Wort davor: Diebeshorn
diebig, diebisch
Erklärung:
mhd. deubig deubisch, diefig, diepig, diepisch, diubig, diufig, diupisch, dubig, dumbig (Schreibfehler?), teupig, tübig; mnd.
deuesch, deuisch, diuvech, dufwich; fries. thiuvig.
diebig (I)
sprachliche Erläuterung:
ahd.
diebig (II)
Erklärung:
gestohlen, aus einem Diebstahl herrührend.
diebig (III)
Erklärung:
einer gestohlenen Sache gleichgestellt.
- Belegtext:
sveme enes anderen mannes have, dat varende have het, in watere to vlüt, ..., besakt he's, so man dar na vreget, so is it diuvech
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. II 29
Textarchiv: SspLR. II 29
- Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. II 37 § 1
Textarchiv: SspLR. II 37
- Belegtext:
dat verstalen gud wert nicht deuisch, dat is, id en wert sodaen gud nycht, me mach yd myt besittinghe yo vorweren, dat mach me vor deuescher have nycht doen
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. III 5
- Belegtext:
eyn ding wirt dubig mancherley wise, als ab eyner guth dyben ader rouberen abejaget, adir eyn ding vunde, unde louckente das alles, ab man en denne vragete, so wurde das gut dubig
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: Weichb.(Dan.) 436
- Belegtext:
so wirt eyn ding dewbig, doran man dach eynen keyner dewberey geczeyen mag. alzo ab eyn kynd seyme vater icht stele ... vnd seynis ... vatirs pfert mete fuetirte
Datierung: 1400
Fundstelle: Böhlau,NC. 37
- Region/Autor/Textsorte:
Glosse
Fundstelle: Schiller-Lübben I 513
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diebig (IV)
Erklärung:
von Personen: zum Stehlen geneigt, des Diebstahls verdächtig oder überführt.
- Belegtext:
daz sind die recht vber diepisch lewt
Datierung: 1350
Fundstelle: SteirLl. Art. 215
- Belegtext:
hilt einer einen dubigen adder missetetigen menschen uff in sime huse
Datierung: nach 1358
Fundstelle: Rb.n.Dist. IV 9 Dist. 7
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- digitalisiert vom Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ)
- Belegtext:
richten ... umb alle sachen ... on allein umb tübig und blutig hende
Datierung: 1425
Fundstelle: Burckhardt,Hofr. 187
- Belegtext:
diebscher lecker
Datierung: 15. Jh.
Fundstelle: Lexer III Nachtr. 124
- Belegtext:
diebisch-stelens geartet
Datierung: 1561
Fundstelle: DWB. II 1092
- Belegtext:
das maydelein wer ein diebesch hur
Datierung: 1598
Fundstelle: SiebbWB. II 41
- Belegtext:
das diebische gesindel
Datierung: 1670
Fundstelle: Abele,Unordn. I 6
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- digitalisiert in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg
- Belegtext:
wenn jemandt durch diebische handt ein pferd gestohlen
Datierung: 1695
Fundstelle: Nerong,Willk. 27
- Belegtext:
aufsuch- und bestrafung des diebisch- und räuberischen gesindels
Datierung: 1753
Fundstelle: CAug. III 2 Sp. 797
- Fundstelle: Preßburg 298
diebig (V)
Erklärung:
nach Diebes Art.
- Belegtext:
betrieglich vnd diebisch ... mit dem geld ... vmbgehen
Datierung: 1583
Region/Autor/Textsorte:
Nordhausen
Fundstelle: MittSchulg. 2 (1892) 111
- Belegtext:
indem ... boßhaffte leute ... durch unrechtmäßige diebische nahrung sich unterstehen ... börnstein heimlich ... zu entwenden
Datierung: 1641
Fundstelle: CCPrut. III 311
- Belegtext:
diebische einbrüche
Datierung: 1717
Fundstelle: CAug. I 1879
- Belegtext:
die ... diebische hinterschlagung ... anvertrauten guts
Datierung: 1769
Fundstelle: CCTher. 94 § 10
Faksimile (Abschnittsbeginn)
- in Google Books
diebig (VI)
Erklärung:
diebstahlsgleich.
Wort danach: Diebige
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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