Wort davor: Gediet
Gedigen, Getigen
vgl.
1Degen.
Gedigen (I)
Erklärung:
althochdeutsch.
Gedigen (II)
Erklärung:
(ritterliche, kriegerische) Gefolgschaft, Dienstmannschaft.
Gedigen (II Spiegelstrich 1)
Erklärung:
Gotteshausleute.
Gedigen (III)
Erklärung:
Bürgerschaft, nichtedle Einwohnerschaft, Handwerkerstand einer Stadt.
- Belegtext:
wir H. ... tun kunt ..., das wir mit rate unsers capitels, unsers gotzhus dienstmanne, unsers ratz und unsers gedigens ... irlouben ... ein zunft
Datierung: 1269
Fundstelle: BaselUB. I 315
- Belegtext:
der rat, die zunftmeister und gimeinlich daz gidigen von B. tun kunt
Datierung: 1272
Fundstelle: BaselUB. II 52
- Belegtext:
do swüren die vom rade ... offenberlich, das daz gediegen zusahe, den eydt ...; darnach gabe herr M. ... den gediegen iren eydt, den sie uff dem kyrchoff ... swuren
Datierung: 1460
Fundstelle: Mone,QS. I 359
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- digitalisiert im Rahmen von "austrian literature online (ALO)"
- Belegtext:
12 man, die us dem gedyen gezogen ..., sollen mit dem gericht handlen, was die gemeyn antrifft
Datierung: 1525
Fundstelle: Franz,BauernkrAkt. 191
- Belegtext:
[ein Streit] zwischent den edeln und dem gediegenen zu Strosburg
Fundstelle: Schmidt,ElsWB. 121
- Belegtext:
die edeln und das gedigene kriegetent umb den gewalt zu Rome
Fundstelle: Schmidt,ElsWB. 121
- R.Wackernagel, Geschichte der Stadt Basel, Bd. I (Basel, 1907) 34
- Fundstelle: Heusler,Basel 129
Gedigen (IV)
Erklärung:
(Gerichts-)Bezirk; (Gerichts-)Versammlung.
- Belegtext:
ob ... ein pharrer ... die messe liezze abgen ..., daz die pesten vnd die aeltisten des gedigens in der R. gegent vnd auch die aeltisten purger ze R. iehen, iz wer der gotsdienst ze lange lazzen
Datierung: 1314
Fundstelle: AltenburgNÖUrk. 135
- Belegtext:
all die leut, di ... zue dem gedigen gehorent ... mit allen den rechten und nutzen ..., di darzu gehörent
Datierung: 1344
Fundstelle: Rockinger
- Belegtext:
all ungewöndlich zoll ... auf das gedigen zu A. ... widerrüffen
Datierung: 1374
Fundstelle: AugsbChr. I 178
- Belegtext:
wann man das gantz gethihen ... zusammen kommen will lassen, soll dasselbig an keinem orth, dan zu H. geschehen, denn daselbst ist es eben in der mitte im gericht oder gethihen
Datierung: 1579
Fundstelle: Wasserschleben,RQ. 270
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- Belegtext:
fragt ... das gediehen ein ambtmann zu G., ob er ... das gediehen bei ihren alten herkommen ... wölle bleiben lassen
Datierung: 16. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Rheinpfalz
Fundstelle: Wasserschleben,RQ. 242
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- Fundstelle: Alemannia 1 (1873) 156
Gedigen (V)
Erklärung:
Gut eines Dienstmannes.
Wort danach: Gedigensmann
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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