Wort davor: entrauben
enträumen
sprachliche Erläuterung:
nd. entrumen; nl. ontruimen.
enträumen (I)
enträumen (I 1)
Erklärung:
(ein Haus usw.) räumen.
enträumen (I 2)
Erklärung:
das Eigentum aufgeben (und einem andern einräumen), abtreten.
enträumen (I 2 Spiegelstrich 1)
Erklärung:
(Briefe) herausgeben.
enträumen (I 3)
Erklärung:
passiv (von Nachlaßgütern) freiwerden.
- Belegtext:
in welckers parochien de boedels sullen komen ontruymt te worden
Datierung: 1682
Fundstelle: CoutMaestricht 411
enträumen (II)
Erklärung:
einräumen.
- Belegtext:
datten selve bedike, jof dat ontrume te bediken
Datierung: 1322
Fundstelle: Mieris II 286
- Fundstelle: MnlWB. V 1203
enträumen (III)
Erklärung:
flüchtig gehen.
enträumen (IV)
Erklärung:
seine Eidspflicht erfüllen (vom Freischöffen des Femgerichts).
- Belegtext:
sinem eide, dem hilgen riche gedan, entrumede
Datierung: 1439
Region/Autor/Textsorte:
Bodelschwing
Fundstelle: NürnbChr. IV 36
- Datierung: 1758
Fundstelle: Haltaus 333
Wort danach: Enträumung
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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