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Ein unbekannter Pfalzgraf:

Heinrich (von Limburg? Northeim?)

Ludwig Häusser, Geschichte der Rheinischen Pfalz, I, 45, schreibt, nach Pfalzgraf Heinrichs II. kinderlosem Tode sei die Pfalzgrafenwürde "nach einer kurzen Zwischenregierung" auf den Sohn seiner Gemahlin Adelheid aus deren erster Ehe mit Adalbert von Ballenstedt, Siegfried von Ballenstedt, übergegangen. Ergänzend fügt er in der Anmerkung hinzu: "Crollius Erl. Reihe [= Crollius, Georg Christian: Erläuterte Reihe der Pfalzgraven zu Achen oder in Niederlothringen ... : mit Zugaben und Fortsetzung. Zweibrücken, 1762 - 1773], S. 258 ff. macht es wahrscheinlich, daß nach Heinrichs II. Tode die Pfalzgrafschaft in Aachen einige Jahre bei Herzog Heinrich von Limbug gewesen ist. Wenigstens ist in Urkunden von 1097 und 1099 ein Henricus comes palatinus erwähnt, der mit Heinrich von der Lache (gest. 1095) nicht identisch seyn kann."

Dagegen Meinrad Schaab, Geschichte der Kurpfalz, I, 29 f.: "Unmittelbarer Nachfolger Heinrichs [von Laach] wurde sein Stief- und Adoptivsohn Siegfried von Ballenstedt aus der ersten Ehe Adelheids von Orlamünde. Siegfried ist erstmals 1097 als Vogt des Erzbistums Trier zu fassen. Dieses Amt dürfte aus Laach-Luxemburgischen Erbe stammen. Allerdings war der Erbgang nicht eindeutig. Offensichtlich konnten sich die Blutsverwandten Heinrichs von Laach nicht durchsetzen."

Heidelberg, den 29.4.2002

Pw (im Namen der VLGK-Redaktion)