz daz es ime mit besserme rehte angewunnen wirt
Datierung: 1310
Fundstelle: BaselUB. IV 16
- Belegtext:
daz er doch daz lant behielte in gewer dem rich
Datierung: 1. Viertel 14. Jh.
Fundstelle: ÖRChr. II Vers 92227
- Belegtext:
das si ime das selbe guot verköften und si den vorgen. Walthern bewerten und in gewere sasten der selben gueter
Datierung: 1327
Fundstelle: FRBern. V 539
- Belegtext:
daz B. in gewer sessin und die besser gewer hettin
Datierung: 1338
Fundstelle: FRBern. VI 389
- Belegtext:
eine gülte als wir bizher in guder gewere beseßin han
Datierung: 1341
Fundstelle: WetzlarUB. I 569
- Belegtext:
so sol er an den lantzherren varen und sol im ez haizzen leihen, biz daz sich der lehenherre bedenckt, daz er im ez gern leich, so sol dez lantzherren gewer ab sein
Fundstelle: BairLR.(Schlosser/Schwab) Art. 116
Textarchiv: BairLR.(Schlosser/Schwab) [11. Titel]
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- Belegtext:
sich enkeiner gewer noch rechtes mere underzichen
Datierung: 1348
Fundstelle: ZürichStB. I 154
- Belegtext:
ich scholt in des weingarten gewaltig machen und an die gewer seczen
Datierung: 1350
Fundstelle: FRAustr. 59 S. 8
- Belegtext:
die wile ek eder mine erven dit ... lant in gheweren hebben
Datierung: 1356
Fundstelle: TeistungenburgUB. 51
- Belegtext:
dornoch sal der daz gud in sine gewere nemen unde deme richter unde schepphen unde schribern geben ore fredephenninge, als billich ist
Datierung: nach 1358
Fundstelle: Rb.n.Dist. I 46 Dist. 4
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
by allen rechten di sy haben von alder und noch haben in gewere
Datierung: 1363
Fundstelle: BerlinStB. 40
- Belegtext:
als ich di selben gult in aigens gewer inne gehabt und herpracht han
Datierung: 1371
Fundstelle: SPöltenUB. II 103
- Belegtext:
klaget ainer hintz dem andern umb ain erb, ... und die paid auf weisung gent, und die weisung von der gewer get fur, ob er die gewer rechlich inne hat
Datierung: 1376
Fundstelle: PettauStR. 38
- Belegtext:
wes goczhaws und mein her an recht entwirt waer worden, des scholt in der richter in sein gewer seczen mit dem stab und die amptlewt mit dem wasen
Datierung: 1382
Fundstelle: MBoica XI 412
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- in Google Books
- Belegtext:
unsern hofe mit aller zugehorung haben wir dem convent des gotshus in aigens gewer und rechten geaigent und gegeben
Datierung: 1391
Fundstelle: SPöltenUB. II 339
- Belegtext:
spricht man aber jemanden an, der vor in gewehr gesessen ist
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: Amberg(Schenkl) 56
- Belegtext:
die hat der pyschoff des selben guts an recht in gewer gesetzet
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: Foffa 58
- Belegtext:
ab dem clager unvarende habe czugesprochen wirt, so sol er [der Richter] in weisen in di gewere derselben habe und sol in darinne krefticlich behalden
Datierung: 1400
Fundstelle: Zycha,BöhmBgr. II 283
- Belegtext:
kümit er ym denn nicht, so sal yn der richter mit der hant dar uzwysen und den cleger in dy gewer bringen
Datierung: 1404
Fundstelle: RudolstadtStR. 216
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- Belegtext:
welher burger lehn in siner gewer herbracht het, vnd ez het, den burger mag nieman beswern an der gewer
Datierung: 1410
Fundstelle: FreiburgÜÜbers. 83
- Belegtext:
H. ist vorscheiden ane lehinserben, hirumbe so habe er [der Lehenbürger] die gewere des gutis mitsampt deme gute ym geerbet alz synem rechten lehnherrn mit merem rechte danne ymand andirs
Datierung: 1417
Fundstelle: JenaUB. II 42
- Belegtext:
eyn mann mag zeynem weibe, noch eyn weib erem manne keyne gobe geben, domet sie beide in der gewere besiczen
Datierung: 1435/54
Fundstelle: DanzigSchB. 36
- Belegtext:
das die alle ... wider in ir gewer gesetzt sullen werden
Datierung: 1436
Fundstelle: Eberstein2 II 36
- Belegtext:
wenn es ins vierte gelidt verfällt, bleibts in der gewehr
Datierung: 1445
Fundstelle: Wigand,Beitr. 177
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- in Google Books
- Belegtext:
daz her erbe unde gut gekauft habe umme sein silber, unde hat daz in sein lehn bracht unde daz in seinen geweren gehabit jar unde tag
Datierung: 1450
Fundstelle: Loersch-Schröder 237
- Belegtext:
an sines wibes vetirlichen gute nye keyne besiczung gewan noch in sine gewere brocht habe
Datierung: 1456
Fundstelle: Bocksdorf 522
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
ich hab im die wiesen und eckerlein für unbeswerts aygen zu kaufen geben, reiche in und seinen erben die auf auß mein und meiner erben hende in ire gewalt, gewere und hende
Datierung: 1457
Fundstelle: BayreuthStB.2 55
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- Belegtext:
N. sulche stucke und ouch ander gerethe noch irem tode in des N. gewere gelassen hat
Datierung: 1460
Fundstelle: Bocksdorf,GForm. 431
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
von einem gericht zum andern, vom andern zum dritten in gewhere genomen
Datierung: 1495
Fundstelle: ErfurtFreizins 316
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- Belegtext:
ob in dieser kauf umb die wiesen nicht fertiglichen on alle ire scheden gehalten würde, irrung dorein geschehe, ee sie ir gewere ersessen
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: BayreuthStB.1 238
- Belegtext:
den cleger in gewere setzen
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: LeutenbergStR. 441
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
dovon H. ouch andir gewere an dein hofe ni gewonnen noch gehabt hat denne in vormundeschaft von seines weibis wegin
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Loersch-Schröder 245
- Belegtext:
hat der richter ... ym alsbalde noch gethaner wer einen fride gewurcht zcu seiner gewer, das ym dy niemants brechen sal
Datierung: 1500
Fundstelle: JenaUB. II 372
- Belegtext:
wan si grunt verkauften von stund an gewer emphachen sollen
Datierung: 1512
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 985
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
welcher erb oder inwoner erbgüter hat und in jarsfrist di gwer nit emphächt, sein solche gütter verfallen
Datierung: 1512
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 999
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wer ... sich gewaltiglich ainer geweer on recht undterzeucht, ist verfallen
Datierung: 1519
Fundstelle: Unterengadin 243
- Belegtext:
so hat der gandtkouffer das gut in gewer und ersitzung gepracht
Datierung: 1520
Fundstelle: FreiburgStR. I 13, 11
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
wehr irgent auf die gemeine baueth ader in seine gewehre nimpt ahne des raths laube
Datierung: 1534
Fundstelle: FrankenhausenStR. 471
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
so sollen die herren viccarien der ebtisschen vnd dem probste diesse sechs huffen landes widdervmb zwstellen vnd sie in die gewhere bringen
Datierung: 1538
Fundstelle: DrübeckUB. 216
- Belegtext:
so sol in das gericht mit der hant heraus furen und dem schuldiger das gepfantte haus antwortten in sein gewehr vor sein gelt
Datierung: 1543
Fundstelle: ArnstadtStR. 93
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
es soll ... der glaubiger durch den richter in das erlangt gut eingefürt und dessen in gewher gesetzt ... werden
Fundstelle: NürnbRef. 1564 XI 5
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wann der recht erbe ussert landts ist, so soll sin erbteil, ob er miterben hätte unverendert und inn aller gewer plyben nün gantze jar
Datierung: 1564
Fundstelle: Wasserschleben,Erbenf. 279
- Belegtext:
eß soll ain ieder richter ... erkunden, wellicher in ainer strittigen sach die gewer inhab, den soll er on recht nit darauß schaffen
Datierung: 1565
Fundstelle: RaurisLR. 216
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
so mach he den andern tho rove ... nicht anklagen vor dat jennige, dat he sulven in siner egen gewehre hefft
Datierung: 1593
Fundstelle: JütLow.3 II 76 § 2
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
guder effte egendohm hefft in siner gewhere 20 jar
Datierung: 1595
Fundstelle: Ekenberger,Eluc. 104
- Belegtext:
der verkauffer des hauses die gewere mit einem ... buergen auff jahr vnd tag dem keuffer zubestellen schueldig ... sein
Datierung: 1603/05
Fundstelle: HambGO. II 7 Art. 6
- Belegtext:
wer ... von armuet wegen mueset sein ... acker versetzen ... den sol er am ersten seinen nachpaurn anbieten ... davon es nicht auz der gewer köm
Region/Autor/Textsorte:
Tirol
Fundstelle: ÖW. III 76
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
Gewähr (III 1 Spiegelstrich 1)
Erklärung:
beweisen.
