Wort davor: achtzigste

Achzucht
sprachliche Erläuterung: mhd. ab(e)duch(e), adich, aduch m., n., adûche f., aducht f., aizucht f., anduche, a(n)zucht, aichvit, eituch, eizuch(t), mnd. ag(h)etuch(t), ageducht, attach, ake-, affe-, avetucht f., mnl. ag(h)e-, hagedochte, nhd. abzucht f., abezuchen, achzucht, andauche, antauche, anzucht f., nachtzet, nachzucht, Dial. köln. adoit f., westf. aackeltruff, -drukt, akeldruft f., siegen. aedich, aelich m., adit m., f., hess. êhrich, erd(d)ocke, schweiz. agtot m., akt, akten f.; Entstehung der hier nur in Auswahl mitgeteilten Wortformen örtlich und zeitlich verschieden: teils aus lat. aquaeductus entlehnt oder übersetzt, teils selbständig auf deutschem Boden entstanden. Die Weiterentwicklung durch Analogie und Volksetymologie beeinflußt. Mundartlich noch fortlebend.
Sachhinweis: MschrRhWestfG. 3 (1877) 457ff.

Achzucht (I)
Erklärung: Wasserleitung, (überdeckter) Ab- oder Zuflußgraben, bald durch eigenes Gebiet führend, bald durch das der Nachbargrundstücke; (unterirdischer) Abzugskanal in der Straße.
vgl. Abzug (IV 5).

Achzucht (II)
Erklärung: bergmännisch: Erbstollen.

Wort danach: Ack

Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten