Wort davor: Genoß

Genosse
sprachliche Erläuterung: ags. geneat; Nebenformen g(e)nas, gnoß, g(e)note, knote. Präteritum-Stamm von genießen. Häufig adjektivisch gebraucht, vor allem unter (I 3 b), (I 3 e), (III).
vgl. Genieß, Genuß (I), Nosse.

Genosse (I)
Erklärung: Teilhaber an den Rechten und Pflichten einer Gemeinschaft.

Genosse (I 1)
Genosse (I 2)
Erklärung: Gefolgsmann.
Genosse (I 3)
Erklärung: Mitglied einer Genoßsame.

Genosse (I 3 a)
Genosse (I 3 a Spiegelstrich 1)
Erklärung: Alpgenosse.
Genosse (I 3 b)
Erklärung: im gegenseitigen Verhältnis: der gleichen Genoßsame angehörend.
Genosse (I 3 c)
Erklärung: als Rechtsfinder.
Genosse (I 3 d)
Erklärung: besonderes Eherecht.
Genosse (I 3 e)
Erklärung: im Erbrecht.
Genosse (I 3 e Spiegelstrich 1)
Erklärung: als Genosse erbberechtigt.
Genosse (I 3 f)
Erklärung: Landverkauf.
Genosse (I 4)
Erklärung: Mitglied einer Berufsgemeinschaft, Arbeitskamerad.
Genosse (I 4 Spiegelstrich 1)
Erklärung: mit bestimmter Aufgabe.
Genosse (I 4 Spiegelstrich 2)
Erklärung: Freund.
Genosse (I 5)
Erklärung: Miterbe.
Genosse (II)
Erklärung: Standesgenosse, Ebenbürtiger.

Genosse (II 1)
Erklärung: von Personen.

Genosse (II 1 a)
vgl. Herrengenosse.
Genosse (II 1 a Spiegelstrich 1)
Erklärung: gleichberechtigt.
Genosse (II 1 b)
Erklärung: als Zeuge, Eideshelfer.
Genosse (II 1 c)
Erklärung: als Vormund.
Genosse (II 1 d)
Erklärung: im gerichtlichen Zweikampf.
Genosse (II 1 e)
Genosse (II 2)
Erklärung: von Sachen.
Genosse (III)
Erklärung: wer zu etwas fähig, berechtigt ist.
sprachliche Erläuterung: meist adjektivisch gebraucht.

Genosse (III 1)
Erklärung: allgemein.
Genosse (III 2)
Erklärung: lehensfähig (als Mitglied einer Lehengemeinschaft).
Genosse (III 3)
vgl. Gewappengenosse.
Genosse (III 4)
Erklärung: ein eigenes Siegel zu führen berechtigt.
Genosse (III 5)
Genosse (IV)
Erklärung: Eigenname.
Genosse (V)
Erklärung: in der Studentensprache.
sprachliche Erläuterung: gnote, knote für Handwerksburschen und Nichtstudenten.
Genosse (VI)
Erklärung: in Stettin und Königsberg: Handlungsdiener.

Wort danach: genossen

Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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