- Belegtext:
der ein gewer behaben wil, der sol si behabn mit siben genanden den nähstin und den besten
Datierung: 1256
Fundstelle: Rockinger,Dm. 46
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- Belegtext:
welich gut in demselben ampt het und besitzet 10 iar und 9 louprisen von menlichem unangesprochen, [der soll] sin gewer behaben
Datierung: 1355
Fundstelle: GrW. IV 393
Faksimile
Gewähr (III 1 Spiegelstrich 2)
Erklärung:
absprechen; der Gewähr entsetzen.
- Belegtext:
swer den andern sines gutes entwert, ... man entwert im di gewer wider
Datierung: 1256/61
Fundstelle: MGConst. II 607
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- digitalisiert im Rahmen des Projekts dMGH
- Belegtext:
man soll von schickung wegen nymandt mit gewalt aus seiner gewer stossen
Datierung: 1306
Fundstelle: BambStR. 103
- Belegtext:
ob ein person engt oder bechumert ein gewer einer andern person, der da ist ein elicher und ein rechter besiczer der selbigen gewer, an redlich sach, der sol gepuest werden
Datierung: 1307
Fundstelle: Tomaschek,Trient 26
- Belegtext:
haben die scheffen und gemeinde sie also aus ir gewer geworffen
Datierung: 1359
Fundstelle: Obernburg 365
Faksimile
- Belegtext:
mogin der cumdur bewisin eyne gewer als dez gerichtiz recht ist, so sullen dy den comdur laßin sitzin yn dem gude und yn der gewer, als lange, byz daz sy yn dy gewer brechin myd eyme beßirme rechte
Datierung: 1368
Fundstelle: DOrdHessenUB. III nr. 1083
- Belegtext:
hie ensal des niet nemen mit gewalt und den anderen uit der geweer werpen
Datierung: 1417?
Fundstelle: CleveStR. Bl. 58a
- Belegtext:
habent ir besessen gut hingeben und sy irer gewer entwert
Datierung: 1463
Fundstelle: Branger,Walser 138
- Belegtext:
laßt keinen den unsern on recht auß der gewere setzen
Datierung: 1472
Fundstelle: AlbrAchillesMerckB. 36
- Belegtext:
das er dyselbe zceche habe helffen buwen, dy er ny uß sinen gewehren vorlaßen hette
Datierung: 1476
Fundstelle: FreibergUB. II 334
Faksimile
- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
das die von B. domit vmbgingen, das sie vns der gewere ... entsetzen ... wolden
Datierung: 1509/16
Fundstelle: GörlitzRatsAnn. I/II 96
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
so ainer dem anderen lehenschaft oder die gwer verpeut umb heuser oder weingärten
Datierung: 1512
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 997
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
Gewähr (III 2)
Erklärung:
die Arten des Besitz(recht)es werden namentlich durch Adjektive unterschieden.
Gewähr (III 2 a)
Erklärung:
zur Bezeichnung der tatsächlichen Ausübung des wirklichen Gebrauchs: habende, brauchende, leibliche und so weiter.
- Belegtext:
gesezzen ... jar unde tac in nutslicher giwer bi gutem gerihte
Datierung: 1288
Fundstelle: WirtUB. IX 169
- Belegtext:
gaben ime gewalt uf den hof von ime selben ze varende und die gewer lipliche ze besitzende
Datierung: 1294
Fundstelle: BaselUB. III 163
- Belegtext:
saste in in lipliche und in volle gewer des selben gutes
Datierung: 1295
Fundstelle: BaselUB. III nr. 195
- Belegtext:
seczens an disem brief in liplich nüczliche und genczliche gewere
Datierung: 1339
Fundstelle: HohenloheUB. II 475
- Belegtext:
wider in nutzlich leiplich und gewerichlich gwer setzen
Datierung: 1342
MünchenRArch.
- Belegtext:
in gerichtlicher und nutzer gewere
Datierung: 1388
Fundstelle: BrüxStB. 55
- Belegtext:
das wir bischof G. der kirchen ze H. mit allen irn nuczen und rechten geistlichen und werltlichen an berüete beleibleiche gewer seczen süllen
Datierung: 1398
Fundstelle: SPöltenUB. II 394
- Belegtext:
in gerülicher und nuczer gewere
Datierung: 1420
Fundstelle: BrüxStB. 79
- Belegtext:
in leiblichs nutzlichs ... gewalt und geweren
Datierung: 1421
Fundstelle: ArchUFrk. 6, 3 (1841) 100
- Belegtext:
so schollen sy sek erhalen an deme gnanten ackere unde an den dy on in oren gebrukenden geweren hebben
Datierung: 1428
Fundstelle: BergeUB. 206
- Belegtext:
hat es so lang inngehept, so sol man im vff sin innhabend gewer richten
Datierung: 1469
Fundstelle: GrW. I 196
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
eyner gemeynen hebbenden unde brukenden gewere mot wol getüch syn eyn yowelk umbeschulden man an syneme rechte
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Beweisung 364
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
so wol twelff iar in oren brukenden hebbenden geweren, ane sines weddirpartes weddirsprake innegehat
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: MagdebSchSpr.(Friese) 36
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- Belegtext:
in nutzlich habend beses und gewehr
Datierung: 1517
Fundstelle: BachmannUB. 69
- Belegtext:
in geruiglicher possession und geniesslicher gewehre
Datierung: 1520
Fundstelle: CDSiles. II 220
- Belegtext:
so wy se ock jegenwardige foren vor uns und unse erven und nakomen in er brucklichen gewere
Datierung: 1525
Fundstelle: Mensing vgl. oben Bd. II 456
- Belegtext:
in die genusliche, geruliche gewehr der jerlichen hebunge gesazt
Datierung: 1562
Fundstelle: BrandenbSchSt. I 405
- Belegtext:
setz sie der güter in rechte, stille, nützliche und leibliche gewehre
Datierung: 1565
Fundstelle: Notariat 73
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
nemandt schall ahne vorgahende erkenteniße dem andere mith gewalt sines besittes vnd hebbenden gewher entsetten
Datierung: 1572
Fundstelle: Mensing
- Belegtext:
es soll niemand ohne vorgehender rechtlichen erkenntnis von einem andern mit der that seiner habenden gewehr und besitzes entsetzet werden
Datierung: 1583
Fundstelle: HadelnLR.(Pufendorf) II 17
Volltext (und Faksimile), Ausgabe von 1583
- in DRQEdit
- Belegtext:
brachte es [Pfand] in seinen habenden gewehr
Datierung: 1700
Fundstelle: Mensing
- Belegtext:
yn nuczlichen und gnyslichen geweren geruglichen besessen
Fundstelle: Wasserschleben,Samml. 221
Faksimile
Gewähr (III 2 b)
Erklärung:
zur Bezeichnung des Ungestörtseins: ruhige, stille, friedliche, bedächtliche und so weiter.
- Belegtext:
swaz anders gutes ist daz niht varnd gut heizzet, hat daz ein man in siner gewer und in siner stiller gewer zehen jar ane rehte wider sprache, der selb mac ez nimmer an gesprechen
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(R.)LR. Art. 51 (L.) 56
- Belegtext:
wer ein recht lehen in stiller gewer hat unversprochen zwelif iar und ainen tag, mag er das besweren mit zwain unversprochen mannen
Datierung: 1278?
Fundstelle: ÖLR. Art. 37
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- Belegtext:
swer stille gewer bringen wil an einem gut, der sol nennen welich gwer er bringe, eigensgwer oder lehensgwer oder satzunggwer und sol nennen sinen salman, herren und gewern
Datierung: 1281
Fundstelle: MGConst. III 271
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- digitalisiert im Rahmen des Projekts dMGH
- Belegtext:
die der tievel verleite und sie in sinem bande hate wol funf tusend jar in stiller gewer offenbar
Datierung: 1293
Fundstelle: Langenstein,Martina 244
- Belegtext:
swelh man och ein eigen in dirre stat hat gewunnen, und daz hat gehabt in stiller gewer jar und tack an ansprache, den mack darumb fuerbaz niemen angesprechen
Datierung: 1294
Fundstelle: MWittelsb. II 48
- Belegtext:
der Althof, den mein vatter vnd ich jnn haben gehabt in stiller gwer dreissig iar vnd mer
Datierung: 1324
Fundstelle: OÖUB. V 405
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
swer bei gutem gericht und mit stiller gewer ein aygen herpracht hat dreizzig iar und ainen tag, mag er daz fürbringen, do hat er fürbaz recht dartzue
Datierung: 1338
Fundstelle: Schwind-Dopsch 175
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- Belegtext:
[wer seine rechte gewere erwiesen hat] der sol fùrbaz seins aygens sitzen in stiller gewer an alle ansprach
Fundstelle: BairLR.(Schlosser/Schwab) Art. 188
Textarchiv: BairLR.(Schlosser/Schwab) [16. Titel]
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
[die herzöge sollen das herzogtum behalden] in stiller, gerwelicker und fredlicher geweere
Datierung: 1370
Fundstelle: LünebUB. II 9
- Belegtext:
wan wer ein gut in sinen bedechteclichin gewerin hat, dem sal man davone antwerten, waz man an dem gute tud
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: EisenachRb. 734
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
wir verzyhen vns aller der rechte, das wir dar an gehaben mochten vnd setzin sie in ein gerubbich gewere an alle ansprach aller menschen angeuerde
Datierung: 1407
Fundstelle: WasungenUB. 42
- Belegtext:
alse de noch nich mundig iß in de fredilike gewer
Datierung: 1450
Fundstelle: BrandenbSchSt. I 15
- Belegtext:
wenne her daz had gehad ane allerlei ansproche jar und tag, ab im daz bekennet sein erbherre, richter und gehegitte bang, ab her mit seinen erblehnen und seiner stillir gewere seines gutis icht neher zu behaldene sei
Datierung: 1450
Fundstelle: Loersch-Schröder 244
- Belegtext:
so verzeihe ich mich aller der rechte, die wir daran gehabt haben und gib die dem genannten closter, prior und convente und seze sie der in ruhige gefehrde und nuze und gewalte
Datierung: 1469
Fundstelle: ZWirtFrk. 1, 3 (1849) 99
[weitere Angaben: vgl unten XVI]
- Belegtext:
alles ... alls wirs ... in stiller nutzlicher gewer herbracht ... haben
Datierung: 1478
Fundstelle: Indersdorf II 31f. (nr. 1075)
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- Belegtext:
sy gesetzt in ir geruobte gewere
Datierung: 1478
Fundstelle: Indersdorf II 32 (nr. 1075)
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- Belegtext:
so uns von adellüten, burger und buren jn unsern oberkaiten gesessen, dero wir in rüwiger gewer und possess sind, gewaltig ingriff beschähen
Datierung: 1498
Fundstelle: UrkSchwäbBund. I 262
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- in Google Books
- Belegtext:
welher unser burger ... ligendiu guot haut ..., die er jaur und tag gerueweclich in nutzlicher stiller gewer inne gehept
Datierung: 1499
Fundstelle: UlmRotB. Art. 19
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- Belegtext:
sampt andern guttern und welden, die dan das closter bisher auff den inhalt irer vorberurten ankunfft in gerueglicher gewher, gebrauchung und beses gehabt
Datierung: 1516
Fundstelle: SchlesDorfU. 271
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- in Google Books
- Belegtext:
vnnangesehenn das das closter do myt von keysernn H. begabt vnd bisz her vber 400 jar yn rucklicher gewerr vnnd gebrauch gewest
Datierung: 1523
Fundstelle: MittOsterland 6 (1863/66) 82
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
der teufel hette die welt auch in ruglicher gewehre lenger dan funff tausent jare vnd muste dennoch Christi warheit raum geben
Datierung: 1524
Fundstelle: MittOsterland 6 (1863/66) 93
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
setzen sein fürstlich gnade in nutzliche, leipliche, hebliche, stille gewere und beseß
Datierung: 1537
Fundstelle: GeöArch. I 3 S. 128
- Belegtext:
wer bey guettem gericht und mit stiller gewehr ain aigen herbracht hat dreyssig jar unnd ein tag, so hat er recht dartzue
Fundstelle: KrainLHdf. 1598 Bl. 2r
- Fundstelle: ZRG. 12 (1876) 60
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
Gewähr (III 2 c)
Erklärung:
unabgeleitete.
- Belegtext:
die herre ne mach niemanne gut lien unde is ine geweren, he ne hebbe't selve in sine leddichlike geweren
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLehnr. 53 andere Lesart
- Belegtext:
svelk man sin gut gift unde dat weder to lene untveit, dem herren hilpt de gave nicht, he ne behalde dat gut in sinen ledichliken geweren jar unde dach
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. I 34 § 2
Textarchiv: SspLR. I 34
- Belegtext:
swat so man up deme gude dut, dat sal man beteren deme, die't in ledichliken geweren hevet
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. II 57
Textarchiv: SspLR. II 57
- Belegtext:
als ein gut maniges mannes also, daz einer von dem andern habe, swaz so man auf dem gute tut, daz sol man pezzern dem, der ez in ledichleicher gewer hat und in grozzer gwer und anders niht
Datierung: 1275/76
Fundstelle: Dsp. 168
- Belegtext:
swer an dem gute vraevelt, der ez mit nuzze in lediclicher gewer hat und in grozzem nuzze, dem sol man bezzern
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(R.)LR. Art. 201 (L.) 216
Gewähr (III 2 d)
Erklärung:
erbliche ererbte, vererbbare Gewähre des Erben.
- Belegtext:
nieman ne mach ene rechte gewere gewinnen an enes kindes gude, dat up it kint irstorven is binnen sinen jaren, dar he ime sine rechten unde sine erblichen geweren mede breken moge die up it kint geerft is
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLehnr. 26 § 9 andere Lesart
- Belegtext:
alz was der toden frawen daz hus unde erbe mit orem manne ufgegebin vor gerichte, so erbit ore helffte uf ore kind, do sy starp; dorummb mogen dy kinder ore erbliche gewere, do sy ynne bestorbin syn, behaldin
Region/Autor/Textsorte:
Leipzig
Fundstelle: LeipzSchUrt. 361
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Gewähr (III 2 e)
Erklärung:
eigen(tlich)e Gewähre des Eigentümers.
- Belegtext:
sve so an sime lene oder an lifgedinge siner muder oder nichtelen ime egen seget, he mut die egenlike gewere mit ses scepenbaren vrien mannen getugen
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. II 44 § 3
Textarchiv: SspLR. II 44
- Belegtext:
das lehen haben wir in verchauft mit alle dew und darzu gehort als wir es enher pracht haben in aigens gewer
Datierung: 1346
Fundstelle: SPöltenUB. I 381
- Belegtext:
die güter allew und alles das, das darzue gehört, hab ich recht und redlich verkhauft an all erbvogtey und als ich die in aigens gwör herbracht hab
Datierung: 1374
Fundstelle: FRAustr. 59 S. 30
- Belegtext:
daz gut als wir daz unversprochenlich in aigens gewer an alle eribvogtei inngehabt und herpracht haben
Datierung: 1378
Fundstelle: SPöltenUB. II 213
- Belegtext:
so wey dat ouch geleigen were mit synre eygenre gewer, also as dat cleyrligen ymme schryne geschreven stoende
Datierung: 1392
Fundstelle: Ennen,QKöln VI 134
- Belegtext:
das ym der frawen eldirmuter das vyrteyl landis vorkoufft und vorgegebin vor gerichte hat und ym der richter mit den dingleuten allen vorstorbin seyn so mag der das virtheyl landis und seyne eygintliche
gewere dozcu selb sebinde bibehalden
Fundstelle: Wasserschleben,Samml. 246
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Gewähr (III 2 f)
Erklärung:
gleiche gemeinschaftliche, mit gleichen Rechten.
