Wort davor: Gebustum
Gebüttel
Gebüttel (I)
Erklärung:
Diener in Gerichten aller Art.
Gebüttel (II)
Erklärung:
Gemeindediener, Stadtknecht (oft gleichzeitig Gebüttel (I).
- Belegtext:
sol derselbe amitman sezzen schulteizzen, gebutdel ... und ellu amite
Datierung: 1315
Fundstelle: Bretten 739
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- Belegtext:
wer hie ... burger wirt, der sol geben ... dem gebuetel vi hllr.
Datierung: 1388
Fundstelle: TübStR. 5
- Belegtext:
git man ... dem gebuttel ain pfund und aim rechner, der vssgeber ist, zehen pfund
Datierung: 1396
Fundstelle: MemmingenStR. 311
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
verbotten ..., daz ... nieman [Waffen] tragen sol denne ... der stat gepütele
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: NürnbPolO. 38
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- Belegtext:
fremde ußwertig luete mit ... schultessen oder gebuttel ... uf halten
Datierung: 1423
Fundstelle: GrW. VI 26
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
ein yeglicher frömbder, der gen P. ziehen will, soll ... geben ... ein schilling pfenning den gepütteln
Datierung: 1491
Fundstelle: PforzheimUrk. 11
- Belegtext:
das die stat und der rat alle burgermeister ... gebüttel ... seczen und ... entseczen sollen
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: MainzChr. II 2 S. 238
- Belegtext:
ordnen wir sein zerung ... dem gebüttel zween gulden
Datierung: 1528
Fundstelle: Philippsburg 978
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- Belegtext:
die diener der statt, es seie statschreiber, gebüettel ... oder andere knecht
Datierung: 1596
Fundstelle: Eberbach aN. 107
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Gebüttel (III)
Erklärung:
Zunftknecht.
- Belegtext:
die pene ze gebenne des antwerckes gebúttel
Datierung: 1331
Fundstelle: EßlingenUB. I 302
Gebüttel (IV)
Erklärung:
Verwendung des Büttels.
Gebüttel (IV 1)
Erklärung:
als Bote, insbesondere bei Ladung des Gerichts und Vorladung.
- Belegtext:
gebutel, die daz dinc ze reht gebieten suln
Datierung: 1275/87
Fundstelle: Schwsp.(R.)LR. Art. 83
- Belegtext:
wenn die einunger für sich gebietent mit einem gebütel
Datierung: 1. Hälfte 14. Jh.
Fundstelle: DinkelsbühlStat. 790
- Belegtext:
sol der gebuttel mengelichem furgebietten
Datierung: 1371
Fundstelle: VillingenStR. 43
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- Belegtext:
ain amman oder ain gebuttel verkunden ..., in den rat ze gand
Datierung: 1399
Fundstelle: FeldkirchStR. 167
- Belegtext:
ez sol ein ieglich gebütel, swen er in der stat fürgebiutet ... nemen ze lone ... einen zehener
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: MeranStR. 427
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- digitalisiert im Rahmen von "DigiZeitschriften"
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
hant gewalt ... ouch die gebüttel, frid von der stet wegen zu gebieten
Datierung: 1404
Fundstelle: Wimpfen 85
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- Belegtext:
durch den gebuttel ... zu sammen verkunt werden
Datierung: 1472
Fundstelle: Zuzenhausen 727
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- Belegtext:
so einer des gebütels ... bedörfft, etwass zu verkünden, soll man ihme von der meil ein weispfening geben
Datierung: 1537
Fundstelle: Neckarsteinach 380
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- Belegtext:
ehr, gepüetell, solle selbst eigener persohn gepieten
Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: Weinheim 401
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- Belegtext:
er liez ... sine gebütel ufsitzen und liez si künden in daz lant
Fundstelle: Königebuch 38
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Gebüttel (IV 2)
Erklärung:
als Aufsichtsorgan, Polizei.
- Belegtext:
wenn man das brot schaut, welcher bek dem gebüttel kein brot bietet ..., der soll ... buß [geben]
Datierung: 1387
Fundstelle: SchrBodensee 12 (1883) 104
- Belegtext:
der zeug spricht auf sein eid, daß er ein schütz und gebüttel gewesen
Datierung: 1426
Fundstelle: MannhGBl. 4 (1903) 179
- Belegtext:
[der] gebuttel [ist] schuldig ..., bei den thorn zu sein wann man uff und zuschlußt
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: OsterburkenStR. 1048
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- Belegtext:
will ... der würt, so soll der gebuttel das vaß eichen
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: OsterburkenStR. 1049
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- Belegtext:
ein ider des rats gebuttel ... sollen ... ein iden, der solich artickel ... nit hielt rugen
Datierung: 1500
Fundstelle: Bruchsal 890
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Gebüttel (IV 3)
Erklärung:
mitwirkend bei einem Rechtsgeschäft.
- Belegtext:
soll der verkauffer die verkauften gütter mit hand und halm dem gebuttel uffgeben
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: OsterburkenStR. 1050
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Gebüttel (IV 4)
Erklärung:
als Vollstreckungsorgan in Straf- und Zivilsachen.
- Belegtext:
daz ... unser ... gebuitel dem clager unverzogenlich phand geben sol
Datierung: 1376
Fundstelle: UlmRotB. Art. 147
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- Belegtext:
wenne ... ein schulthais ... zu [dem Schuldner] schikt einen der stat geschworen gebuttel, so soll er [den Gläubiger] ... im achtagen ... ußrichten
Datierung: 1404
Fundstelle: Wimpfen 92
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- Belegtext:
was zehen schilling heller schulde ist ..., da mag ein gebuttel eim ieglichen pfant darumbe geben
Datierung: 1425
Fundstelle: HeidelbStR. 482
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- Belegtext:
wär ..., das ... ainer [die Feldschädiger] ... an sinem schaden selber fund und ergriff an den gebüttel, dem sol des gebüttels tail och werden
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: IsnyStR. 148
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wär ..., das der, der ze gericht geruft ist, willeclichen nut welti dar komen ..., so sol der stat gebuttel ... denselben vahen
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: ÜberlingenStR. 5
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- Belegtext:
die jhenigen, die ... geborgt habent, die mogent pfand nemmen umb die schuld on ... gebuttel
Datierung: 1525
Fundstelle: Philippsburg 976
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- Belegtext:
ward F., der verurtheilt todtschleger dem nochrichter durch den schultheissen gepüttel geantwort
Datierung: 1536
Fundstelle: HagenauStatB. 259
Gebüttel (IV 4 Spiegelstrich 1)
Erklärung:
als Gefängnisaufseher.
- Belegtext:
der stöcker, das ist der gebutel in der stat
Datierung: 1381
Fundstelle: HStArchStuttgart
[weitere Angaben: Ellwangen]
- Belegtext:
ob ... ein außwendiger ... in den thurn gelegt [wurde], der ist dem geputtel schuldig funf schilling pfenning zu thurngelt
Datierung: 15. Jh.
Region/Autor/Textsorte:
Osterburken
Fundstelle: OsterburkenStR. 1049
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Wort danach: Gebüttelamt
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten