Wort davor: Ablieferung
abloben
sprachliche Erläuterung:
nd., nl. afloven, dän. aflove, schwed. aflova.
abloben (I)
Erklärung:
geloben, etwas zu unterlassen oder abzustellen, abschwören.
- Belegtext:
clagete ... dat vele unortlikes dinges wer in der cristenheit ... unde wart vordomet und afgelovet, und wart dar vele gutes gesat to haldene
Region/Autor/Textsorte:
Magdeburg
Fundstelle: MagdebChr. I 78
- Fundstelle: Bauer,WaldeckWB. 2
- Fundstelle: Schiller-Lübben I 31
Faksimile
abloben (II)
Erklärung:
etwas eidlich zusagen, geloben etwas wegzugeben.
vgl.
Auslobung.
- Belegtext:
da es zu des nachwirts ... bedruck ... gereicht, dass eltern wenn sie 4-6 kinder haben, denselben ... 4-6 stück hornvieh ... abloben, da sie doch ... ofters nicht mehr vieh nachlassen,
als sie einem einzigen kinde abgesaget und verschrieben durch solche große ablobung aber auf die güter niemalen ein tüchtiger viehstapel zugezogen werden mag
Datierung: 1767
Fundstelle: Hesse,AgrVerh. 199
abloben (III)
Erklärung:
durch (Buße-)versprechen ablösen (?).
- Belegtext:
schuldeghet men gemende umme dot[s]lach yder umme lamnisse, na dem male dat hals unde hant afghelovet ist, dat schal men gelden mit satteme wedergelde, if men des bekant
Datierung: 1325
Fundstelle: HHalberstUB. III nr. 2146 S. 281
- Belegtext:
weert dat iemandt voor kuer affgeloift wordt, ende voorvluchtich daeromme worde, ende langer dan ein jaar nae de affloiffinge uth der stadt bleeff, die en sall daer nae tot gene onscholt daerover staen
Datierung: Ende 15. Jh.
Fundstelle: HasseltStR. I4 Bl. 28
Wort danach: Ablobung
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
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