- Belegtext:
fellt nicht an den herrn, wiewol die kinder semptlichen nicht belehent sint, das ist durch der semptlichen gewere willen, die der vater auf sy geerbet hat
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLehnr. 29 § 2 andere Lesart
- Belegtext:
of sie tvene en gut anspreket mit gleicher gewere
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLehnr. Art. 40 § 1
Textarchiv: SspLehnr. Art. 40
- Belegtext:
ein herre mac vil brudern ein lehen lihen, das si mit gesamenter hant enphahent, unde geliche gewer dar an hant
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(R.)Lehnr. 70
- Belegtext:
in gantze gewere
Datierung: 1341
Fundstelle: MühlhsnUB. 459
Gewähr (III 2 g)
Erklärung:
gewaltige kraft Vollmacht.
Gewähr (III 2 h)
Erklärung:
dienstliche kraft Dienstrechts.
- Belegtext:
hette sie braht und gehebt in dienstlicher gewer untz an den tac
Datierung: 1300
Fundstelle: SchrBodensee 32 (1903) 99
- Belegtext:
sol der herre sweren, daz den man, den er ansprichet, sin herre habe herbracht in dienstlicher gewer für den sinen
Datierung: 1340
Fundstelle: FRBern. VI 538
- Belegtext:
sollen wir sweren, daz den man, der also angesprochen wirt, wir oder unser diener haben herbracht in dienstlicher gewer für den unsern
Datierung: 1343
Fundstelle: FRBern. VI 755
Gewähr (III 2 i)
Erklärung:
beschlossene unter Schlüssel.
- Belegtext:
hette abir die frauwe icht in irer beslossin gewere, do nymant den slussil zu truge, denne sy alleine, unde an ir gewant gehorit (daz gehorit zu der gerade)
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 291
- Belegtext:
funde man is abir in synen geslozin geweren, ab is so groz were, das man is ane sluzil daryn nicht brengen, mochte, so ist der slussiltreger eyn dip
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 405
Gewähr (III 2 j)
Erklärung:
geworchte Gewähr künstliches Gehege.
- Belegtext:
sve wilde dier hegen wil buten ban vorsten, die sal sie binnen sinen geworchten geweren hebben
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. II 62 § 3
[weitere Angaben: vgl. unten XIV]
Textarchiv: SspLR. II 62
Gewähr (III 2 k)
Erklärung:
gemeine, bloße ohne Bezug auf einen Besitztitel.
Gewähr (III 2 l)
Erklärung:
rechte rechtswirksame.
- Belegtext:
bonis eisdem more gentis illius ab eis ore digito culmoque usque quaque proiectis, unam ut iterum sic vulgo dixerimus rechtechevare recepimus
Datierung: 1135
Fundstelle: Dobenecker,Reg. II 19
- Belegtext:
beklaget man enen man umme egen oder len, dat he in rechten geweren hevet, man sal ime degedingen to me nesten dinge
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. II 3 § 1
Textarchiv: SspLR. II 3
- Belegtext:
swer ein gewer hat iar unde tac ane rehte widersprache, der hat ein rehte gewer daran
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(R.)LR. Art. 195 (L.) 209
- Belegtext:
solich gut, den si unde ir gotteshus ze sant Mathias ze Goslar in ir rehten heten braht
Datierung: 1290
Fundstelle: GoslarUB. II 395
- Belegtext:
der kaiser hat gesprochen: wer in gut sitzet dri tage und sechs wochen, der hat ein recht gewere, die sal im nieman nemen oder brechen dan mit des kaisers recht
Datierung: 1372 (Hs.)
Fundstelle: KlKaiserr. II 109
Textarchiv: KlKaiserr.(Hs. Corvey) II 109
- Belegtext:
haben denselben herren globt in guten truwen ane argelist vor eyne gute unde rechte gewehere und vor allirleye ansproche, di wir entwerren wollen und sullen als gewonheit ist in deme lande
Datierung: 1380
Fundstelle: HMeißenUB. II 187
Faksimile
- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
unse here van Brunswick antwerdet, dat ome sin eldervater unde sin vader dat gheervet hebben unde hebbe dat in sinen rechten gheweren ghehad boven xl jar ane rechte ansprake
Datierung: 1398
Fundstelle: HHalberstUB. IV 417
- Belegtext:
wann un das ussgesprochen ist und nicht eher, so heysche und mute ich vorgnanter N. eyne rechte gewer
Datierung: 1460
Fundstelle: Bocksdorf,GForm. 452
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
woldemen, dat dy inwisinge der gewere anbegin is, doch so horet vort to eyner fulkomen rechten gewere, dat men eyn ghud ses weken und eyn jar fredeliken sunder gewalt in nut gehat hebbe
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Beweisung 364
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
das ime, dem clager, zu solichen gudteren rechte gewerhe gegeben werde
Datierung: 1503
Fundstelle: BambLGRef. [6]
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
- Belegtext:
der dem conuent die guetter zuesambt allen ihren herrligkeiten, zinsen, obersten und niedersten gerichten entfrembdet und rechtlicher gewehr entsaczt
Datierung: 1510
Fundstelle: CDSiles. II 219
- Belegtext:
ist der, wider den die ersitzung beschicht, aussländig, so gehören zwentzig jar zu uberkommung rechtmessiger gewer
Datierung: 1558
Fundstelle: Gobler,StatB. 112
Faksimile, Ausgabe von 1553
- in DRQEdit
- Belegtext:
und setz sie der obgenanten stück und güter in rechte stille nützliche und leibliche gewehre
Datierung: 1565
Fundstelle: Notariat 73
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
extraiudicial und privathandlungen aber oder blosse wort geben keine richtige oder genugsame gewehr
Datierung: 1673
Fundstelle: Span,Bergurthel 113
Faksimile
- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
Gewähr (III 2 l Spiegelstrich 1)
Erklärung:
redliche.
Gewähr (III 2 m)
Erklärung:
unrechte, raubliche fehlerhafte.
- Belegtext:
wirt en man beklaget umme roflike gewere
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. II 25 § 1
Textarchiv: SspLR. II 25
- Belegtext:
wirt ein man bechlaget vmbe rauebleiche gewer
Datierung: 1275/76
Fundstelle: Dsp. 130
- Belegtext:
swer in unrechter gewer ist ane lehenunge
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(R.)Lehnr. 115
- Belegtext:
wir heizzen daz rouplich gewer: swa zwene umb ein gut kriegent, unde ir dewederr dehein rehte gewer dar an hat, unde sich sin der eine underwindet oder si beide ane gerihte, die tunt wider dem gerihte
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(R.)LR. Art. 298
- Belegtext:
haldit das yn unrechten geweren ane lehen
Datierung: 1440
Fundstelle: Weise d. Lehnr. 545
- Belegtext:
gestollne, geraubte und gewaltige gewer macht kain recht
Datierung: 1565
Fundstelle: RaurisLR. 219
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
mit sulcher unrechter adir betriglicher gewere
Fundstelle: Wasserschleben,Samml. 228
Faksimile
- Belegtext:
wenne ym mit sulchir unrechtir gewalt seyn gut und habe genomen und yn seyner unrechtir gewere bahalden hat
Fundstelle: Wasserschleben,Samml. 293
Faksimile
Gewähr (III 2 n)
Erklärung:
verdunkelte feste Verbindungen:
Gewähr (III 2 n alpha)
Erklärung:
aus habende gewere wird habe und gewer.
Gewähr (III 2 n beta)
Erklärung:
aus lehnsgewere entsteht lehn und gewere.
Gewähr (III 2 n gamma)
Erklärung:
aus zinsgewere entsteht zins und gewer.
Gewähr (III 3)
Erklärung:
in Paarformeln.
