Das Gerät für's schnelle Spechteln:
Dank Sonderglas im Objektiv ist das Spektiv fast vollständig farbrein (nur an extremen Objekten wie z. B. dem Mondrand ist eine Spur Farbe sichtbar, jedoch nicht störend, an den Planeten ist absolut kein sekundäres Spektrum erkennbar); aufgrund hoher optischer Qualität (trotz Umkehrprismen praktisch perfekter Startest) kann bis 160x vergrößert werden.
Es ist so gut wie keine Auskühlzeit erforderlich. Dazu ist das Gerät extrem leicht (1,5kg), handlich (40cm) und robust (sogar wasserdicht!) Das macht es sogar für's Handgepäck geeignet (namibiatauglich, wenn's wirklich mal dazu kommen sollte;-)
Enorm hilfreich ist der mittels Teppichklebeband aufgesetzte "Qwikpoint", da aufgrund der abgewinkelten Konstruktion und des sich verjüngenden Tubus ein simples "Anpeilen" der Objekte schwerfällt.
Von l.n.r.: Zoom 20-60x (24-8mm), 30xWW (16mm), 22x (22mm), 15x (32mm)
Von den firmeneigenen Okularen ist vor allem das 30x Weitwinkel als "Allroundokular" nützlich; das 22x bietet zwar eine etwas größere Austrittspupille, aber kaum ein größeres Bildfeld; vor allem für terrestrische Beobachtungen ist das 20-60x Zoom geeignet; am seltensten findet das 15x Verwendung, da es aufgrund des nur wenig mehr als 1 1/4 Zoll betragenden Okulardurchmessers einen ziemlichen "Röhrenblick" liefert und selbst gegenüber dem 30x ein nur unwesentlich größeres FOV aufweist.
Besonders vorteilhaft ist die Verwendungsmöglichkeit von astronomischen 1 1/4 Zoll "Fremdokularen" über einen Adapter (siehe oben); Vixen LVs und die Meade Serie 4000 Super-Plössls funktionieren recht gut, bei manchen anderen Okularen (z. B. Radian 18mm und die UO Orthos) kann aufgrund des mangelnden "Backfocus" nicht auf unendlich fokussiert werden. Hier gibt im Zweifelsfall nur vorheriges Ausprobieren Aufschluß.
Was die Leistungsfähigkeit angeht, ist das "Fernröhrchen" durchaus in Grenzen auch deepskytauglich; so konnten im Virgo- und Comacluster noch 10mag. Galaxien ausgemacht werden und auch die in Cassiopeia verstreuten helleren NGC-OCs sind kein großes Problem. Am Planeten sind bei gutem Seeing Cassiniteilung und Jupitermonddurchgänge beobachtbar.