Wort davor: Atzordnung
Atzung, Ätzung
Atzung (I)
Erklärung:
Viehfutter; Weidung, Weiderecht, Weidestück.
vgl.
Etzung (I).
Atzung (I Spiegelstrich 1)
Erklärung:
Fütterung verpfändeten oder zugelaufenen Viehs.
Atzung (II)
Erklärung:
Heeresverpflegung.
- Belegtext:
conculcationem segetum vinearum pratorum et depastionem eorundem ... quod vulgo dicitur dratunge azunge
Datierung: Anfang 12. Jh. (Hs. 16. Jh.)
Fundstelle: ZGO.2 15 (1900) 423
- Belegtext:
atzunge ist hêrren hofe ein hagel, atzunge ist hêrren habe mê vergift dan nâtern zagel: atzunge diu beschatzet der hêrren arme liute unz in den grunt
Datierung: 2. Viertel 13. Jh.
Fundstelle: Reinmar v. Zweter 184, 1f.
- Belegtext:
swaz schaden beidenthalp geschehen ist in dem vrlvge, daz atzunge vnd nvtze, die von den gvten beidenthalp genomen sint
Datierung: 1291
Fundstelle: RappoltsteinUB. I 142
- Belegtext:
statuta fuit quedam stura que pro tunc nominabatur una atzunge, pro expensis in ascensione et reversione exercitus, ... specialiter pro avena, pro carnibus ... et pro vino
Datierung: 1360
Fundstelle: RegPfalzgr. I nr. 3236
- Belegtext:
alle atzung, branntschatzung, dingnuß vnd vngeuallen gelt
Datierung: 1470
Fundstelle: Eberstein2 I 385
- Belegtext:
schatzung, atzung, reyss und fron
Datierung: 1565
Fundstelle: ArchRefG. 8 (1910/11) 264
Atzung (III)
Atzung (III 1)
Erklärung:
Verpflegung, Bewirtung von Mensch oder Vieh, Geldablösung dafür.
vgl.
Etzung (II).
Atzung (III 1 Spiegelstrich 1)
Erklärung:
unter Forderungen, Rechten bzw. Pflichten genannt.
Atzung (III 2)
Erklärung:
Verpflegung Gefangener.
Atzung (IV)
Erklärung:
Streitigkeit.
Wort danach: atzungbefreit
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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