- Belegtext:
swaz gutes er in unserm gerichte hat, des sol sich der rat ... underwinden also, daz es in sin gewalt mit nuzze noh mit gewer nie mer chome, ee er den schaden gebezzere
Datierung: 1251
Fundstelle: EidgAbsch. I 2
Faksimile
- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
von des tode hiet er daz lehen in siner gewere und in siner gewalt
Datierung: 1252
Fundstelle: OÖUB. III 194
Faksimile
- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
das goet in der vrouwen von sante Claren gewalt und gewer
Datierung: 1273
Fundstelle: BaselUB. II nr. 121
- Belegtext:
dis zinse die sullen ich niessen mit allem recht und in gewalt und in gewer han
Datierung: 1274
Fundstelle: WirtUB. I 277
- Belegtext:
daz gechovffet habent daz hovsse, daz si pedev ze derselben ceitte in gver vnd in gwalt heten
Datierung: 1290
Fundstelle: FRAustr. 21 S. 51
- Belegtext:
dar nah brath diu frowe den gemainen schafenaer und antwurt in dis selbe gut in gewalt und in gewer mit allen rehten
Datierung: 1292
Fundstelle: WirtUB. X 68
- Belegtext:
an dem huse hab ich rechtis erbecinsis also vil alle iar unde habe den gehabt in gewalt unde in gewere iar unde tac
Datierung: 1297
Fundstelle: FreibergUB. III 18
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
ob der ... den weingarten hat in nucz und in gwer
Datierung: 1303
Fundstelle: SPöltenUB. I 211
- Belegtext:
sezze sú mit dizem briefe ... in ganzen und vrien nuz und gewer aller ... güter
Datierung: 1316
Fundstelle: FürstenbUB. V 329
- Belegtext:
daz wir in nutz und in geweir den hof wellen haben
Datierung: 1319
Region/Autor/Textsorte:
Ettal
Fundstelle: Rockinger
- Belegtext:
aigenlich in gewalt und in gewer, als ein jeglich man sin aigen besitzen sol
Datierung: 1321
Fundstelle: GlarusUrkS. I 155
- Belegtext:
dat ime en erve anstervet, dit gut het he in geweren und besit
Datierung: nach 1325
Fundstelle: SspLR. Glosse zu III 83
- Belegtext:
ledig und los wesen mit aller nuth und gewercke
Datierung: 1336
Fundstelle: HHildeshUB. IV 776
- Belegtext:
swelchez gotzhaus eins selgraetz pey nutz und pey gwer sitzt
Datierung: 1340
Fundstelle: Indersdorf I 74 (nr. 157)
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- Belegtext:
die im in gewalt und ewig gewer seczen solten, mit aller der rechtung, friheit und ehaftigi, du dem kelnhof, den guetern und dem getwinge deheins wegs gehörent
Datierung: 1343
Fundstelle: GrW. V 85
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
als ez ... ier vadern herpracht habent ... in nucz und in gewer
Datierung: 1351
Fundstelle: SteirGBl. 3 (1882) 45
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- digitalisiert im Rahmen von "austrian literature online (ALO)"
- Belegtext:
das er sie in besiczunge, in gewere und in behaltung desselben halbenteils furdern sal
Datierung: 1358
Fundstelle: SchlesLehnsUrk. I 335
- Belegtext:
das haus ... ingeantwurt aus meiner nutz und gewer
Datierung: 1375
Fundstelle: MittSalzbLk. 12 (1872) 203
- Belegtext:
ouch unser manne von der besitzung und gewere nicht gedrungen werde
Datierung: 1389
Fundstelle: CDRhMos. III 2 S. 875
- Belegtext:
wer das pfent zu gewere vnd zu gewalde hat, der behabt auff dem pfande mit seinem eyde bas sein gelt
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: IglauOberhof 367
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- Belegtext:
daz sie den ... gotzhawsern jarleichen ze nucz und ze gewer geben sullen 6 kräwczer
Datierung: 1402
Fundstelle: MittSalzbLk. 13, 2 (1873) 12
- Belegtext:
ingeben in yre hand, gewalt und gewer und sie des geseczet in nüczliche gewalt und gewer mit diesem briefe
Datierung: 1404
Fundstelle: SchlettstStR. 103
Faksimile
- Belegtext:
hetten wir si in gewer und in gewalt, so durften wir darumb nicht tedingen
Datierung: 1405
Fundstelle: Zycha,BöhmBgr. II 353
- Belegtext:
in nutzen und in gewir gesessen
Datierung: 1414
Fundstelle: Gemeiner,RegensbChr. II 408
- Belegtext:
sollen sich die benannten von A. vertzichen vnd begeben aller besitzungen vnnd gewer
Datierung: 1420
Fundstelle: AppenzUB. II 2 S. 182
- Belegtext:
in beseß vnd gewehr des zolles gesatzt
Datierung: 1437
Fundstelle: Spieß,Neb. I 36
- Belegtext:
daz sie die gewer und den beseß derselven gutern mit erem eide beveste und war mache
Datierung: 1454
Fundstelle: Loersch,AachRdm. 138
- Belegtext:
daz her en an gerichte entweret, spolirt und entsaczt syner besitczunge und gewere
Datierung: 1456
Fundstelle: Bocksdorf 521
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
die nutzung und gewehr der wisen ... zu verkaufen
Datierung: 1458
Fundstelle: BayreuthStB.2 54
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- Belegtext:
haben wir ... slos leute vnd gueter ... abgetreten vnd sie der in stille leipliche geruige, nutzliche gewalt vnd gewere eingesetzt
Datierung: 1469
Fundstelle: GeöArch. II 1 S. 242
- Belegtext:
sye des dorffes in gewehre unde beseß brengin
Datierung: 1470
Fundstelle: HMeißenUB. III 194
Faksimile
- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
so wollen dieselbe berouben des iren, das ir gewerd und possess sige
Datierung: 1470
Fundstelle: Twingherrenstreit 61
- Belegtext:
so ein habe zweyen verkaufft würde welcher durch vberantwurtung und abtrettung des verkauffers in besess und gewere kombt, der sol den vorgang haben
Fundstelle: NürnbRef.(1479/84) XXVIII 14
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
- Belegtext:
ze behalten unser gewer und harkomenheit
Datierung: 1492
Fundstelle: ArgauLsch. I 679
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
- Belegtext:
seynem gutte, dy ich in lehens besytz vnd gewehr gehabt
Datierung: 1499
Fundstelle: MittOsterland 5 (1862) 486
- Belegtext:
daruff haben wir sie und yre nachkomen also yn naturlich corperlich beses, gewehre und possession erblichen gesetczt
Datierung: 1500
Fundstelle: LeipzUnivUB. 259
Faksimile
- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
- Belegtext:
bei dem gruntpuch ... in nutz und gwer kömen
Datierung: 1512
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 127
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
in rulicher nutz und gewere besessen
Datierung: nach 1512
Fundstelle: Schwarzenb.,Zutrinken 16
- Belegtext:
solliches haben wir ihnen dieselbe stadt Clagenfurt aus unser handen und gewalt in ihr haend, nutz, gewalt und gewehr abgetreten und aingeantwort
Datierung: 1518
Fundstelle: KärntLHdf. 6
Faksimile
- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
so sal der radt uber ire burger, so dem closter mit zinsen verhafft, ader der es in geweren unnd besitz ist, verhelffen
Datierung: 1524
Fundstelle: JenaUB. II 485
- Belegtext:
wo die clöster hölzer und wäld hueten, der sy in rechtmässiger gweer und innhabung wären
Datierung: 1524
Fundstelle: SalzbWaldO. 5
- Belegtext:
si hetten das gemelt höltzli so lang in gwalt, schirm und gwer gehept, das si getruwten, das höltzli wer ir eigen
Datierung: 1536
Fundstelle: HönggMeierg. 13
- Belegtext:
dass si solichen zirck allweg genossen als das iro, und des in stäter besitzung und gewär gewesen
Datierung: 1550
Fundstelle: Tschudi,ChrHelv. II 54
Faksimile
- in Google Books
- Belegtext:
ist von nöten, dass dem ersitzer das gut uberantwortet, dass er auch oder sein vorfarn desselben obbestimpte zeit in stäter ununderbrüchlicher gewer und besitzung bliben sei
Datierung: 1558
Fundstelle: Gobler,StatB. 112
Faksimile, Ausgabe von 1553
- in DRQEdit
- Belegtext:
wem weingärtten anersterben ... der bekhumb auch nuz und gewer in rechten tägen nach landsprauch und recht
Datierung: 1575
Fundstelle: GrW. II 706
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
haben wir inen dieselb statt Clagenfurt ... in ir handt, nutz gwalt und gwör abgetrötten
Datierung: 1602
Fundstelle: AktGegenref.2 II 226
- Belegtext:
also das der begabte in gewer und possess und gewalt gesetzt würd
Datierung: 1611
Fundstelle: FreiburgÜMun. 356
- Belegtext:
es werden die klagen umb possession gewehr und besitz jetzt fürnehmlich und mehrentheils umb drey ursachen willen angestellt
Fundstelle: PreußLR. 1620 III 5, 1
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
dasselb entwehrte gut durch den ansatz widerumb in sein posseß unnd gewehr einzuantworten
Datierung: 1622
Fundstelle: SteirRefGO. 36, 54 § 2
- Belegtext:
das N. sich des guts angemasset, und dasselbe in seine gewehr und possess gebracht
Datierung: 1627
Fundstelle: BöhmLO. E 18
- Belegtext:
die eltern vererben die possession unde gewehr ihrer guter auf die kinder samt dem eigenthum
Datierung: 1717
Fundstelle: Blüting,Gl. I 3
Faksimile
- Belegtext:
landsgebräuchige nutz und gewehr
Datierung: 1753
Fundstelle: CJBavJud. 19 § 19
- Belegtext:
ruhige possession, besitzung, gewühr und geniessung
Datierung: 1773
Fundstelle: SchwäbWB. III 629
- Belegtext:
die gesezlichen erben treten in besiz und gewähr der güter, rechte und forderungen des verstorbenen kraft gesezes
Fundstelle: BadLR. 1809 Satz 724 (S. 208)
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wa er das [Gut] hat drü jar in gewalt und in gewer, unangesprochen von den lüten, der hat es besessen nach recht des hofs
Fundstelle: GrW. V 70
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
es mag nieman dehein pfant haben noch daruff behaben, er habe es dan in gewalte und in gewere
Fundstelle: StraßbUB. IV 2 S. 126
Gewähr (IV)
Erklärung:
bücherliche Eintragung des Besitzwechsels, grundbücherliche Sicherung.
