Wort davor: Gestelle
gestellen
gestellen (I)
Erklärung:
beibringen, stellen.
gestellen (I 1)
Erklärung:
als Zeugen, Rechtshelfer, Gewährsmann vor Gericht.
- Belegtext:
wiert daz selbe ros angevant, mach der widersach den gestellen, da ers wider chauft hat, so wiert er ledich
Datierung: um 1330
Fundstelle: BrünnRQ. 364
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- Belegtext:
wer ein vervangens ros wil behaben, der swert selb dritter auf dem rosz. und wil ener widerstrewen, der swert selb ain und czwainczigster ... und wil den der erst awer wider treiben, der muezz immer vur
ainen siben gestellen ... die schullen auch alle auf dem chreutz sweren, daz ene ain und czwainzig valsche aide haben gesworn
Datierung: um 1330
Fundstelle: BrünnRQ. 397
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- Belegtext:
mag der ... einen andern ziuck gehaben fùr den, der im verworffen wirt ... den mag er wol gestellen
Datierung: 1346
Fundstelle: BairLR.(Schlosser/Schwab) Art. 331
Textarchiv: BairLR.(Schlosser/Schwab) [25. Titel]
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- Belegtext:
he nennet einen Cunrat unde anderen sinen gezuk ... den Cunrat muz he gestellen; gestellet he einen andern mit eime andern namen, der gezuk ist verlorn
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: FreibergUB. III 56
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
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- Belegtext:
brenget man sy [unmündige Kinder] vor gerichte ane ires vormunden kegenwertigkeit, man beschit en zu dem nehisten dinge, das sy iren vormunden gestellen
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 307
gestellen (I 2)
Erklärung:
(den Beklagten) beibringen (durch den, der sich für ihn verbürgt hat).
- Belegtext:
swe so burge wirt enes mannes, ine vor to bringene [andere Lesart zu gestellene] vor gerichte ... he mut beteren na deme dat he beklaget was, wende he an der klage gewunnen is
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. III 9 § 1
Textarchiv: SspLR. III 9
- Belegtext:
der ploezleich purgel wiert, daz er den stellen welle vur ein gericht, dem man schult geit um einen totslack, stirbt er vor dem tac, der purgel stelt in also toten vur gericht und wiert ledick. der aber
aines purgel wiert um gelt auf ein gestellen, der dorf den nicht stellen toten
Datierung: um 1330
Fundstelle: BrünnRQ. 398
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- Belegtext:
vnd qweme der [des Mordes Beschuldigte] nicht ... adir keyner syner frunde der den ... beschuldigten vor gerichte czu gestellen vor recht
Datierung: 1356
Fundstelle: BreslLR. Kap. 360
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- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
kein man mac ouch sin kint vorhalden an sinen geweren, daz umb fridebruch vorfestent ist ... er wolle ez denne gestellen zu dem rechten
Datierung: nach 1358
Fundstelle: Rb.n.Dist. IV 21 Dist. 20 Anm.
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
als ir schribet und beschuldiget den komthur ... so wisset das wir in wellen gestellen uff den nesten tag ... sich czu vorantwarten
Datierung: 1390
Fundstelle: CDPruss. IV 105
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- digitalisiert von "Kujawsko-Pomorska Digitale Bibliothek"
- Belegtext:
mag der burge den sachwalden nicht gestellen, er darff darumme die pyne nicht liden, die ghener solde geleden haben
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 327
- Belegtext:
her richter, ich werde sin burge, ich wil in gestellen in daz dinc
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: FreibergUB. III 37
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
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- Belegtext:
der burge ist bestanden zu rechte mit dem halse dazu, wen he in nicht gestellen mac
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: FreibergUB. III 100
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- digitalisiert vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV)
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- Belegtext:
das Johan sal gestellen den alden kostrse tzwuschen hei vnd sente Jorgen tage vor dem rechte
Datierung: 1404
Fundstelle: ZWestpreuß. 4 (1881) 15
- Belegtext:
wierdt ein mann für den andern bürge für recht zu gestellen
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: BreslStR. 79
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gestellen (I 3)
Erklärung:
von Gefangenen.
gestellen (II)
Erklärung:
jemand zum Stellvertreter, Bevollmächtigten bestellen.
- Belegtext:
das wir [Kaiser Rudolph] mit gerihte ... Stutgarten an in [Eberhard von Würtemberg] vorderen sulen ... unde swenne er uns geantwurtet unde wir unseren weren
graven F.v.T. an unser stat gestellen, so sulen wir einen unde zweinzich man ... benennen, die urtale zu sprechende vor uns
Datierung: 1287
Fundstelle: WirtUB. IX 159
gestellen (III)
Erklärung:
jemand zum Kampfe fordern.
- Belegtext:
do wir bewist haben, wie das man keinen bedirman mit kampfe gestellen moge
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 332
gestellen (IV)
Erklärung:
sich einstellen, einfinden.
gestellen (IV 1)
Erklärung:
sich dem Gerichte stellen.
gestellen (IV 1 Spiegelstrich 1)
- Belegtext:
[Schwur einer Diebin vor der Verurteilung] auch meinen bürgen ... in keine ungelegeheit und schaden führen auch nicht entweichen, besondern mich allemahl gestellen
undt was urtell undt recht mitbringen wirdt, leiden
Datierung: 17. Jh.
Fundstelle: BaltStud. 46 (1896) 220
gestellen (IV 2)
Erklärung:
zur Erfüllung einer Pflicht.
- Belegtext:
dass sie sich insgesambt so fort gestellen [bei einer Feuersbrunst] und die von denen feuer-herren zu machende anstaltungen mit allem fleiss zur execution bringen helffen
Datierung: 1724
Fundstelle: MittKönigsberg 2 (1910) 202
- Belegtext:
alle inleut, welche die robot bezahlen wollen ... künftigen mittwoch alle anhero sich gestellen sollen
Datierung: 1733
Fundstelle: Archiv c«eský 24 (1908) 172
gestellen (IV 3)
Erklärung:
von Gefangenen.
- Belegtext:
so sollen die geuangen gar und genczlich ledig und los sein und durfen sich nicht wider gestellen
Datierung: 1382
Fundstelle: Kurz,Albr.III. Bd. II 217
gestellen (V)
Erklärung:
von Sachen.
gestellen (V 1)
Erklärung:
zur Stelle schaffen, liefern.
gestellen (V 2)
Erklärung:
eine Sache, Klage vor Gericht bringen.
- Belegtext:
die sachen, die man mit gerufte gestellen mag, die rurit er hie ... das gerufte ist eyn beghin der pynlicher clage
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 340
- Belegtext:
nach der schepphen bekenntnusse wil er sine clage ghein dem gefangenen gestellen
Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: GlWeichb. 406
gestellen (V 3)
Erklärung:
nach einer Sache trachten.
- Belegtext:
soll auch nach dem chunigreiche nimmermehr gestellen mit dheinen sachen noch durch niemands willen oder anhaltens ... es were von dem, der sich babst nennet
Datierung: 1345
Fundstelle: Kurz,Fried.d.Sch. 485
gestellen (V 4)
Erklärung:
eine Sache beendigen, abstellen.
- Belegtext:
maht du disen striot gestellen und zein ander uns gesellen
Fundstelle: NjblBadHistK. 11 (1908) 64
gestellen (V 5)
Wort danach: Gestellung
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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