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Ruprecht-Karls-Universität HeidelbergLaboratorium für Geochronologie
Im Neuenheimer Feld 234 |
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LASER - 40Ar/39Ar - Chronometrie
Mit dem Laser-Aufschluß werden die zu datierenden
Minerale lokal mit einem durch ein Mikroskop fokussierten 60mW starken
Nd-Glas-Laser-Puls von 100µs Länge aufgeschlossen. Ein
zusätzlicher Störgasanteil durch Ausgasen der Wände der
Probenkammer wird hierbei vermieden. Dadurch ist es möglich, Probenmengen
im µg-Bereich und damit Gasmengen im Bereich von 10-14 ccm
STP noch signifikant nachzuweisen. Der Nachweis der freigesetzten Argonisotope
erfolgt in einem Quadrupol-Massenfilter und einem im Pulse-Modus arbeitenden
Channeltron (SEV). Zur Prozeßsteuerung und Datenerfassung wird ein
PC mit laborintern entwickelter Software eingesetzt.
Einsatzgebiete des Lasers und derzeitige Forschungsprojekte
Die Nd-Glas-Laserleistung ist ausreichend um in dunklen Mineralen
Schmelzkrater
zwischen 30 und 100µm zu erzeugen. Für den Erhalt einer ausreichend
großen Gasmenge werden auf ein im Permokarbon gebildetes
Biotitkorn
5-10 Laserpulse in einen Krater abgegeben. Dabei werden 3-5µg dieses
Biotits verdampft. Die erreichbare Genauigkeit der Einzelmessung liegt unter
1%. Eine Datierung von hellen Mineralen ist aufgrund der schwachen Laserenergie
absorption nur bedingt möglich. Durch eine Bedampfung mit Kohenstoff
kann die Absorption jedoch erhöht werden, wodurch auch Muskovit datiert
werden kann.
Anwendungsgebiete sind:
Im aktuellen Forschungsprojekt werden Glimmerbildungsalter aus europäischen variscischen Magmatiten bestimmt. Die Glimmer werden auf Alters- und Reaktions-Heterogenitäten und auf unterschiedliche Erhaltungsgrade in Einzelphasen untersucht. Ein weiteres aktuelles Arbeitsgebiet ist die in-situ Datierung kärnozoischer Mn-Erze.
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