Morgen
Wortklasse: Maskulinum
sprachliche Erläuterung: in einem Beleg: f.?, mnl. auch margen, mergen, mnd. margen.
Morgen (I)
Erklärung: Tagesbeginn, als Zeitpunkt oder Zeitspanne im Rahmen rechtlicher Regelungen gebraucht.
Morgen (II)
Erklärung: in der Wendung zu/auf Morgen (I) kommen:
Morgen (II 1)
Erklärung: zu einer Morgensprache (I 1) kommen.
Morgen (II 2)
Erklärung: der Abgabepflicht für das Morgengeld nachkommen.
Morgen (III)
Erklärung: metonymisch mit der Vorstellung 'so viel Ackerfläche, wie man an einem Morgen (I) bearbeiten kann' und damit Lehnbed. zu lat. iuger(um), iurnalis.
Sachhinweis: R. Schmidt-Wiegand, Die Maßbez. Juchart und Morgen in den "Weisthümern" Jacob Grimms, in: A. Greule, U. Ruberg (Hrsg.), Sprache, Literatur, Kultur (Stuttgart 1989) 111-124.
Morgen (III 1)
Erklärung: ein Flächenmaß, Landmaß, Ackermaß von regional unterschiedlichen Größen; vgl. dazu die Maßangaben bei Beekman,DijkR. II 1164, ElsWB. I 708, SchwäbWB. IV 1759; nicht eindeutig entscheidbar ist, ob in einigen Belegen (zB. 1224/25, 1305) der metonymische Gebrauch im Sinne von 'Grundstück, Ackerstück' vorliegt, oder ob es sich dabei um elliptische Auslassungen der Genitivkonstruktion eine bestimmte Anzahl Morgen [Landes] handelt.
vgl. 1Acker (II 1), 2Hund (III 1), Joch (IV), Juchert, Kuhgang, Land(es)maß (II), Lofstätte, 2Mahl (II), Mannmahd (I), Meste (III), Mistem.
Morgen (III 2)
Erklärung: formelhaft, fast ausschließlich mnl. morgen gelijk, morgen morgen(s) gelijk / broeder Morgen für Morgen, anteilsmäßig.
vgl. 1Meß (VII), Morgenzahl (II).
Morgen (IV)
Erklärung: ein Längenmaß.
Morgen (V)
Erklärung: ein Getreidemaß.