Gewähr (IV 1)
- Belegtext:
ad innotescendum supradictum momentum, quod vulgo guuere dicitur
Datierung: 1129
Fundstelle: Beyer,UB. I 523
Faksimile
- digitalisiert durch die Rheinische Landesbibliothek
- Belegtext:
das die offen schreiber von einer gewer oder gruntfest, wie gros sy sindt, sol ainer uber xii den. nicht nemen
Datierung: 1307
Fundstelle: Tomaschek,Trient Art. 59
- Belegtext:
daz die noder von gewer oder enttagen zu verschreiben sollen nicht mer nemen von der geber dan xii den.
Datierung: 1307
Fundstelle: Tomaschek,Trient Art. 60
- Belegtext:
es solle ieder, der sich an die gewöhr schreiben läßt, den herrn geben 72 pfening
Datierung: 1499
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 693
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
so einer dem andern theyll wirdt verkauffen oder vergeben, so soll der verkauffer dem kauffer im gegenbuch die geweher inen vier wochen thun; und der kauffer soll auch verpflicht sein, die geweher in bestimpter zeit zu fordern
Datierung: 1521
Fundstelle: Lori,BairBergr. 178
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
so ainer umb ain haws oder grunt an die gwer khommen will, sol man von jeder gwer nit mer zw geben schuldig sein dann 72 (pfennig)
Datierung: 1524
Fundstelle: BlNÖLk. 2 (1866) 51
- Belegtext:
als oft ain gwer emphangen wirdet, und ob vor derselbigen gwer noch etlich gwer ... einzuschreiben weren, ... sollen von ainer solchen gwer ... baid tail nit mer als zwen und sibenzig pfennig zu geben schuldig sein
Datierung: 1526
Fundstelle: Tomaschek,Wien II 138
- Belegtext:
da etzliche von leuten zubuß einnehmen, die ihre gewehr und theil im gegenbuch nicht hätten
Fundstelle: JoachimsthalBO. 1548 II 69
Faksimile
- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
wer behauste güeter verkauft, der soll die gwöhr in jarßfrist aufgeben
Datierung: 1562
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 763
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wan sich durch todtfal verändrungen zuetrugen, alßdann die geweren wider verneuren
Datierung: 1581
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 52
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wann ainer dem andern ain weingart zu kaufen gibt, zum lesen soll sich ain ieder an die gwer bringen lassen
Datierung: 1592
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 126
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
so sich begibt daß ains stirbt, so ist dann das ander schuldig zu geben von dem gelaßen guet ainem oberisten kellner für die gwör die gewönliche gerechtigkeit
Datierung: 16. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 434
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- Belegtext:
wann solches [Hausbau] verwilliget wierdet, der solle sich in daß gruntbuch ordentlich an die gewöhr schreiben lassen
Datierung: 1634
Region/Autor/Textsorte:
Westungarn
Fundstelle: ÖW. VII 1046
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
es hat kein gruntherr ander freiheit noch gerechtigkeit nit den allein den gruntdienst einzunemben und die gewöhr umb die grünt zu fertigen
Datierung: 1640
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 1087
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
diejenigen so allerley grundstuck ohne gwöhr besitzen bey unsern grundbüchern angemeldet und gwöhr empfangen
Datierung: 1660
Fundstelle: CAustr. I 439
Faksimile
- digitalisiert von der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
wann einer die gwöhr fordern will von gemächts willen, ist man schuldig der herrschaft 72 (pfennig)
Datierung: 1665
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 878
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wierdt solche gwöhr in das gruntbuech eingeschriben
Datierung: 1677
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VIII 1077
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
maaszen wegen denen weinegärthen eine andere ordnung ... wird vorgenohmen werden, solchem nach ein jeder von gemainer stadt-grundtbuch aus sein gewehr zu lesen verpflichtet seyn wirdt
Datierung: 1733
Fundstelle: MHungJurHist. V 2 S. 457
Gewähr (IV 2)
Erklärung:
Gebühr für Eintragung ins Grundbuch und dergleichen.
- Belegtext:
gwer nemen si wie die von M. wie gewonhait ist
Datierung: 1512
Region/Autor/Textsorte:
Niederösterreich
Fundstelle: ÖW. VII 674
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
so die lehen verkauft werden soll dem gericht anderthalb weins zu gewehren geben
Datierung: 1570
Fundstelle: ArchUFrk. 23 (1875/76) 416f.
- Belegtext:
habt ihr vor etzlichen jahren ein kupffer-bergwerck auf termin erblich erkaufft, und nach einweisung das meiste theil des geldes erlegt, so were der verkauffer schuldig bey den bergamptleuten die gewehr zu reichen
Datierung: 1615
Fundstelle: Span,Bergurthel 102
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
entbieten allen, so häuser, äcker, weingärten und dergleichen gründ, über welche nicht allein auß unsern grundbüchern die gwöhren bißhero erhebt
Datierung: 1660
Fundstelle: CAustr. I 439
Faksimile
- digitalisiert von der Universitätsbibliothek Heidelberg
Gewähr (IV 3)
Erklärung:
Urkunde, Grundbuchauszug.
- Belegtext:
daz geben wer an die kilchen ze L. ein kilcherie, ob sich daz verligen möchti oder dehein gewer iemer davor möchti schirmen, daz schedlich möchti sin, daz man kuntlich möchti machen
mit briefen oder mit lebenten luten oder mit gewer
Datierung: 1357
Fundstelle: GrW. IV 439
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- Belegtext:
so ein kauf angestellet wird und kaufer und verkaufer sich bei denen beambten angemeldet, sollen dieselben demselben über den grund habende alte gwöhr einhändigen
Datierung: 17. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Westungarn
Fundstelle: ÖW. VII 1022
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
von behausten gütern und mit verkaufften grundstucken, von welchen unser grundbuchshandler die gwöhren zu ertheilen hat
Datierung: 1701
Fundstelle: CAustr. I 441
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- digitalisiert von der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
die gewöhren seynd schriftliche zeugnussen, daß dieser oder jener grund jemanden vor ein erb-zinnsgut seye verliehen worden, obwohlen der nahm gewöhr eigentlich denen lehensgütern zukommet
Datierung: 1752
Fundstelle: Greneck 322
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
Gewähr (IV 4)
Erklärung:
Grundbuchstelle.
Gewähr (IV 5)
Erklärung:
Ersitzung.
Gewähr (IV 6)
Erklärung:
Flächenmaß im Bergbau.
Gewähr (V)
Erklärung:
Bürgschaft, Sicherheitsleistung, Haftung.
