Wort davor: dieblich
dieblich
dieblich (I)
Erklärung:
im Althochdeutschen.
dieblich (II)
Erklärung:
in diebischer Weise, gleich einem Diebe, in diebischer Absicht.
- Belegtext:
he ... mut it [auf Nachfrage verschwiegenes, angetriebenes Gut] mit bute weder geven unde mit gewedde, wende he't düfliken gehalden hevet
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. II 29
Textarchiv: SspLR. II 29
- Belegtext:
syne open speciale letter, die hen diefliken ghenomen waeren
Datierung: 1271
Fundstelle: Bergh II 97
- Belegtext:
swaer dem andern ein ros stilt, begriffet er in daran, so sol er ez uf in schieben unde sol uf dem rosse bereden, daz ez sin waere unz an die zit daz ez im diuplich verstoln wurde
Datierung: 1276
Fundstelle: AugsbStR. Art. 34 § 3
Textarchiv: AugsbStR. Art. 34
- Belegtext:
swer, des im bevolhen ist, iht behaltet wider des bevelhers willen, der ist ungetriuwe, als der des guotes iht im selben diupliche inne behaltet, daz im uf sine triuwe ze behalten enpfolhen ist
Datierung: 13. Jh.
Fundstelle: Mystiker I 333
- Belegtext:
swe wat sud, dat eme dufliken ghenomen, dat mach he bekomeren ane den voghet
Datierung: 1300
Fundstelle: HildeshUB. I 283
- Belegtext:
da brach he den vride an Iohan unde an sime gute unde stal im das dupliche [andere Lesart: deublichen]
Datierung: um 1300
Fundstelle: FreibergStR. XIX § 10
Textarchiv: FreibergStR. XIX
- Belegtext:
welcher nimpt weinper dieplich
Datierung: 1307
Fundstelle: Tomaschek,Trient Art. 107
- Belegtext:
von dem daz man deupleich austreit in der prunst
Datierung: um 1330
Fundstelle: BrünnRQ. 359
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- Belegtext:
deiflike
Datierung: 1355
Fundstelle: DortmStat. 86
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- Belegtext:
das stele wir diplich
Datierung: 1370
Fundstelle: LebenHieron. 48
- Belegtext:
dufliken vorstolen
Datierung: 1380
Fundstelle: StralsVerfestB. 52
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
dublichin genomyn
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: MagdebBresl. 88
Faksimile
- Belegtext:
helt er en verholen, er wirt eyn dip, wy wol er en nicht diplich uz ghemes geweren brochte
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: Weichb.(Dan.) 427
- Belegtext:
ber einen seine frucht von seinen erbnn nimbt dieplichnn
Datierung: 1400
Fundstelle: SchemnitzStR. 13
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
wer ayn ochsen oder kw oder varch ... dewplich slehit
Datierung: 1400
Region/Autor/Textsorte:
Iglau
Fundstelle: Tomaschek,DRÖ. 290
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
wer garben ... von fremden eckern gewaldicleich odder dewpleich nympt
Datierung: 1400
Fundstelle: Tomaschek,DRÖ. 291
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
ein braun pferde dieplichen entfremdet
Datierung: 1412
Fundstelle: ZerbstFemb. 62
- Belegtext:
so dir dein baum dieblich abgehawen ist
Datierung: 1436 (ed. 1516)
Fundstelle: Klagsp.(Brant) 98
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- in DRQEdit
- Belegtext:
wer düblich oder haimlich holz nem bei tag oder nacht
Datierung: 1450
Region/Autor/Textsorte:
Westungarn
Fundstelle: ÖW. VII 1036
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
das [Schloß] ist dem stifft ... dieplich abgenomen worden
Datierung: 1470
Fundstelle: FRAustr. 46 S. 128
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- digitalisiert im Rahmen von Czech Medieval Sources online
- Belegtext:
beclaget, wii heer bii nevel unde nachte orem borgere dat syne dufliken hebbe gestolen
Datierung: 1484
Fundstelle: DuderstadtUB. 302
- Belegtext:
das er in der nacht ... aufgebrochen hat die laden ... dieplichen hineyn kumen was
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: BambEchtb. 97
- Belegtext:
dewplich gestolen
Datierung: 1511
Fundstelle: GörlitzRatsAnn. I/II 189
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
der dieblich bey dem fewer fischt
Datierung: 1548
Fundstelle: Schmeltzl,Lobspruch V. 1213
- Belegtext:
entwenden es also einander dieblichen
Datierung: 1548
Fundstelle: ZinnbgwO. Art. 24
- Datierung: 1550
Fundstelle: ÖW. IX 197
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Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
zu nacht dieblichen bestolen
Datierung: 1560
Fundstelle: BrandenbSchSt. III 8
- Belegtext:
dieblich entspoenet
Datierung: 1583
Fundstelle: SiebbLR. I 9 § 7
Volltext (und Faksimile)
- in DRQEdit
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
es sey jm dieblich entspoenet worden
Datierung: 1583
Fundstelle: SiebbWB. II 41
dieblich (III)
Erklärung:
dieblich und raublich.
- Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. I 23 § 1
[weitere Angaben: andere Lesart]
Textarchiv: SspLR. I 23
- Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. II 36 § 4
Textarchiv: SspLR. II 36
- Belegtext:
wert aver ime ... sin gut düflike oder röflike genomen
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. III 6 § 3
Textarchiv: SspLR. III 6
- Belegtext:
de kleghere sal swaren, dat dat gud syn were ... unde eme disse deyf dat duofliken ghestolen hebbe eder disse rovere rofliken afgherovet hebbe
Datierung: 1355
Fundstelle: DortmStat. 83
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- Belegtext:
daz er ... dipleich vnd rewpleich
Datierung: 1391
Fundstelle: EgerAchtb. II 7
- Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: Prag(Rößler) 155
- Datierung: 1430
Fundstelle: Loersch,AachRdm. 113
- Belegtext:
der anefenger sal selbdritte bewisen und sweren, das solch gut alzo her an vahin wil, duplich adir roublich abe gegangen sy
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Prompt.jur. 19
- Belegtext:
wäre, das der gemainde dehaine [Stück Rindvieh] verloren wurd, röplich oder dieplich
Datierung: um 1500
Fundstelle: RottweilStR. Art. 180 (S. 167)
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- Belegtext:
der kleger beweist, daß dieselbig hab ... im raublich oder dieblich genommen sei
Datierung: 1532
Fundstelle: CCC. 207
dieblich (IV)
Erklärung:
heimlich; Gegensatz: öffentlich oder unter Anwendung von Gewalt.
dieblich (V)
Erklärung:
in die eigene Tasche.
- Belegtext:
in dem ampt warb er so diepleich, des er in ainem jar wart reich
Datierung: 1465
Fundstelle: Beheim,Wiener 17
- Belegtext:
dar ein geselle edder junge deefflicken arbeiden wolde in des meisters tydt
Datierung: 1541
Fundstelle: Stieda-Mettig 520 (nr. 101, 20)
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dieblich (VI)
Erklärung:
Paarformeln.
vgl.
Dieb und Diebe,
Diebe und Frevel,
diebtlich.
- Belegtext:
were, ... daz vnser eitgenoze dekeiner den anderen tübliche older frevelliche brande, der sol niemerme lantman wesen
Datierung: 1315
Fundstelle: EidgAbsch. I 244
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- digitalisiert von der ULB Düsseldorf
- Belegtext:
der cleger ... sal sweren, ... daz es im dieplich und düblich verstolen si wurden
Datierung: 1444
Fundstelle: MainzKämmW. 41
Wort danach: dieblicherweise
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten