Wort davor: Anfallung
Anfang
sprachliche Erläuterung:
ahd. anauang, mhd., mnd. anevanc.
Anfang (I)
Erklärung:
Beginn.
- Belegtext:
sich zu gericht ... niedersetzen und dem gericht ... seinen gepurlichen anfangk machen
Datierung: 1578
Fundstelle: Engelke,GogerichtDesum 69
Faksimile
- Belegtext:
in dem anfang des gerichts, um das rathsläuten
Datierung: 1617
Fundstelle: Lahner,Samml. 28
Anfang (I Spiegelstrich 1)
Anfang (I Spiegelstrich 2)
- Belegtext:
ánauáng tes strîtes. heizet intentio
Datierung: um 1000
Fundstelle: Notker I 71
- Belegtext:
die vorladung ist ein selbstendig thun und der anfang des gerichts und gerichtszwangs
Datierung: 1541
Fundstelle: König,Proz. 32
Anfang (I Spiegelstrich 3)
Erklärung:
Ausgangspunkt.
Anfang (I Spiegelstrich 4)
Erklärung:
die erste Deichschau.
Anfang (I Spiegelstrich 5)
Erklärung:
Übersetzung von ,primacia".
- Belegtext:
deme konige von Beheim, der undir leyenschen furstin von koniglichir wirdekeit den anefang heldit
Datierung: um 1360
Fundstelle: GoldBulle 121
Textarchiv: GoldBulle 121
Anfang (II)
Erklärung:
Veranlassung eines Streites, Urhab.
Anfang (III)
Erklärung:
Abgabe bei Besitzwechsel.
Anfang (IV)
Erklärung:
Angriff, Zugriff.
Anfang (IV Spiegelstrich 1)
Erklärung:
Verhaftung(srecht).
Anfang (IV Spiegelstrich 2)
Erklärung:
Beute.
- Belegtext:
die anfeng so die veint gelassen haben
Fundstelle: Lexer I 84
Anfang (IV Spiegelstrich 3)
Erklärung:
widerrechtliche Anmaßung.
Anfang (V)
Erklärung:
durch Handanlegung begonnene Klage um Gut.
vgl.
Hantalod.
- Belegtext:
swelich man koft ein perith, de ander sal ene gewaren stedeges, stareblindes vnde vnrechtes aneuanges
Datierung: 1227
Fundstelle: BrschwStR. § 25
- Belegtext:
si quis equum suum cum justitia apud aliquem detinuerit, quod dicitur aneuanc
Datierung: 1249
Fundstelle: IglauStR./Tomaschek 257
- Belegtext:
anewank
Datierung: 1253
Region/Autor/Textsorte:
Bochnia
Fundstelle: Kaindl,Karpath. I 219
- Datierung: 1283
Region/Autor/Textsorte:
Goslar
Fundstelle: Keutgen,Urk. 255
Faksimile
- Belegtext:
unrechten anevanck sal hey eme wandelen alse eyn recht is
Datierung: 1350
Region/Autor/Textsorte:
Soest
Fundstelle: Seibertz,UB. II 394
- Belegtext:
annefang eynes pherdes
Datierung: 1422
Fundstelle: HalleSchB. II 199
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
den anfang legen
Datierung: 1436
Fundstelle: HofStR. 156
Faksimile
- digitalisiert vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte
- Belegtext:
unrechten anevanch an perden
Fundstelle: DortmStat. S. 65
Faksimile
- Belegtext:
wenne du wult enen anevanc dun enes dinges, dat di dunket dat di vorstolen edder afgerovet si, under weme dut vindest, to deme spreke sus
Fundstelle: RichtstLR. 17, 1
- Fundstelle: ErfurtUB. I 431f.
[weitere Angaben: und öfter]
- Fundstelle: Fruin,Dordrecht II 234
Faksimile
- Fundstelle: Prompt.jur. 19
Anfang (V Spiegelstrich 1)
Erklärung:
richterliche Gebühr für diese Klage.
- Belegtext:
so sal he geibi sienin rechtin anivanc, daz is ein schilling Mulhuschir phennigi
Datierung: um 1230
Fundstelle: MühlhsnRb. 10, 1
Anfang (V Spiegelstrich 2)
Erklärung:
Ansprechen eines entfremdeten Grundstückes.
Anfang (VI)
Anfang (VII) [Ergänzung zum Druck]
Erklärung:
Ergreifung, Festsetzung.
- Belegtext:
be cirliscre fæmnan onfenge [vom Antasten eines gemeinfreien Mädchens]
Datierung: 890/940
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 16
- Belegtext:
be ðeofes onfenge æt ðiefde [vom Einfangen eines Diebes beim Diebstahl]
Datierung: 890/940
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 22
Anfang (VIII) [Ergänzung zum Druck]
Erklärung:
Wegnahme.
- Belegtext:
be wuda onfenge butan leafe [von der Wegnahme von Waldholz ohne Erlaubnis]
Datierung: 890/940
Fundstelle: Liebermann,AgsG. 24
Wort danach: anfangen
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten