Wort davor: Abgosse
abgraben
sprachliche Erläuterung:
nd., nl. afgraven.
abgraben (I)
Erklärung:
weggraben, durch Graben entziehen.
abgraben (I Spiegelstrich 1)
Erklärung:
in übertragenem Sinne.
- Belegtext:
[die von Pfullendorf, welche in den Bächen ohne Erlaubnis fischen und] die erschöpfind und abgrabind
Datierung: 1492
Fundstelle: SchwäbWB. I 29
abgraben (I Spiegelstrich 2)
Erklärung:
einen Wasserlauf ableiten.
abgraben (I Spiegelstrich 3)
Erklärung:
Quellen und Brunnen entziehen.
abgraben (I Spiegelstrich 4)
Erklärung:
ein Grundstück durch Anlegung eines (Wasser)graben, durch Verlegung des Grenzgrabens schmälern.
- Belegtext:
svie siner gebure gemene aferet oder grevet oder tünet
Datierung: 1224/35 (Hs. 1369)
Fundstelle: SspLR. III 86 § 1
Textarchiv: SspLR. III 86
- Belegtext:
wat in deme niygen ostergraven den heren van dem Berghe avegraven is an eren garden, dat sculle we ... de rad on ghelden na vruentscap eder na rechte ane bröke
Datierung: 1346
Fundstelle: HildeshUB. I 561 nr. 958
- Datierung: 1440
Fundstelle: HildeshUB. IV 268 nr. 357
- Belegtext:
alle vorschwegene bloedtron, wapengeschreye, mesttoge, deuerye, landtschaden, affhagen, affgrauen vnd thunen
Datierung: 1549
Region/Autor/Textsorte:
Wiedenbrügge, Westfalen
Fundstelle: GrW. III 109
Faksimile
Informationen zur Quelle vom Heidelberger Hypertextserver (HDHS)
- Belegtext:
affploget, grauet edder thunet
Region/Autor/Textsorte:
Gardelegen
Fundstelle: Brinckmeier I 10
Faksimile
- Fundstelle: MnlWB. I 233
abgraben (II)
Erklärung:
Durch Gräben schützen.
abgraben (III)
Erklärung:
nachgraben (Siegel fälschen).
Wort danach: abgreifen
Dieser Wortartikel stammt aus dem Deutschen Rechtswörterbuch
- online verfügbar mit vielfältigen Recherchemöglichkeiten