- Belegtext:
propter ampliorem cautelam thurh merum gauueri denni iz scolti
Fundstelle: AhdGl. II 98
Faksimile
- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
gewere sal iewelke man dun umme dotslach unde umme lemesle
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. II 16 § 1
Textarchiv: SspLR. II 16
- Belegtext:
puerorum meorum, quos cum villa predicta usque ad decem annos pro tollenda inpetitione ... sicut vulgo dicitur gwer vel gwerschaft obligo
Datierung: 1280
Fundstelle: WirtUB. VIII 240
- Belegtext:
obligamus ... nos faciendo ... ecclesiae in B. plenariam warandiam, que vulgariter dicitur gwere
Datierung: 1283
Fundstelle: BürgelUB. 132
- Belegtext:
veros ... warandos, quod vulgo dicitur gewer, sicut consuetudo terre exigit
Datierung: 1283
Fundstelle: WirtUB. VIII 388
- Belegtext:
obligans me ad tutelam et defensionem prestandam, quod vulgariter gwer scherm dicitur
Datierung: 1293
Fundstelle: GöttweigUB. I 205
- Belegtext:
insuper nos J. camerarius promittimus, quod si prenominatus conventus aliquam arrestationem, quod vulgariter dicitur ansprache, in decima predicta habuerint warandare, quod dicitur gewere astringimus per presentes
Datierung: 1321
MünchenRArch.
- Belegtext:
U. vnd E. verkaufen ihren Baumgarten unter gewer vnd insigel des Y.
Datierung: 1375
Fundstelle: Indersdorf I 110 (nr. 255)
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- Belegtext:
hulffe und gewehre
Datierung: 1497
Fundstelle: PaulinzelleUB. 446
- Belegtext:
darfür auch NN. gewer und borgschafft geton
Datierung: 1509
Fundstelle: Layensp. K 1v
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- in DRQEdit
- Belegtext:
wir sollen in khainer verschreibung, so wir von schuld wegen geben, unser land zur gewern oder undterpfandt verschreiben oder verpinden
Datierung: 1553
Fundstelle: BairFreibf. 245
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- digitalisiert im Rahmen von "austrian literature online (ALO)"
- Belegtext:
der gwörn sein ungeverlich acht und werden also genennt. gewähr zu gesambter hand; gewähr uber leben; gewähr auf erkhauftes und verkhauftes guet: gewähr auf erlebtes guet; gewähr
auf verschofftes und vermachtes guet; gewähr auf auswechsel und vertauschtes guet; gewähr auf übergab; gewähr auf reissguet
Datierung: 1566
Fundstelle: Tomaschek,Wien II 187
- Belegtext:
bei verpfändung obgedachter kauffgelder im fahl der nit geleisteten gewöhr
Datierung: 1663
Fundstelle: CJMunBohem. 675
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- digitalisiert im Rahmen von Czech Medieval Sources online
- Belegtext:
mag sy darvor kein gwary noch ander fürwortt nit schirmen
Region/Autor/Textsorte:
GlarusLB.
Fundstelle: GlarusLB. I 137
Gewähr (VI)
Erklärung:
Sicherstellung des Käufers, Gewährleistungspflicht des Verkäufers.
- Belegtext:
von kouffmannes gewere ... allerley kouffmanschaz, do wandilkouff ane ist, do mus der vorkouffer billich angeweren nach kouffmanns rechte
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 412
- Belegtext:
ista vice non habeo aliquid, super Menhardus postulavit dy geware, et ipse sibi eam fecit
Datierung: 1448
Fundstelle: SPPolsk. XI 216
- Belegtext:
die gewöhr ist eine pflicht, so ihren ursprung ... von denen kaufsverträgen ... hat, also daß ein jedweder, so sein guth ... einem andern mit der gewöhr verkauffet, ... verpflichtet
ist, dem kauffer von allen ansprüchen solches zu befreyen
Datierung: 1627
Fundstelle: BöhmLO. K 7
- Belegtext:
welches vieh gestohlen worden, oder sonst einem tertio eigenthümlich zustünde, und ohne dessen bewilligung verkauft, vertauscht oder sonst alieniret worden, dessen gewähr soll ohne eingeschränkter zeit geleistet werden
Datierung: 1747
Fundstelle: CCBrandenbCulmb. II 1 S. 198
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- digitalisiert von "Kirchenbuch virtuell"
- Belegtext:
gewer verlangt der kauf
Fundstelle: Graf u.Dietherr 260f.
Gewähr (VI Spiegelstrich 1)
Erklärung:
Anerkennung.
- Belegtext:
umb ein mas wines, die si uns ... geben sol ze zinse und ze einer gewer der vorgenannten gabe
Datierung: 1341
Fundstelle: FRBern. VI 617
Gewähr (VII)
Erklärung:
Urheberbenennung, laudatio auctoris.
- Belegtext:
lobet aver ein man eine gwere, der da totleibe oder erbe vodert, oder dhein vaernde habe, oder vrowen chlainode vodert, wirt im an der gwer gebrest, daz si im geprochen wirt mit
rechte, si gewetten dem richter dar umbe vnd lazzent die habe mit puzze
Datierung: 1275/76
Fundstelle: Dsp. 114
- Belegtext:
ir vormunt sol ouch gewer fur si loben und sol si daz leisten
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(R.)LR. Art. 66, 3 (L.75)
- Belegtext:
wer angesprochen wirt umb aygen, ... der mag sich dez ... verantwurtten mit seinem gewern, ob er in gehaben mag, mit hantvest, mit briefen, mit erbschaft und mit gewer; der ims geben hat
Fundstelle: BairLR.(Schlosser/Schwab) Art. 193
Textarchiv: BairLR.(Schlosser/Schwab) [16. Titel]
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
welcher sich einer gewehr berühmet, der sol den namhaftig machen, durch welchen er die gewehr thun will
Datierung: 1680
Fundstelle: LübUB. III 6, 10
Gewähr (VIII)
Erklärung:
Sicherheitsleistung im Prozeß, Klagegewähre.
- Belegtext:
sve so um ungerichte beklaget wert, die bidde to irst der gewere; die wile die were ungelovet is, so mach die klegere beteren sine klage und dar na nicht
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. III 14 § 2
Textarchiv: SspLR. III 14
- Belegtext:
was clage in dem houe dinge vor unsirs herren manne geschit, vnd dor obir ... getan wirt vnd enphangin
Datierung: 1356
Fundstelle: BreslLR. Kap. 357
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
ob sy mir icht eyne gewere thun solde? rurit frauwe B. richtere unde schepphen zu P., und mutet P. eyner gewere von ir, das mus sy thun vor sine ansprache
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 290
- Belegtext:
herre, er richter, ich bitte eyner gewere obir die clage
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 294
- Belegtext:
yrer angestalten schuld und anclage ... ein rechte volstendige gewerhe thun
Datierung: 1474
Fundstelle: JenaUB. II 272
- Belegtext:
die gewer zu deden [töten, widerrufen]
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: MainzGFormel 61
- Belegtext:
von yme seyner clage ... landleufftige bestendige gewher bestalt
Datierung: 1504
Fundstelle: JenaUB. II 395
- Belegtext:
wen H.J. der ... 20 schok schaden ... vor gethaner gewehr nicht gedacht, sundern dy aller erst nach gethaner gewehr uffgebracht, so hette er auch die gewehre domit gerurt, und
wehre in der clagen diselbigen 20 schock belangende fellig
Datierung: 1. Hälfte 16. Jh.
