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Aus der Lehre
Landeslehrpreis für den Physiker
Prof. Karlheinz Meier

Prof. Dr. Karlheinz Meier vom Kirchhoff-Institut der Universität Heidelberg erhielt den Landeslehrpreis. Als einen Pionier beim Einsatz neuer Medien in der Hochschullehre würdigte ihn Wissenschaftsminister Klaus von Trotha.

Gerade noch schien Physik ein so leichtes Fach. Doch jetzt schreibt er eine Formel nach der anderen an die Tafel! Da dreht sich Prof. Dr. Karlheinz Meier zum Plenum und lächelt verschmitzt: "Ich glaube nicht, dass alle mir bis hierher folgen konnten. Also noch einmal auf andere Weise." Das Jacket wird ausgezogen, die Krawatte über die Schulter geschmissen und schon liegt der Professor auf dem Tisch, während sein Mitarbeiter Hans-Georg Siebig eine schwere Eisenplatte auf seinen Bauch legt, den Hammer zückt und mit Wonne auf seinen Vorgesetzen einschlägt. Das Publikum hält natürlich den Atem an, und in dem Moment, wo dann doch kein Totschlag passiert, begreift man schlagartig die komplizierten Formeln über das Wesen des Impulses.

Landeslehrpreis
Der "behämmerte" Professor –
Prof. Meier lehrt mit Leib und Seele
Foto : Uli Reinhardt

Diese Vorstellung durften ausnahmsweise nicht nur Studierende der Physik erleben, sondern auch geladenes Publikum, das sich zur feierlichen Verleihung des Landeslehrpreises an Prof. Meier in der Alten Aula eingefunden hatte. Mit diesen und anderen Aktionen und jeweils unter Ganzkörpereinsatz gelang es Prof. Meier sowohl dem Publikum zu demonstrieren, wie ein Kühlschrank funktioniert, als auch anschaulich zu beweisen, warum er sich die Auszeichnung für herausragende Lehre verdient hat.

In seiner Laudation betonte Wissenschaftsminister Klaus von Trotha, dass es Prof. Meier gelungen sei, die Vorlesungen für Physik I und Physik II so auszugestalten, dass sie in vorbildlicher Weise auf die besonderen Bedürfnisse der Anfänger eingehen und einen großen Beitrag dazu leisten, das Studium der Physik mit einem positiven Einstieg zu versehen und somit zu einem effektiven Studium beizutragen. Seit 1992 ist Meier Professor für Experimentalphysik an der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität Heidelberg. In seinen zahlreichen Lehrveranstaltungen hat der Wissenschaftler das Internet und die neuen Medien intensiv eingesetzt. So hat er in einer von ihm selbst produzierten CD-ROM den Inhalt eines traditionellen Skriptums mit Videosequenzen verbunden, in denen in Ton und Bild die Versuche aus dem Hörsaal gezeigt und erklärt werden. Bei den Physik-Studierenden stieß seine Vorlesung auf große Begeisterung und wurde von der Fachschaft als die beste Kursvorlesung im Wintersemester 1998/99 ausgezeichnet. Um die Studierenden zu ermuntern, sich mit den Möglichkeiten der neuen Medien frühzeitig auseinanderzusetzen, wurde auf seine Initiative ein Preis für die beste medienunterstützte Produktion von Studierenden zur Präsentation eines Thema der Vorlesung ausgelobt.

Für guten Einstieg und effektives Studium

"Die Beherrschung neuer Medien und Technologien gehört heute zu den grundlegenden Fähigkeiten unserer Lebens- und Berufswelt. Umso wichtiger ist es, junge Menschen bereits während ihres Studiums oder ihrer Berufsausbildung mit den Möglichkeiten der neuen Medien vertraut zu machen. Dies ist dem heutigen Preisträger, Prof. Karlheinz Meier, in vorbildlicher Weise gelungen", erklärte von Trotha.

VD

 

 

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Updated: 14.06.2000