Wort davor: Beschlafer
Beschlag
sprachliche Erläuterung:
mnl. mnd. beslach.
Beschlag (I)
Erklärung:
Arrest.
- Belegtext:
so wat richters eyn beslach doit, dey mach dar schyn up geven
Datierung: 1350
Fundstelle: Seibertz,UB. II 395
- Belegtext:
herren verbot, kummer off beslaich eyncher lude
Datierung: 1390
Fundstelle: SGereonUB. 507
- Belegtext:
beschlag thun
Datierung: 1688
Fundstelle: BremPolO. 500
- Belegtext:
durch obrigkeitlichen verbot oder beschlag
Datierung: 1727
Fundstelle: PreußSeeR. 4, 14
- Belegtext:
geld ... in beschlag nehmen
Datierung: 1740
Fundstelle: ÖstVerordn. II 82
- Belegtext:
wird ein schiff von hoher hand ... angehalten, in beschlag oder sogenanntes embargo genommen
Datierung: 1766
Fundstelle: PreußAssekuranz- u. HavereiO. § 71
- Belegtext:
die gerichtsdieners, wanneer die van ymant gelt om arrest, beslach of anpandinge an enich guedt te doen, ontfangen hebben
Fundstelle: KampenStROntw. 25
Beschlag (II)
Beschlag (II 1)
Erklärung:
"das lebende und tote Wirtschaftsinventarium auf einem Bauerngute (Ostfriesland)" Berghaus I 127.
Beschlag (II 2)
Erklärung:
Anzahl Vieh, soviel auf den Weiden grasen kann.
Beschlag (III)
Erklärung:
Verzeichnis des schiffbrüchigen Gutes, Havarie-Zertifikat.
Beschlag (IV)
Erklärung:
brutto.
sprachliche Erläuterung:
mnd. mit dem beslage.
Beschlag (V)
Erklärung:
Abschließung, Abdämmung; Dichtung eines Deichbruchs.
Beschlag (VI)
Erklärung:
Handwerk.
- Belegtext:
kynderen woonende met vader ofte moeder, gheen beslach doende ende om loon werckende
Fundstelle: Stallaert I 204
Beschlag (VII)
Erklärung:
"Löhnung in Naturalien".
Beschlag (VIII)
sprachliche Erläuterung:
mnd. = bislach.
vgl.
Beischlag.
Wort danach: beschlagen
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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