Fundstelle: MagdebBrüx 64
- Belegtext:
die gewehre der klagen wird bestelt ...: das der kleger stehende vor gehegter bank mit handt und mundt angloben mus, dornoch erst verburgen ader ... verpfenden, ader ... mit geschwornem
eide thuen ... das er die stehte und veste ... halten welle
Datierung: 1550
Fundstelle: OlmützGO. 43
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- Belegtext:
die gewähr soll würcklich actu corporali angelobet werden und soll nicht genug sein, dieselbige in actis wörtlich anzugeloben
Datierung: 1572
Fundstelle: CAug. I 75
- Belegtext:
wann lis contestieret und doch die gewähr der klage nicht angelobet, ob als dann nach Sachsenrecht der kläger seine klage verändern könne
Datierung: 1572
Fundstelle: CAug. I 77
- Belegtext:
wenn der beclagte vom kläger den vorstand fordert, mag er auch zugleich die gewähre von ihm fordern, dasz es in derselben sache ihn von allen andern personen an- und zusprüchen wolle frey und schadlosz halten
Datierung: 1594
Fundstelle: JCulm. II 13, 2
- Belegtext:
von fertigung, gewaehren oder schadloßhaltung
Fundstelle: WürtLR. 1610 II, XV (S. 284)
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
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- Belegtext:
da auch einer seine klage ändern oder verbessern wolte, soll er solches, ehe denn er die gewähr angelobet, oder der beklagte den krieg rechtens pure befestiget, thun
Datierung: 1622
Fundstelle: SächsGO. 1073
- Belegtext:
da sich auch befände, daß kläger des geforderten vorstandes und gewähr sich verweigert, soll der kläger in expensas verurtheilet werden
Datierung: 1622
Fundstelle: SächsGO. 1078
- Belegtext:
iure saxonico cautum, quod reus statim post libellum sibi porrectum possit petere gvarandam, vulgo, die gewehr der angestellten klage, quam actore praestare debet. muß mit hand
gegebenen trewen die gewehr der klag angloben. quod si actor contra quid emendando, vel mutando libellum fecerit, dicitur gvarandam fregisse, daß er die gewehr gerührt habe
Datierung: 1696
Fundstelle: Schambogen,Prael. II 207
- Belegtext:
ab dy gewere todslagis, wunden ader ander untad mus man wol vorborgin dy in dem gerichte seyn gesessin ... dy gewere bedeut, daz keyn man seyne clage gebessern noch ergern mag
Fundstelle: GlogauRb. 32
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- Belegtext:
bis N. seyne gewere ausgegangen [durchgehalten] hat jar unde tag
Fundstelle: LeipzSchUrt. 374
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Gewähr (VIII Spiegelstrich 1)
Erklärung:
kämpfliche Gewere (vgl. SspLR. I 63 § 2).
- Belegtext:
wo aber kamph eynem an die ere ghet, ... unde er sich an dem keines andern rechten irholen mag, unde er en zu kampffe gefangen hette, unde die gewere getan hat, so ist der kamph mit rechte
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 336
Gewähr (IX)
Gewähr (IX 1)
Erklärung:
Berechtigung.
- Belegtext:
gewar und recht ... dar an zu buwen
Datierung: 1404
Fundstelle: MiltenbergTrR. 4
- Belegtext:
hat R. gewar zu buwen an H. Geckels huß biß an den posten bi sime stalle
Datierung: 1407
Fundstelle: MiltenbergTrR. 8
- Belegtext:
daß igliche hus sin gewar sal han, mist zu machen biß mitten in die gassen
Datierung: 1430
Fundstelle: MiltenbergTrR. 34
- Belegtext:
das B. hus gewar sal han, die finster und licht zu gene in die gaßen
Datierung: 1440
Fundstelle: MiltenbergTrR. 44
- Belegtext:
das H. und die sinen geware und recht haben, uff das gemach uber den gang zu gene
Datierung: 1450
Fundstelle: MiltenbergTrR. 32
- Belegtext:
die hofmarch zu A. von ihr genedigen herschaft wegen hat die ehr und gewihr zu setzen einen richter nach ihren gefallen
Fundstelle: GrW. VI 122
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Gewähr (IX 2)
Erklärung:
Bereich, Platz einer Berechtigung.
- Belegtext:
als ferre die gewar wendet und gehort zu sime huse, obe er da wolde mist machen
Datierung: 1406
Fundstelle: MiltenbergTrR. 5
- Belegtext:
es sal iderman haben uff sinem huse und geware uff das minste uff siner bun ein karn mit stein
Datierung: 1422
Fundstelle: Miltenberg 318
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- Belegtext:
zuschen ir beiden husern ist gewiset, das sie die muren gemein sullen legen, und was an ir iglichs huse, das off eins gewar ist, buwefellig ist, das sal der, des die selbe gewar ist, hinden und furn selbs off sinr gewar buwen
Datierung: 1422
Fundstelle: MiltenbergTrR. 23
- Belegtext:
das G. gewar sal han, zu der stal dore gein dem hoff uber uß und in zu gen, und er sal sin mist herfur off sin gewar tragen
Datierung: 1426
Fundstelle: MiltenbergTrR. 33
- Belegtext:
so vil von den fruchtpern baumen uber die anewenden uff des anstoßers geware hangt
Datierung: 1428
Fundstelle: Wertheim 26
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- Belegtext:
von der gewar wegen under F. hus, als man in den keller get, daß der keller gewar sal han, inne und uß zu gen zu den zwein doren ...; die ubrige gewar
under dem huse sal ir beider gemein sin
Datierung: 1430
Fundstelle: MiltenbergTrR. 34
- Belegtext:
so des zinsschuldigers habe ußer des husherren geware kümpt
Datierung: 1466
Fundstelle: Wertheim 35
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Gewähr (IX 3)
Erklärung:
Nutzungsrecht.
vgl.
Holzware (II).
- Belegtext:
danach sageten si aber, daz die munche gewar habent in daz holz, daz in des dorfis marke ligit, unde daz dorf hat gewar in daz holz, daz in der münche marke ligit
Datierung: 1289
Fundstelle: GrW. IV 522
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- Belegtext:
die innhaber der dreier gewaren zu R. söllen zu dem wald das recht haben, das ir ieglicher ... mit zweien ochsen ... so vil holtze uß dem wald füren mügen, als vil ir ieglicher zu brennen bedarf
Datierung: 1477
Fundstelle: Lexer I 977
Gewähr (X)
Erklärung:
Recht, Brauch, Sitte, Herkommen, Gewohnheit.
vgl.
Bergrechtsrecht.
- Belegtext:
daz ich verchauft han ainen weingarten mit allem dem nutze und rechte als er mich von meinen vodern an chomen ist und ich in in perchrechtes gewer herpracht han
Datierung: 1332
Fundstelle: SPöltenUB. I 302
- Belegtext:
den vorgnanten mulhof haben wir inn verkauft als wir in in rechtes purkrechts gwer enher pracht haben
Datierung: 1348
Fundstelle: SPöltenUB. I 404
- Belegtext:
als wir das aygen in aygens gewer, das lehen in lehens gewer, das purchrecht in purchrechtes gewer, das perchrecht in perchrechts gewer herpracht haben
Datierung: 1367
Fundstelle: MZoll. IV 130
- Belegtext:
H.K. burger zu Wienn, sein hausfrau verkaufen ain haus wie es in adels gewer von alter herkomen ist
Datierung: 1492
Fundstelle: WienGQ. II 3 S. 430
Gewähr (XI)
Erklärung:
Wert.
- Belegtext:
wirt das wert verkouft under siner gewere, so gibt he diselben buze
Datierung: 1300
Fundstelle: NMittThürSächs. 3, 1 (1836) 61
- Belegtext:
wer umb geld oder gelds gewehr spielet
Datierung: 1600
Fundstelle: Stieda-Mettig 505 (nr. 99, 6)
Faksimile
Gewähr (XII)
Erklärung:
Zustand.
- Belegtext:
wie er abir die gutere entphing, do er sich der vormundeschaft undirwant bi erbeit, in sollicher gewere sal er en der gutere abetreten
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 304
- Belegtext:
ein priester soll schweren der pfründ nutz und er zu fúrdern ir gúlt und nutz und andere gerechtigkeit in guter gewer zu haben
Datierung: 1493
Fundstelle: BruggStR. 86
Faksimile
- digitalisiert im Rahmen der "Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen online"
Gewähr (XIII)
Erklärung:
Währung.
- Belegtext:
sub annuo censu denariorum flandrensium, monetae quae dicitur gewere
Fundstelle: Foppens II 879
- Fundstelle: MnlWB. II 1895
Gewähr (XIV)
Erklärung:
Gewahrsam.
vgl.
Gewahrheit (II).
Gewähr (XV)
Erklärung:
Ware.
- Belegtext:
dass männiglich auf die gemelte marcktäge sein habe, gewähr und gewärb dahien zu failen kauf bringen möge
Datierung: 1492
Fundstelle: Bretten 741
Faksimile
- Belegtext:
als sie ... in einer lauerdannen mit irer gewahr und burgerschafft die mess besuechten
Datierung: 2. Hälfte 16. Jh.
Fundstelle: FlersheimChr. 56
- Belegtext:
gibt der arm dem müller dem molter nit, so soll der müller sich an das gewahr halten, es sey frucht oder mehl
Fundstelle: GrW. IV 728
Faksimile
Gewähr (XVI)
Erklärung:
wie Gefährde (vgl. oben III 2b).
Wort danach: gewähr
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten