Wort davor: Abteiding
abteidingen
sprachliche Erläuterung:
Nebenformen -taid-, -täd-, -tät-, -däd-, -dad-; mnd. afde(ge)dingen; schwed. afdaghthinga.
vgl.
abdingen.
abteidingen (I)
Erklärung:
durch Vereinbarung oder gerichtlich einem etwas abgewinnen.
abteidingen (I 1)
Erklärung:
im allgemeinen, Buße, Erbe, Geld.
abteidingen (I 1 Spiegelstrich 1)
Erklärung:
abhandeln, ermäßigen.
abteidingen (I 1 Spiegelstrich 2)
Erklärung:
aufrechnen.
- Belegtext:
der schaden und scheltwort halben von beden tailen gegen einander abgeteydingt
Datierung: 1463
Fundstelle: AlbrAchillesKaisB. 96
abteidingen (I 2)
Erklärung:
Rechte ablösen, Rechtssätze abändern.
abteidingen (I 3)
Erklärung:
abwendig machen.
abteidingen (II)
Erklärung:
Friede schließen, abfinden, zum Verzicht bewegen.
abteidingen (III)
Erklärung:
(sich mit dem Richter wegen einer Geldstrafe) durch Verhandlung abfinden.
abteidingen (III Spiegelstrich 1)
Erklärung:
reflexiv: sich durch Vergleich frei machen.
- Belegtext:
dat sick affdegedingeden her J.v.V. myt den die mit eme oppe dem dore weren
Datierung: 1360
Fundstelle: BremGQ.(L.) 116
Faksimile
- Belegtext:
de gaf dat slot unde bedeghedinghe sik af mit siner have unde blef vry
Datierung: 14. Jh.
Fundstelle: LübChr. I 100
- Datierung: 1569
Region/Autor/Textsorte:
Thorn
Fundstelle: ZWestpreuß. 42 (1900) 414
- Fundstelle: LübChr. II 547
abteidingen (IV)
Erklärung:
(gewaltsam) wegnehmen.
Wort danach: Abteigut
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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